EasyACC Lightpanel – Anstecklampe für eReader

  • 3. Dezember 2012 - Aktualsiert am 28. Oktober 2016
  • von Michael
  • 10 Antworten

Vor einiger Zeit habe ich ja bereits einige Anstecklampen für eReader gestestet. Im eReaderforum habe ich vom EasyACC Lightpanel gelesen, welches Ulrich auch in den Kommentaren zu obigen Artikel erwähnt hat. Also habe ich mir die Lampe mal bestellt und sie in den letzten Nächten ausprobiert.

iLumaLight

Die Lampe ist rund 10cm lang, was heisst, dass sie locker quer über die Schmalseite eines 6″-Displays geklammert werden kann. Sie sitzt nicht bombenfest, fällt allerdings auch nicht ab, sofern der mitgelieferte Silikonüberzug über die längere Backe gezogen wird. Vorneherum nimmt die Lampe nicht so viel Platz weg, sodass sie auch an Reader mit schmalem Gehäuse passt, wie den Sony PRS-T2.

Drei LEDs beleuchten das Display, wobei eine Art Linse dafür sorgt, dass das Licht ziemlich gleichmäßig aufs Display verteilt wird. Ein Nebeneffekt ist, dass die Lampe praktisch blendfrei arbeitet, solange man nicht direkt reinschaut. Und das geht nur, indem man direkt von unten reinblickt. Kommt also normalerweise nicht vor.

Eingeschaltet wird die Lampe über einen Drehschalter, welcher gleichzeitig die Helligkeit regelt. Das erinnert ein wenig an Volumeschalter älterer Radios.

iLumaLight - Schalter und Anschluss

Anders als bei den anderen Lampen ist hier der Akku direkt eingebaut. Er kann über ein mitgeliefertes Mini-USB-Kabel auch am Rechner aufgeladen werden. Oder eben über ein USB-Netzteil. Hier wäre es praktischer gewesen, wenn der Hersteller statt des Mini-USB-Steckers einen Micro-USB-Stecker verwendet hätte, wie ihn auch die eReader selbst haben. So hat man noch ein Kabel mehr herumliegen, welches schneller mal verloren gehen kann.

Wie oben erwähnt sorgt die breite der Lampe dafür, dass sie das Display recht gleichmäßig ausleuchtet. Standardmäßig allerdings überwiegend den oberen Teil des Bildschirms. Hier ein Beispiel mit meinem Kindle Touch:

iLumaLight - Ausleuchtung an Kindle Touch

Auch wenn das hier ziemlich ungleichmäßig ausschaut, stört es beim Lesen nicht wirklich. Grund ist, dass unsere Augen dunkleren Bereiche besser auflösen können als zu helle. Dennoch kann man das Licht mit einer kleinen Modifikation der Lampe noch gleichmäßiger über das Display streichen lassen. Das geht mit einem kleinen Stück Pappe, welches zwischen eReader Vorderseite und Lampe geklemmt wird:

iLumaLight - Ausleuchtung an Kindle Touch (modifiziert)

Wie zu sehen ist, beleuchtet die Lampe dann allerdings auch stärker die Umgebung. Ohne Modifikation bleibt das Licht wirklich nur auf den Bereich unterhalb des eReaders beschänkt. Aber wie schon geschrieben, kann man auch ohne Modifikation sehr gut lesen.

Ich möchte allerdings auch nicht verschweigen, was ich als Nachteil empfinde. Durch den sehr flachen Einfallswinkel des Lichts werden Fusseln, die sich unweigerlich auf dem Bildschirm absetzen, hervorragend beleuchtet:

iLumaLight - Von oben beleuchtete Fusseln

Das nervt beim Lesen bisweilen, da jeder Wisch über den Bildschirm unweigerlich weiterblättert. Zumindest bei Geräten mit Touchbildschirm. Dann muss man den Reader kurz ausschalten, das Display reinigen und kann dann weiterlesen. Da haben es Nutzer eines PocketBook 613 einfacher.

Das Lesen im Querformat ist beim Kindle (und möglicherweise auch beim Sony) etwas unhandlich, da er der Bildschirminhalt nur in eine Richtung gedreht werden kann. Beim Kindle muss man dann immer über die Lampe greifen, um weiterzublättern. Beim den PocketBooks ist das einfacher, da man bei ihnen frei wählen kann in welche Richtung sich der Bildschirminhalt drehen soll und man die Lampe einfach an der anderen Seite befestigt.

Fazit: Obwohl das EasyACC Lightpanel mit rund 19 € nicht zu den preiswerten Lampen zählt, erfüllt sie ihren Zweck sehr gut. Gefallen hat mir, dass sie nicht blendet (und da bin ich sehr empfindlich) und dass die Helligkeit stufenlos geregelt werden kann. Die beleuchteten Fusseln nehme ich dafür in Kauf und auch den Mini-USB-Anschluss. Ich kann die Lampe daher empfehlen, zumindest wenn der eReader eine graues oder schwarzes Gehäuse hat. Für eReader mit weißem Gehäuse eignet sich die Lampe weniger, da sie die Einfassung des Displays störend  hell beleuchtet.

iLumaLight - Ausleuchtung an PocketBook 622 mit weissem Gehaeuse

Update vom 21.08.2013:
Momentan ist diese Lampe bei Amazon ausverkauft. Eine Alternative, die ähnlich gut nach unten abstrahlt, ist die breite Kandle, die ich in meinem anderen Leselampentest ausprobiert hatte.

