Testbericht: Kindle Paperwhite (2012)

  • 17. Januar 2013 - Aktualsiert am 12. Oktober 2015
  • von Michael
  • 26 Antworten

Seit der Ankündigung im September warte ich sehr gespannt auf den Kindle Paperwhite. Nachdem er im November hier in Deutschland erschien und sofort ausverkauft war, habe ich ihn Ende Dezember auf gut Glück bei Amazon bestellt. Statt — wie von Amazon angekündigt — Anfang Februar, hielt ich ihn nicht mal eine Woche später in den Händen. In den letzten beiden Wochen hatte ich nun Gelegenheit, das Gerät zu testen.

Kindle Paperwhite

Hinweis: Zum Testbericht des neueren Kindle Paperwhites, der seit Mitte Oktober 2013 im Handel ist, gehts hier entlang.

Verarbeitung

Der Paperwhite ist ringsum etwa einen halben Zentimeter kürzer als der Kindle Touch, wiegt mit rund 220 g in etwa gleich viel. Und das, obwohl ihm die eingebauten Lautsprecher und die Kopfhörerbuchse fehlen. Für eBooks stehen dem Anwender nur noch rund 1,3 GB (statt den ~ 3 GB des Vorgängers) zur Verfügung. Das ist in meinen Augen kein wirkliches Manko.

Anders als bei den meisten anderen Readern, können eBooks nach wie vor nicht übers Dateisystem sortiert werden. Es ist zwar möglich, die Bücher einzelnen Sammlungen zuzuordnen, aber auch das geht nur über das Gerät selbst und nicht über die Amazon-Website oder ein Drittprogramm. Natürlich gibt es auch ein Plugin für Calibre, aber bei diesem muss der Kindle nach jeder Änderung neu gestartet werden. Das finde ich eher nicht praktikabel. Ich lade daher nur die Bücher aufs Gerät, die ich gerade lese. Alle anderen kommen ins Archiv (oder die Cloud, wie es jetzt heißt) oder verbleiben in Calibre. Deswegen ist es egal, ob nur 1,3 oder 3 GB Speicherplatz zur Verfügung stehen.

Bildschirm

Der Oberfläche des Bildschirms fühlt etwas rauer an, als beim Kindle Touch. Laut Datenblatt ist die Auflösung mit 212 dpi (vorher 167 dpi) etwas höher. Das soll für eine schärfere Schrift sorgen. Im direkten Vergleich fällt das aber praktisch nicht auf. Im Gegenteil, ich hatte oft das Gefühl, dass die Schrift teilweise noch mehr ausfranst oder unregelmäßig dargestellt wird als beim Kindle Touch.

Da fand ich die Darstellung der Schrift auf dem Cybook HD Frontlight beim Lesen qualitativ hochwertiger und glatter. Anderseits ist die Schrift auf dem Paperwhite kontrastreicher, wenngleich sie nicht an den Kontrast des Kindle Touchs oder anderer Pearl-e-Ink-Reader ohne Beleuchtung herankommt (Cybook OdysseySony PRS-T2 oder PocketBook 622).

Berührendes

Im Gegensatz zum Kindle Touch, bei dem die Touchgesten per Infrarot erfasst wurden, hat der Paperwhite ein richtiges Touchdisplay, was nur noch auf Berührung reagiert. Das heißt, dass er nicht mehr ganz so oft zuviel blättert, wenn der Finger nur kurz über der Oberfläche schwebt. Auch ist der Bildschirm nicht mehr so tief ins Gehäuse eingebaut, was unter anderem dafür sorgt, das der Paperwhite nicht mehr so wuchtig wirkt. Ein Nachteil der neuen Touch-Technologie ist allerdings, dass der Paperwhite draußen in der Kälte nur noch mit speziellen Handschuhen bedient werden kann.

Wasserspiele

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass mit dem Paperwhite nun auch in der Wanne gelesen werden kann, sofern er in einem Druckverschlussbeutel steckt. Die IR-Technik des Kindle Touchs war in diesem Fall unbrauchbar, da bei ihm die Folie für Fehlinterpretationen gesorgt hat. Ich habe mal ein kurzes Video vorbereitet:

Wie im Video zu sehen, kann der Paperwhite auch schon mal versenkt werden, allerdings erkennt der Bildschirm unter Wasser auch keine Eingaben mehr, da das Wasser an gleichzeitig mehreren Stellen aufs Display drückt.

