Die große eReader-Übersicht 2016

  • 7. April 2016 - Aktualsiert am 14. Januar 2017
  • von Michael
  • 1 Antwort

Wer vor der Entscheidung steht, einen eReader anzuschaffen, bekommt in diesem Artikel gute Übersicht über aktuellen (2016) erhältlichen eBook-Reader, die hier auf PAPIERLOS LESEN gestestet wurden.

Der eReadermarkt entwickelt sich zwar länger schon nur noch langsam weiter, dennoch gibt es Bewegungen (auch in den Preisen). Alles, was im Laufe des Jahres an neuen Geräten hinzukommt oder ändert, wandert in diesen Artikel. Wer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich diese Seite gern als Lesezeichen speichern.

Das letzte mal wurde dieser Artikel am 14. Januar 2017 aufgeräumt, aktualisiert und um den Tolino Vision 4 ergänzt. Außerdem habe ich die Preisgruppen angepasst und feiner unterteilt

Anmerkungen zur Auswahl

Die Geräte mit 6″ großem Bilderschirm machen nach wie vor das Gros der eReader aus. Bei diesen Geräten gibt es auch die größe Preisvielfalt. Das zweite große Merkmal, das die meisten Geräte teilen, ist die eingebaute Beleuchtung. Daher gehts im ersten Teil um beleuchtete eReader mit 6″-Bildschirm, sortiert nach Preis. Im zweiten Teil schreibe ich dann über Geräte mit spezifischen Merkmalen, wie hohe Auflösung, große Bildschirme, eReader mit Audiounterstützung oder wasserdichte Geräte.

Ein Klick auf die Bilder im Slider führt zum jeweiligen Datenblatt, die Testberichte zu den Geräten haben ich in den Blöcken ebenfalls verlinkt.

Wer darüber hinaus die hier getesteten eReader nach anderen Kriterien filtern möchte, kann dies im eBook-Readervergleich tun. Und für alle, die meine ganz persönliche Einschätzung interessieren, gibts noch meine Top 5-Readerauswahl, die sich hin- und wieder ändert.


Teil 1 – eReader mit 6″-Bildschirm und Beleuchtung

eBook-Reader bis 120 €

Die Einsteigerklasse der beleuchteten Geräte bietet solide Kost. Der Kindle von Amazon gehört eigentlich eine Preiskategorie höher, aber da dessen Preis durch das Einblenden von Werbung um 20 € reduziert werden kann, passt er hier auch sehr gut.

Den Reigen eröffnen der PocketBook Touch Lux 3 (111 €), der oft auch für unter hundert Euro erhältlich ist. Amazons Kindle Paperwhite und der Shine 2 HD von Tolino folgen für knapp 120 €, die eine vergleichbare Soft- und Hardwarausstattung bieten, dabei aber die schärfsten Konkurrenten (da in unterschiedlichen Ökosystem zuhause) sind. Gefolgt werden sie vom Kobo Aura Edition 2 (119 €) besticht durch die beste Möglichkeit, Schriften auszuwählen und einzustellen, zudem unterstützt er den Lesedienst Pocket.


eBook-Reader bis 150 €

Die preisliche Mittelklasse wird überwiegend von Geräten mit hochauflösenden Displays dominiert. Damit werden die Texte der Bücher sehr scharf und gleichmäßig dargestellt. Auch weit verbreitet sind hier eReader mit planer Front.

Die beiden franzöischen Geräte von Bookeen, namentlich der Cybook Muse Frontlight und sein größerer Bruder, der Muse Frontlight HD unterscheiden sich nur durch die Auflösung des Bildschirms, den internen Speicher und die Gehäusefarbe. Das als eReader getarnte Tablet eReader Pro HD  (130 €) kann um weitere Apps aus dem offiziellen Android-Playstore erweitert werden. Das obere Ende dieser Gruppe markiert der brandneue Touch HD von PocketBook (149 €), der Blättertasten und eine zusätzliche Audiounterstützung mitbringt, mit der sich auch eBooks vorlesen lassen. Der wasserdichte Tolino Vision 3 HD ist Letzte im Bunde. Er ist im Tolinosystem zuhause ist und mit planer Front und einer sehr einfachen Bedienung punktet. Nach Erscheinen seines teureren Bruders, dem Vision 4 HD, wurde der Preis des Vision 3 dauerhaft auf 149 € gesenkt.