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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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10 Kommentare

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. hannes sagt:

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, dem ich ein sehr praktisches Weihnachtsgeschenk zu verdanken habe (sollte allerdings eigentlich für meine Frau sein ;-)).
    Wir nehmen den Reader gern mal mit in die Sauna, und dort sind die Leute im Ruheraum überhaupt nicht begeistert, wenn man sie mit Lampen nervt. Bei dieser besteht keine Gefahr.
    Sie klemmt auch relativ sicher am Reader.
    Die Fussel kann ich von meinem Pocketbook 613 prima abwischen.
    Aber sooo viele habe ich garnicht drauf tztztztz, Michael!

    Für meine Frau werden wir dann wohl ein zweites Lämpchen bestellen müssen. :-)

  2. Sabine sagt:

    Ich möchte mich auch für den tollen Bericht bedanken und hätte da noch eine Frage. Ich besitze ebenfalls den weißen Pocketbook Touch Reader und habe dafür die Hülle von Pocketbook. Liese sich die Lampe auch noch an den Reader klemmen wenn die Hülle darum ist? Durch die schwarze Hülle würde die Lampe ja dann etwas weniger blenden nehme ich an?
    LG
    Sabine

    • Michael sagt:

      Nein, an die Hülle passt die Lampe dann nicht mehr. Es ist ja auch nicht wirklich der weiße Rand als solches, der blendet, sondern nur der Teil, der direkt ums Display herum ist. Du kannst es ja trotzdem versuchen und wenns dich stört, schickst du die Lampe einfach zurück.

  3. Sabine sagt:

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann bleibe ich lieber solange bei meiner Buchleselampe, bis es eine passende gibt, die auch an die Hülle passt.
    LG
    Sabine

    • Michael sagt:

      Ich schätze, das wird nicht so einfach, da sich die Lampen meistens zu wenig aufklappen lassen, um neben dem Reader auch noch die Hülle mit aufzunehmen. Da haben die Hersteller leider nicht so ganz mitgedacht. Ich bin gestern durch Zufall auf eine Lampe gestoßen, die möglicherweise auch auf eine Hülle passt. Zumindest nach Aussage des einen Bewerters bei Amazon.
      Wenn du sie bestellst, wäre ich dankbar für eine Rückmeldung, ob die Lampe tatsächlich an einer Hülle angeclipst werden kann.

      • Torsten sagt:

        Hallo.
        Ich habe nach meinem Reinfall mit der ACC-Lampe vom Weihnachtsman die libri-x geschenkt bekommen. Leider finde ich sie für mein Pocketbook nicht passend.
        Bei Interesse gebe ich sie gern für 10 Euro + Versand ab.

  4. Sabine sagt:

    Die sieht gut aus! Ich werde die Lampe mal bestellen und dir dann berichten. Derzeit nutze ich das „Lumi Leselicht“, die Lampe lässt sich an die Rückseite der Hülle klemmen und ist somit ganz gut verwendbar. Lediglich das Flackern der LED ist seher störend.

  5. Torsten sagt:

    Ich habe mir ebenfalls das EasyACC Lightpanel für mein Pocketbook bestellt – siehe meine (sehr großzügige) 3 Sterne Bewertung bei Amazon.

    Schaut man sich genauer die Fotos an, dann sind auf dem Gehäuse-Rahmen direkt unter der Lampe deutliche Schatten zu erkennen, welche sich – zumindest bei mir – auch auf dem Panel zeigten, und beim Lesen stark störten. Es ist mir schleierhaft, warum diese Schatten auf den obigen Fotos nicht zu sehen sind!
    Die Reflexionen der drei LEDs auf dem Panel meines Pocketbooks waren beim lesen jedenfalls nicht akzeptabel – in einer Antwort-EMAIL hat mir ACC dann bestätigt, dass das Licht *exclusiv* für den Kindle entwickelt wurde. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie man diese Reflexionen bei einem Kindle vermeidet.

    Ehrlich gesagt finde ich es nicht nachvollziehbar wie man diese Leuchte mit gutem Gewissen empfehlen kann, wenn man im selben Beitrag auch noch Bastelanleitungen mit Papp-Unterlagen gibt, um genau diese Reflexionen zumindest abzuschwächen.

    Meine Empfehlung: Belkin-Lampe.

    Natürlich hat die Lampe viele Vorteile – Insbesondere der Akku und die kompakte Bauform.
    Was das Handling und die Ausleuchtung betrifft kann allerdings wirklich nicht nachvollziehen, dass man für dieses Gerät eine Empfehlung ausspricht.

  6. Sebastian sagt:

    Vielen Dank für den Test, habe mir sie dank dieser Empfehlung bestellt!

    Leider kommt mein Exemplar ziemlich ramponiert daher (Vorderseite im den Schriftzug stark verkratzt), sodass ich überlege sie zurück zu schicken…
    Verkratzt eigentlich die Vorderseite des Kindles durch das auf- und abstecken der Lampe? Dort ist ja kein Silikonüberzug o.ä.
    Werde heute Abend mal die Lampe ausgiebig testen und dann entscheiden.

    Würd mich über eine Antwort freuen bzgl. meiner Frage,

    Liebe Grüße,

    Sebastian

    • Michael sagt:

      Leider kommt mein Exemplar ziemlich ramponiert daher (Vorderseite im den Schriftzug stark verkratzt), sodass ich überlege sie zurück zu schicken…

      Möglicherweise ist da noch eine Schutzfolie drauf? Wenn nicht, würde ich sie auch umtauschen.

      Verkratzt eigentlich die Vorderseite des Kindles durch das auf- und abstecken der Lampe? Dort ist ja kein Silikonüberzug

      Der Silikonüberzug sorgt m.E. nur dafür, dass die Lampe besser hält. Aber verkratzt wird da trotzdem nichts.

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