Beleuchtung

Beim Paperwhite sollte der Name Programm sein, allerdings hat es Amazon das nicht wirklich geschafft. Wie in verschiedenen Foren zu lesen ist, hat Amazon große Probleme mit Wolkenbildungen und unregelmäßiger Beleuchtung. Das finde ich ziemlich peinlich, da Amazon bei der Produktvorstellung des Gerätes ziemlich herumgetöst hatte, dass der Paperwhite die gleichmäßigste Beleuchtung hat. Dass das besser geht, zeigt unter anderem der Cybook HD Frontlight.

Noch während ich auf das Gerät wartete, befürchtete ich, ein Gerät mit starker Bewölkung zu bekommen. Glücklicherweise hält sich die Wolkenbildung bei meinem Gerät in Grenzen.

Kindle Paperwhite - leichte Bewölkung

Obwohl sie nur sehr schwach ist, nehme ich die ganz leichten Farbunterschiede  dennoch wahr, wenn ich mich drauf konzentriere. Beim vertieften Lesen bemerke ich meist davon nichts mehr. Genauso wie ich dann nicht mehr auf dieses gitterartige Muster am unteren Bildrand achte. Eher stört mich noch der helle Streifen links unten, der etwas mehr Licht durchlässt.

Vergleich mit Aufstecklampen

Mich hat natürlich interessiert, wie sich die Aufstecklampen gegen die eingebaute Beleuchtung schlagen werden. Also habe ich die EasyACC-Lampe an den Kindle Touch angesteckt und sie auf volle Pulle gestellt. Den Paperwhite ebenso:

Kindle Paperwhite vs. Kindle Touch - EasyACC-Leuchte vs. eingebaute Beleuchtung

Und dann gleich nochmal die LED_Leselampe von WEDO:
Kindle Paperwhite vs. Kindle Touch - WEDO LED Leselicht vs. eingebaute Beleuchtung

Ich habe bei beiden Lampen versucht, die Helligkeit des Paperwhites so einzustellen, dass sie in etwa der Helligkeit der jeweiligen Lampe entspricht. Wie zu erwarten, leuchtet der Paperwhite das Display gleichmäßiger aus.

Benutzeroberfläche

Der Paperwhite kommt mit einer neuen Oberfläche, die mit Firmwareupdate 5.3.2 nun auch auf dem Kindle Touch Einzug gehalten hat. Neu ist die Coveransicht auf der Startseite, der direkte Zugriff aufs Archiv (jetzt Cloud genannt) und die Berechnung des Lesefortschritts.

Kindle Paperwhite vs. Kindle Touch - Coveransicht

Letztere Funktion ist dann hilfreich, wenn man wissen möchte, wie lang das Kapitel noch ist. Anfangs fand ich diese Information eher überflüssig, aber ich muss sagen, es hat schon was, zu wissen, wie lange man noch lesen muss, um das Kapitel abzuschließen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich der Lesefortschritt immer wieder in den Vordergrund drängelt, auch wenn man in den Buchoptionen explizit eingestellt hat, dass die Positionen statt des Lesefortschritts angezeigt werden sollen. Möglicherweise ist dies ein Bug.

Neue Schriften

Amazon hat dem Paperwhite drei zusätzliche Schriften spendiert.  Im Einzelnen sind dies Baskerville, Futura (die auch als Schriftart fürs Menü benutzt wird) und Palatino. Die bereits vorhandenen wurden umbenannt in Caecilia (vorher Normal), Caecilia Condensed (vorher Schmal) und Helvetica (vorher Sans Serif).

Kindle Paperwhite vs. Kindle Touch - Schriftgrößenvergleich

Die Schriftgrößen sind im Gegensatz zum Kindle Touch etwas verfeinert worden. So entspricht Größe fünf in etwa der Größe vier des Kindle Touchs. Und auch die maximale Schriftgröße ist kleiner als die des Touchs.

Kindle Paperwhite vs. Kindle Touch - Schriftgrößenvergleich (maximal)

Und sonst so?