  1. Testbericht Bookeen Muse Frontlight
  2. Testbericht Bookeen Muse Frontlight HD
  3. Testbericht Energy Sistem eReader Pro HD
  4. Testbericht PocketBook Touch HD
  5. Testbericht Tolino Vision 3 HD

eBook-Reader ab 150 €

Drei Geräte mit besonderen Fähigkeiten markieren momentan das die preisliche Oberklasse. Die Geräte, die hier vertreten sind, haben eine flache Front und ein hochauflösendes Display, wie dies von Smartphone oder Tablets bekannt ist.

Der Tolino Vision 4 HD (179 €) setzt neben einem wasserdichten Gehäuse auch auf eine Nachtlichtfunktion, die abends automatisch wachhaltende Blaulichtanteile aus der Beleuchtung herausfiltert und so für ein angenehmes Lesen sorgt (siehe Testbericht). Der Kindle Voyage (ab 189 €) punktet durch seitliche Blättersensoren mit haptischem Feedback, während der nur Kindle Oasis (ab 289 €) auf eine mitgelieferte Echtlederhülle setzt, die sich beim Lesen zuhause sehr einfach abnehmen lässt und dadurch das Gerätegewicht auf nur 130 g reduziert.

  1. Testbericht Tolino Vision 3 HD
  2. Testbericht Kindle Voyage
  3. Testbericht Kindle Oasis

Teil 2 – eReader mit speziellen Merkmalen

eReader ohne Beleuchtung

eBook-Reader mit Beleuchtung sind mittlerweile klar in der Überzahl, dennoch gibt es besonders im preiswerten Einsteigersegment noch einige Gerät ohne Zusatzbeleuchtung. Durch die fehlende Beleuchtungsschicht über dem Display haben diese Geräte einen knackigen Kontrast und Schwarzwert.

Für rund 70 € sind der einfache Kindle und Tolino Page der Einstieg in die eReaderwelt.  Das Einsteigergerät bei PocketBook ist der Basic 2 für ebenfalls rund 70 €, der zudem ohne Touchbedienung auskommt. Der knapp 10″ große Icarus Excel (ca. 400 €) ist eher fürs Betrachten und Bearbeiten von PDFs geeignet, wenngleich eBooks damit natürlich auch gelesen werden können.

  1. Testbericht Kindle
  2. Testbericht Tolino Page
  3. Testbericht PocketBook Basic 2
  4. Testbericht Icarus Excel

eReader mit hochauflösenden Bildschirmen

Seit Ende 2014 geht der Trend bei eBook-Readern zu höher auflösenden Bildschirmen. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn je feiner ein Bildschirm auflöst, desto glatter ist das Schriftbild. Erinnerten die Bildschirme der ersten eReader noch an auf Recyclingpapier gedruckte Bücher, so lassen sie aktuellen eReader viel eher mit normalem Buchdruck vergleichen.

State-of-the-art bei den Sechszöllern sind derzeit Cartadisplays mit 300 ppi-Aulösung. Durch den recht hellen Hintergrund lassen sie das Schriftbild auch im unbeleuchteten Zustand sehr scharf und kontrastreich wirken. Aktuelle eReader mit 300 ppi-Auflösung sind  der Tolino Shine 2 HD (119 €), der Kindle Paperwhite (ab 120 €), der Bookeen Muse Frontlight HD (129 €), der PocketBook Touch HD (149 €), der Tolino Vision 3 HD (159 €) und sein Bruder, der der Tolino Vision 4 HD (179 €), der Kindle Voyage (ab 189 €) und der Kindle Oasis (ab 289 €). Der Kobo Aura H2O (179 €) hat einen etwas größeren Bildschirm und eine etwas geringere Auflösung von 265 ppi. Dafür passt hier etwas mehr Text auf die Seite, sodass seltener umgeblättert werden muss. Noch mehr Text passt auf PocketBooks Inkpad 2 (199 €) und Kobos Aura One (229 €), deren Bildschirme mit rund 8″ den meisten Platz bieten und zwischen 250 ppi (PocketBook) und 300 ppi (Kobo) auflösen.