Dass die Beleuchtung des Paperwhites auch auf der kleinsten Helligkeitsstufe ständig eingeschaltet bleibt, dürfte bekannt sein. Sie wird lediglich abgeschaltet, wenn der Reader per USB an den Rechner angeschlossen wird oder wenn das Gerät in den Standby geht.

Wie auch der Kindle Touch wird die Bildschirmseite alle sechs Blättervorgänge komplett aufgefrischt. Nur bei Temperaturen über (ich schätze 25°C) wird die Seite bei jedem Blättervorgang aufgefrischt. Solange, bis die Temperatur des Displays wieder absinkt. Bei Minusgraden reagiert er ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass der Blättervogang sehr zäh wird.  Das ist übrigens auch beim Kindle Touch so.

Ein Screenshot der Oberfläche lässt sich nun erstellen, indem gleichzeitig die Ecken links unten und rechts oben berührt werden. Die Bilder werden im Hauptverzeichnis des internen Speichers als PNG abgelegt.

Die passende Hülle

Letztes Jahr habe ich noch geschrieben, dass ich die eReader gern ohne Hülle benutze. Mittlerweile sehe ich das etwas anders, gerade auch durch meine Erfahrung im letzten Urlaub. Und auch, weil ich damals schlechte Erfahrungen mit einer Billighülle gemacht habe, die ihre Inhaltsstoffe in die Gummirückseite des Gerätes abgegeben hat, habe ich mir diesmal gleich die Originalhülle von Amazon dazu bestellt. Außerdem hat mich die Funktion interessiert, bei der das Gerät das Auf- und Zuklappen der Hülle erkennt und jeweils aus- bzw. eingeschaltet wird.

Kindle Paperwhite - Originalhülle geschlossen

Wie die Hülle des Vorgängers ist auch diese Hülle außen mit Leder bezogen. Allerdings ist es diesmal offenbar leicht unterfüttert, was sie angenehmer in der Hand halten lässt. Es könnte auch sein, dass das Gefühl der Unterfütterung von der gleichmäßigen Struktur der Hülle kommt, die ins Leder gestanzt wurde.

Kindle Paperwhite - Oberfläche der Originalhülle

Im Vergleich zur Originalhülle des Vorgängers sorgt ein Magnet nun dafür, dass der Deckel zugeklappt bleibt. Allerdings ist er nicht sehr stark, was wohl daran liegt, dass der Magnet überwiegend auf dem Gummi der Umrandung aufliegt.

Die Innenseite der Hülle ist mit einem dunkelgrauen Stoff bespannt, auf dem ein großer Kindle-Schriftzug prangt.

Kindle Paperwhite - Deckel der Originalhülle innen

Wie bei Amazon üblich wird der Reader in eine Gummischale gepfropft, in der er absolut sicher sitzt.

Kindle Paperwhite - in Originalhülle

Das Aus- bzw. Einschalten des Paperwhites mit dieser Hülle funktioniert in der Regel problemlos. Toll finde ich, dass der Reader auch gleich wieder das Licht in der zuletzt benutzten Helligkeitsstufe einschaltet. Das konnte der Cybook HD-Frontlight leider nicht.

Insgesamt bin ich von dieser Hülle recht angetan. Der Preis von rund 35 € ist in meinen Augen allerdings etwas zu hoch angesetzt, wenngleich ich froh bin, nicht die 55 € für die Hülle des Vorgängers ausgegeben zu haben. Die Hülle erhöht das Gewicht des Paperwhites um rund 130 g auf ca. 340 g.

Wenn man das Auf- und Zuklappen der Hülle aus lauter Freude übertreibt, kann der Paperwhite allerdings schon mal durcheinander kommen und sich im schlimmsten Fall aufhängen oder trotz Standby die Beleuchtung eingeschaltet lassen. Dann muss die Powertaste ungefähr 20s lang gedrückt werden, damit das Gerät einen Reset durchführt. Danach sollte er wieder normal funktionieren.

Alternative Hüllen

Wer eine alternative Hülle benutzen möchte, kann auf Hüllen für den Kindle Touch zurückgreifen. Hier ein Beispiel mit der Hülle von Duragadget:

Kindle Paperwhite in Duragadgethülle für Kindle Touch (seitlich gesehen)

Allerdings ist es wichtig, drauf zu achten, dass die Hülle keinen Magnetverschluss direkt über dem Gehäuse des Paperwhites hat. Dann kann es passieren, dass das Gerät nicht zuverlässig erkennt, ob die Hülle auf- oder zugeklappt ist. Mit der schwarzen Hülle für den Kindle Touch habe ich dies beobachtet. Die Duragadgethülle funktioniert allerdings tadellos, da sich hier der Magnetverschluss an der Rückseite der Hülle befindet.

Weitere preiswerte Hüllen für den neuen und alten Paperwite habe ich in diesem Artikel getestet.

Kaufen oder nicht kaufen?

Wer öfter im Dunklen oder Halbdunklen lesen und auf Aufstecklampen verzichten möchte, oder wer das Gerät mit in die Badewanne nehmen möchte, macht mit dem Paperwhite nichts verkehrt.  Allerdings kann es durchaus sein, dass der Paperwhite mehrmals umgetauscht werden muss, bis das Gerät den eigenen Ansprüchen genügt. Bei Amazon ist das in der Regel aber kein Problem.

Wer bereits einen Kindle Touch (oder einen anderen eReader mit Pearl e-Ink-Display) hat, mit ihm zufrieden ist und nicht zwingend im Dämmerlicht lesen will, sollte ihn einfach behalten und sich über das ausgereifte Gerät freuen. So groß ist der qualitative Unterschied zum Paperwhite dann auch wieder nicht, dass es sich lohnt, nur aufgrund der Beleuchtung zu ihm zu wechseln.

Zusammenfassung

Das könnte für den Amazon Kindle Paperwhite sprechen

  • Beleuchtung
  • Bedienung per Berührung
  • Wörterbücher enthalten
  • Gerät kann gegen fremden Zugriff gesperrt werden
  • eBooks landen per WLAN auf dem Gerät
  • Funktioniert auch im ZipLock-Beutel
  • einfache Shopanbindung
  • Gibts auch mit Mobilfunkkarte, um unterwegs eBooks zu kaufen, auch wenn kein WLAN zur Verfügung steht
  • Etwas preiswerter als der Nachfolger

Das könnte gegen den Amazon Kindle Paperwhite sprechen

  • Bildschirm bei eingeschalteter Beleuchtung teilweise wolkig
  • Enge Bindung am Amazon
  • eBooks im EPUB-Format können ohne Hilfsmittel nicht dargestellt werden
  • Keine Unterstützung der eBooks aus der Onleihe

Fazit

topAuch wenn der Paperwhite mitnichten über das gleichmäßige Display verfügt, mit dem Amazon ihn bewirbt, ist er doch ein tolles Gerät. Mir gefällt die neue Oberfläche, denn sie ist durchdachter. So befinden sich alle Einstellungen im Menü nun oben statt vorher unten und oben. Das erleichtert die Bedienung erheblich, da man nicht immer überlegen muss, ob man für die Schriftänderung nun nach oben oder unten greifen muss. Die eingebaute Beleuchtung ist natürlich klasse fürs Lesen im Halbdunkel oder bei völliger Dunkelheit, aber das war ja vorher klar. Insgesamt passt der Paperwhite wieder perfekt ins Amazon-Ökosystem. Gäbe es die Hülle nicht, die ihn beim Zuklappen aus- und beim Aufklappen einschaltet, wäre ich beim Kindle Touch geblieben. Aber so ist er für mich momentan das passendste Gerät.

Datenblatt aufrufen

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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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26 Kommentare

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. Manuel sagt:

    Ich habe mir jetzt auch erstmals einen Kindle zugelegt. Die angesprochenen Farbunterschiede konnte ich beim Paperwhite 3G auch nachvollziehen. Weiß man etwas genaueres darüber ob die Geräte der neusten Serie absolut fehlerfrei sind?
    Insgesamt gefällt er mir aber auch ausgezeichnet. Eine Frage noch zur Hülle: macht sich das Gewicht stark bemerkbar? Ich lese oft in der Bahn so dass dort das Gewicht schon deutlich ins Gewicht ;-) fällt.