  1. Testbericht Tolino Shine 2 HD
  2. Testbericht Kindle Paperwhite
  3. Testbericht Bookeen Muse Frontlight HD
  4. Testbericht PocketBook Touch HD
  5. Testbericht Tolino Vision 3 HD
  6. Testbericht Tolino Vision 4 HD
  7. Testbericht Kobo Aura H2O
  8. Testbericht Kindle Voyage
  9. Testbericht PocketBook Inkpad 2
  10. Testbericht Kobo Aura One
  11. Testbericht Kindle Oasis

eReader mit planer Front

Der Designtrend bei einigen Herstellern geht dazu, die Displays nicht mehr im Gehäuse zu versenken, sondern sie — wie bei den Tablets — bündig mit dem Rest der Vorderseite abzuschließen. Vorteil ist u.a., das die Wischgeste zum Blättern einfacher ausgeführt werden kann und dass sich die Geräte leichter reinigen lassen. Nachteilig ist allerdings, dass nun die komplette Vorderseite des Gerätes so wie der Bildschirm glänzt und im hellen Umgebungslicht stärker spiegelt, als bei klassischen Geräten.

Das preiswerteste Gerät mit planer Oberfläche ist der spanische Energy Sistem eReader Pro HD (116 €), der zudem per Androidapps erweitert werden kann. Er ist im Prinzip ein Tablet in eReadergestalt. Der französische Cybook Muse Frontlight (~ 133 €) teilt sich mit dem eReader Pro HD die seitlichen Blättertasten, ist aber ansonsten ein ganz normaler eReader. Die beiden Topmodelle der Tolino-Allianz — Vision 3 HD (159 €) und Tolino Vision 4 HD — hat ebenso wie die beiden Amazongeräte Kindle Voyage (ab 190 €) und Kindle Oasis (ab 290 €), ein mit 300 ppi hochauflösenden Bildschirm. Während ersterer zusätzlich wasserdicht bis 1 m ist, bringt der Voyage seitliche Blättertasten und einen Helligkeitssensor mit. Der Oasis kann mit geringem Gewicht, haptischen Blättertasten und einer mitgelieferten Echtlederhülle punkten.

  1. Testbericht Energy Sistem eReader Pro HD
  2. Testbericht Bookeen Cybook Muse Frontlight
  3. Testbericht Tolino Vision 3 HD
  4. Testbericht Tolino Vision 4 HD
  5. Testbericht Amazon Kindle Voyage
  6. Testbericht Kobo Aura One
  7. Testbericht Amazon Kindle Oasis

eReader mit Blättertasten

Nicht jeder mag es, beim Blättern auf dem eReader immer auf den Bildschirm zu tippen. Ein Taste, auf der der Daumen ruht, ist zudem leichter zu drücken, als eine Wischgeste oder das Tippen auf dem Bildschirm auszuführen. Daher setzen einige Hersteller auf zusätzliche Blättertasten.

In der Einstiegsklasse und Beleuchtung oder Touchdisplay gibts den PocketBook Basic 2 (69 €) mit Blättertasten, die sich unterhalb des Bildschirms befinden. Der PocketBook Touch Lux 3 (99 €) hat bereits ein beleuchtetes Display, die Tasten aber auch unterhalb des Bildschirms. Seitlich neben dem Bildschirm angeordnete Tasten bringt der Bookeen Cybook Muse Frontlight HD (129 €) mit. Der eReader Pro HD von Energy Sistem (130 €) hat basiert auf einem offenenen Android, auf dem weitere Apps installiert werden können. PocketBooks Touch HD (149 €) punktet mit einem hochauflösenden Display und Audiounterstützung. Kindles Voyage (189 €) setzt auf seitliche Sensortasten, die durch einen Vibrationsmotor unterstützt werden. Das Inkpad 2 (199 €) von PocketBook bringt einen großen Bildschirm und an einer Seite angeordnete Blättertasten mit. Die hat auch Amazons Premiummodell, der Kindle Oasis (289 €), das zudem automatisch die Ausrichtung erkennt und den Bildschirm entsprechend dreht. Der Icarus Excel (399 €) eignet sich mit seinem knapp 10″ großem Bildschirm für PDF-Dokumente.

  1. Testbericht PocketBook Basic 2
  2. Testbericht PocketBook Touch Lux 3
  3. Testbericht Energy Sistem eReader Pro HD
  4. Testbericht Cybook Muse Frontlight HD
  5. Testbericht PocketBook Touch HD
  6. Testbericht Amazon Kindle Voyage
  7. Testbericht PocketBook InkPad 2
  8. Testbericht Amazon Kindle Oasis
  9. Testbericht Icarus eXcel

eReader mit großen Bildschirmen

Die 6″großen Displays  bieten das beste Verhältnis zwischen Gerätegewicht und Lesbarkeit. Mehr Lesefläche bedeutet aber auch, dass man beim Lesen nicht so oft umblättern muss, man die Schrift sehr groß einstellen kann oder dass sich PDF-Dokumente leichter lesen lassen, da sie nicht so stark verkleinert werden, wie auf Geräten mit kleinerem Display.