    • Michael sagt:

      Ich glaube, absolut fehlerfrei ist kein Gerät. Man muss es eben ausprobieren inwiefern man bereit ist, mit der angebotenen Qualität einverstanden zu sein. Wenns passt, ok, wenn nicht, dann heißt es eben umtauschen. Ich habe von Leuten gelesen, die ihren Paperwhite 5-6 mal umgetauscht haben, bis sie endlich zufrieden waren. Bei mir ist es nicht so schlimm, ich kann damit leben (aber ich habe auch keine Lust auf diese Umtauscherei). Mein Kindle ist übrigens einer aus der neueren 503er Serie.

      Zum Gewicht: Wenn du es ertragen kannst, in etwa anderthalb Tafeln Schokolade mitzuschleppen, dann sollte dich das Gewicht nicht herunterziehen. Mit Hülle wiegt der Paperwhite 340g und ohne 210g.

  2. Yvonne sagt:

    Hallo. gibt es eine Möglichkeit, die „Gelesen“-Markierung von Calibre auf den PAperwhite bei den Büchern zu übertragen?

    LG, Yvonne

  3. egal sagt:

    Hallo, Danke für die tolle Seite. Ich habe seit wenigen Tagen den Paperwhite und habe mit Calibre auch bereits ein paar Dateien (mobi-Format) übertragen. Diese landen alle unter „Meine Inhalte / Dokumente“ – gibt es eine Möglichkeit dies zu ändern, so dass eine Datei zum Beispiel unter „Meine Inhalte / Zeitschriften“ angezeigt wird?

  4. Manu sagt:

    Hallo Michael,

    ich darf seit Samstag einen Paperwight mein eigen nennen und habe eine Frage zum „Screensaver“. Kann man da andere Bilder einstellen? Oder muss man gezwungenermaßen die Bilder nehmen, die einem von Amzon zur Verfügung gestellt werden? Beim Sony PRS-T2 wird zum Beispiel das Cover des zurzeit gelesenen Buches verwendet. Finde ich persönlich schöner.

    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße

    P.S. = und ein generelles Danke für den tollen Blog, der mir schon viele nützliche und lesenswerte Informationen geliefert hat :)

    • Michael sagt:

      Nein, das Verwenden eigener Bilder geht bei den Kindles generell nicht. Hat mich beim Kindle Touch vorher auch ein wenig gestört. Beim Paperwhite habe ich ja die Hülle, die das Gerät ausschaltet, wenn sie zugeklappt wird. Da sehe ich das Bild nur meist kurz, wenn ich ihn aufklappe.

      • Manu sagt:

        Ah vielen Dank für die schnelle Antwort. Aber jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, wie genau die Technik mit der Erkennung der Hülle funktioniert. Ich habe nämlich Von meinem alten Sony Ebook noch eine Hülle übrig, in die der Paperwhite von der Größe her wunderbar rein paßt, da er an den Ecken mit Gummis festgehalten wird. Nur leider funktioniert die Erkennung so gar nicht. liegt es daran, dass die Hülle nicht richtig schließt? Oder muß man gar die Erkennung erst irgendwo einstellen?

        • Michael sagt:

          Die Hülle muss an einer bestimmten Stelle einen Magneten haben, den das Gerät erkennt. Ob es der ist, mit dem sich die Hülle auch schließen lässt, weiss ich nicht. Eine Hülle für den Kindle Touch, die einen Magnetverschluss hatte, ist das Gerät allerdings immer aus dem Tritt gekommen. Hab ich oben im Testbericht beschrieben.

  5. Moni sagt:

    Servus Michael,

    seit einer Woche beschäftige ich mich fast ausschliesslich mit E-readern und habe (fast?) alle Deine Berichte gelesen und sie ab und zu sogar verstanden.

    Damit habe ich schon gesagt, dass ich ein vollkommener Technikbanause bin. Wegen Platzmangels und Ersparnissen möchte ich mir nun einen E-reader zulegen und liebäugle mit den Kindle Paperwhite da meine Lieblingslektüre englische Klassiker sind. Ich habe drei Fragen:
    habe ich mit Kindle Zugriff auf Amazon Uk Co?
    und muss ich mich tatsächlich mit WLan einmal einwählen? In einigen Foren habe ich gelesen, dass man dies auch vergessen dürfe. Stimmt das?
    In Deinem Bericht „E-reader für Banausen“ las ich, dass Du den Kindle empfiehlst. Ist Deine Meinung unverändert?

    Schon jetzt vielen Dank
    Moni

    • Michael sagt:

      habe ich mit Kindle Zugriff auf Amazon Uk Co?

      Nur wenn du ein entsprechendes Konto bei Amazon.uk.co hast. Englische eBooks gibts jedoch auch im deutschen Store, wenngleich manchmal auch mit anderen Preisen, wie ich mir habe sagen lassen.

      und muss ich mich tatsächlich mit WLan einmal einwählen?

      Das musst du nicht, wenn du deine eBooks nicht bei Amazon kaufst. Denn über WLAN landen die Bücher, die du per PC bei Amazon gekauft hast, auf dem Kindle. Macht aber wenig Sinn, sich einen Kindle zu kaufen, ihn dann aber nicht für eBooks von Amazon zu nutzen. eBooks von anderen Anbietern lassen sich jederzeit im MOBI-Format via mitgeliefertem USB-Kabel an das Gerät übertragen.

      In Deinem Bericht “E-reader für Banausen” las ich, dass Du den Kindle empfiehlst.

      Wüsste nicht, dass ich einen derartigen Artikel geschrieben habe. Welchen meinst du denn genau?

  6. Moni sagt:

    Hallo Michael,

    Tausend Dank für die rasche, ausführliche und sehr hilfreiche Antwort.
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, blieben mir noch die downloads vom project Gutenberg beim Kindle. Besser als gar nichts.

    Mit Technik hast du nicht viel am Hut? Dir ist ein bequemer Zugang zum eBook-Shop sehr wichtig und du möchtest keine eBooks aus der Onleihe leihen? aus „Welcher eRader ist der Richtige für mich“. Auf diesem Artikel basiert meine Vorliebe für Kindle.

    Nochmals besten Dank.
    Moni

  7. Wolfgang sagt:

    Hallo,
    guter Test des Kindle Paperwhite. Offensichtlich gibt es große Qualitätsunterschiede, was das Display des Paperwhite betrifft. Mein Exemplar, in den USA für $ 119,99 gekauft, entspricht dem Amazon-Werbeversprechen, d.h. die dargestellten Display-Mängel wie Wolkenbildung, ungleichmäßige Ausleuchtung, Gitterbildung und Schattenbildung der LED am unteren Rand sind bei meinem Gerät, trotz Fielmann-Brille, nicht feststellbar. Auch die helle Stelle am unteren linken Rand ist bei direkter Aufsicht bei einem Winkel von 90° nicht erkennbar. Lediglich bei schrägem Blickwinkel von weniger als 30° kann man erkennen, daß der linke Rand auf einer Länge von ca. 50% des Displays geringfügig heller beleuchtet ist. Von der Display-Ausleuchtung finde ich mein Exemplar perfekt.

  8. Mathias sagt:

    Hi,
    der Bericht hat zwar schon ein paar Tage hinter sich, aber vielleicht interessiert’s trotzdem:
    die Anzeige „verbleibende Zeit im Buch“ bzw. „im Kapitel“ bzw. „Position“ verstellt sich nicht von selber, sondern indem man drauf“toucht“ – ist also durchaus intuitiv, wenn man es weiß.

    Die Invertierung des Bildschirms habe ich (wie zuvor auch schon beim Kindle 4) auf „jede Seite“ eingestellt – so bleiben die Schriften immer schön scharf und bisher kann ich keinerlei Schatten feststellen. Die Invertierung geht auch deutlich schneller als beim Kindle 4 (geschätzt: <0,5 sek), die Zeit braucht mein Auge sowieso, um wieder nach oben zu hüpfen ;-)

    Ausleuchtung ist bei mir bestens.

    Manko ist in meinen Augen ebenfalls, dass man die Sammlungen nicht in der Cloud erstellen kann und alles automatisch synchronisiert wird.