Aktuell auf PAPIERLOS LESEN getestete Geräte sind der Kobo Aura H2O (179 €) mit 6,8″ Bildschirmdiagonale, das PocketBook Inkpad 2 (199 €) mit 8″, der Kobo Aura One (229 €) mit 7,8″ und der Icarus Illumina XL (~ 200 €) ebenfalls mit mit 8″ (der baugleich mit dem inkBOOK 8 ist), sowie der Icarus eXcel (400 €) mit 9,7″. Die Bildschirme von Aura One, Aura H2O, InkPad und Illumina XL sind beleuchtet und sie lassen sich über Berührungen mit den Fingern bedienen. Beides kann der eXcel nicht, bei ihm läuft die Bedienung über einen Stylus und die Tasten am Gerät.

  1. Testbericht Kobo Aura H2O
  2. Testbericht PocketBook InkPad 2
  3. Testbericht Kobo Aura One
  4. Testbericht Icarus Illumina XL
  5. Testbericht Icarus eXcel

eReader mit Audiounterstützung

Noch vor ein paar Jahren gehörte die Audiounterstützung zu den Standardfunktionen der eReader. Obwohl immer weniger Geräte mit Kopfhörerbuchse ausgestattet sind, gibt es sie noch.

Der preiswerteste Reader mit Audiounterstützung ist der Icarus Illumina mit rund 130 €. Danach folgt der PocketBook Touch HD (149 €), der zudem über ein hochauflösendes Display verfügt. PocketBook Inkpad 2 und der Illumina XL haben ein 8″ großes Display, das viel text darstellen kann. Bleibt noch der knapp 10″ große eXcel, ebenfalls von Icarus für um die 400 €.


eReader mit offenem Android

Die eReaderlandschaft ist grob gesagt in zwei große System unterteilt. Die Amazonwelt und die anderen. Die Kindle können keine EPUB-Dateien öffnen und die anderen keine Kindle-eBooks. Außer ein paar Exoten, die auf Googles offenem Android basieren und es ermöglichen, alternative Leseapps zu installieren. Dann ist es möglich, auch auf einem normalerweise dem EPUB-System zugehörigen Gerät, eBooks von Amazon zu lesen.

Hierzu gehören der Energy Sistem eReader Pro HD (116 €), der Illumina XL und der Icarus Excel (400 €). Die erstgenannten sind Geräte mit Touchdisplay und seitlichen Blättertasten, während der Excel nur per Stift und Tasten bedient wird. Dafür hat er einen knapp 10″ großen Bildschirm, auf dem sogar PDF-Dokumente einwandfrei gelesen und per Stift bekritzelt werden können.


Wasserdichte eReader

Derzeit sind drei wasserdichte eReader erhältlich. Allen ist gemein, dass sie nicht schwimmfähig sind, sondern beim Eintauchen ins Wasser direkt untergehen.

Den reigen eröffnet der Tolino Vision 3 HD (159 €), der ebenso wie der Tolino Vision 4 HD (179 €) 30 min in einer Wasserteife von 1 m liegen kann, bis der Wasserschutz nachlässt. In der gleichen Tiefe kann auch der Kobo Aura H2O (179 €) liegen bleiben. Dieser hat ein mit 6,8″ etwas größeres Display für mehr Text und als einziger der drei, der eine externe Speicherkarte unterstützt. Der Kobo Aura One (229 €), der seit Anfang September erhältlich ist, setzt auf die Displaygröße noch einen drauf und bietet mit 8″ den größten Bildschirm. Er kann zudem eine Stunde in 2 m Tiefe lieben, bevor dessen Wasserdichtigkeit nachlässt.

Fragen zu den aufgelisteten Geräten beantworte ich gern hier oder generell im Forum.

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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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1 Kommentar

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. wander sagt:

    "…  Beide Geräte haben das gleiche Display verbaut und sind damit auf Mittelklasseniveau…" Ich glaube, nur Pocketbook lux 3 hat Karta Display, Sense hat Pearl.

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