  9. Willi sagt:

    Hallo Michael,

    dankeschön, dass wir von deiner Liebe zu eBooks & eBooks-Readern profitieren dürfen!

    Nach deiner Beschreibung finde ich den Kindle Paperwhite am symphatischsten, wenn da nicht die Beschränkung auf Amazon-Bücher wäre …

    Dazu ein paar Fragen als Laie. Einerseits lese ich, dass mit dem Reader nur bei Amazon gekaufte Bücher zu lesen sind; andrerseits unterstützt er etwa 13 Formate. Was habe ich von dieser Format-Vielfalt, wenn doch alle lesbaren eBooks vom selben Hersteller & Händler (Amazon) kommen? Würde so gesehen nicht ein Einheits-Format reichen ?

    Oder kann ich doch andere (nicht von Amazon stammende) eBooks mit bestimmten Programmen kompatibel machen fürs Lesen auf diesem Gerät? Wenn ja: in welchem Umfang?

    Und wie ist es bitte mit PDF-Dokumenten auf meinem Computer: kann ich sie per Kabel an den Reader senden und dann lesen?

    Im Voraus danke für deinen Service!

    Willi

    • Michael sagt:

      Amazon flunkert hier bei der Werbung, denn natürlich unterstützt der Kindle weder Bilder noch Doc-Dateien direkt. All diese Formate, die das Gerät nicht direkt unterstützt, kannst du per Mail an deine Kindle-E-Mailadresse schicken. Amazon wandelt diese dann in für den Kindle lesbare Formate um und lädt sie auf deinen Paperwhite. Ansonsten, wenn du DRM-freie eBooks hast, kannst du sie auch umwandeln. Wie das geht, steht hier. Und zu PDF-Dokumenten habe ich auch mal was geschrieben.

  10. Willi sagt:

    Dankeschön für deine Klarstellung.

    Für’s Gewichten meiner Pro & Contra-Kaufentscheids-Argumente wäre mir eine Vergleichszahl hilfreich: Wie hoch etwa ist derzeit der Anteil der DRM-verschlüsselten Bücher auf dem eBook-Markt?

    Ist für die Zukunft eine Tendenz zu mehr verschlüsselten oder zu mehr freien eBooks erkennbar?

    Kann ich mir als Noch-nicht-Paperwhite-Besitzer das Angebot im Kindle Shop schon mal angucken?

    Beste Grüße, Willi

    • Michael sagt:

      Wie hoch etwa ist derzeit der Anteil der DRM-verschlüsselten Bücher auf dem eBook-Markt?

      Geschätzt vielleicht um die 70-80%.

      Ist für die Zukunft eine Tendenz zu mehr verschlüsselten oder zu mehr freien eBooks erkennbar?

      Der Trend geht wohl zu weichem DRM, in dem die eBooks zwar überall lesbar sind, im Buch aber unsichtbar einige persönliche Daten abgelegt sind. Wie es allerdings bei Amazon ist, weiß ich nicht.

      Kann ich mir als Noch-nicht-Paperwhite-Besitzer das Angebot im Kindle Shop schon mal angucken?

      Klar, einfach mal beim Amazon in der Kindleecke schauen. Amazon hat m.E. den umfangreichsten Katalog von allen, da hier auch viele Selfpublisher veröffentlichen.

  11. Manu sagt:

    Ich würde hier gern noch mein Argument für den Wechsel vom Sony PRS-T2 zum Kindle Paperwight einwerfen. Da ich hauptsächlich in Englisch lese, war für mich die Auswahl im Amazon Kindle-Shop entscheident. Viele Bücher erscheinen im englischen aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung gleich als Taschenbuch für kleines Geld. Diese Bücher habe ich, als ich noch den Sony hatte, in verschiedenden deutschen Online Buchläden gesucht. Wenn es sie überhaupt gab dann, aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung, zu abeteuerlichen Preisen. Das beste Beispiel ist hier wohl ein Buch, das bei Amazon für 6.37 Euro kosten sollte, war in einem anderen Online Laden mit 23,16 Euro gepreist! Und da ich auf dem Kindle meine alten e-pubs nach der Konvertierung immer noch lesen kann, fiel für mich recht schnell die Entscheidung zum Wechsel.

    Viele Grüße

    Manu

  12. Willi sagt:

    Seit gestern – da habe ich einen Kindle Paperwhite bestellt – ist der E-Book-Markt für mich relevant und interessant. Meine erste Entdeckung ist eine – so nicht erwartete – positive Überraschung.

    Ich blättere im Prospekt der Deutschen Bibelgesellschaft (www.dbg.de), guck mir die E-Book-Seite genauer an und stelle staunend fest: sowohl die Luther als auch die Gute Nachricht Bibel werden wahlweise im EPUP-Format und MOBI-Format angeboten.

    Dieses Doppel-Angebot finde ich vorbildlich. Die derzeitigen Gegebenheiten auf dem E-Book-Markt (speziell die Abgrenz-Tendenzen durch unterschiedliche Formate) werden akzeptiert – und gleichzeitig so zu Produkten verarbeitet, dass kein Interessierter wegen eines Formats außen vor bleiben muss. Auf provinzielles Geschäftsgebaren wird verzichtet, die unterschiedlichen Kundenwünsche werden toleriert, ein sympathisch-weltoffenes Klima verbreitet sich.

    Könnte dieses Geschäftsmodell nicht Schule machen? Ist es nicht nachahmenswert?

    Siehst du, Michael, als profunder Kenner der E-Book-Szene Möglichkeiten, diesbezüglich deinen Einfluss positiv geltend zu machen ?

    Willi

  13. Kinderdok sagt:

    Hallo, danke fuer deinen Bericht, nachdem mein Alter Kindle Touch von meiner Tochter „kassiert“ wurde und ich zwischenzeitlich mit dem Tolino untreu wurde, habe ich mir nun den neuesten Paperwhite geholt. Begeisterung.
    Sag mal, wie stelle ich den denn ein, dass er mir auf dem Homebildschirm die Sammlungen anzeigt und nicht die einzelnen Buchtitel? So kannte ich das noch vom alten Touch, finde aber jetzt nicht die passende Menueinstellung. Ideen?

  14. Thönes Bernhard sagt:

    Hallo Michael,
    ich habe mehrere Bücher von einer Freundin überlassen bekommen. Diese Bücher kann ich über Calibre auf meinen Paperwhite übertragen. Sie erscheinen auch im Bereich Geräte. Wie kann ich die Bücher in die Cloud übernehmen?

    Gruss Bernhard

  15. Claudia Wolf sagt:

    Ich habe den Kindle PW und meine Mutter den „Normalen“ kindle, beide verwalte ich über Calibre. Da ich 3 Monate ohne PC war (Umzug auf die PHilippinen), hat sich da einiges angesammelt. Als erstes Calibre Update von 1.6 auf 1.14. Und mir fehlt der Button Kindle Collections (mit dem ich die Bücher zumindest bei Muttis kindle in Sammlungen sortieren konnte).
    Gibt es immer noch keine Möglichkeit, die Büchersammlungen von calibre auf Kindle PW zu übertragen? von mir aus mit Umweg über Kindle für PC? Bei 890 sortierten Büchern wäre das schon hilfreich, vor allem, da ich jetzt den neuen PW bekomme und meiner Mutter den alten PW überlasse!
    Ich hoffe, Du hast eine positive Antwort für mich??!!
    LG Claudia

  16. Claudia Wolf sagt:

    Ich habe den Kindle PW und meine Mutter den “Normalen” kindle, beide verwalte ich über Calibre. Da ich 3 Monate ohne PC war (Umzug auf die PHilippinen), hat sich da einiges angesammelt. Als erstes Calibre Update von 1.6 auf 1.14. Und mir fehlt der Button Kindle Collections (mit dem ich die Bücher zumindest bei Muttis kindle in Sammlungen sortieren konnte).
    Gibt es immer noch keine Möglichkeit, die Büchersammlungen von calibre auf Kindle PW zu übertragen? von mir aus mit Umweg über Kindle für PC? Bei 890 sortierten Büchern wäre das schon hilfreich, vor allem, da ich jetzt den neuen PW bekomme und meiner Mutter den alten PW überlasse!
    Ich hoffe, Du hast eine positive Antwort für mich??!!
    LG Claudia

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