Vergleich: Kobo Aura mit Tolino Vision, Kindle Paperwhite und PocketBook Touch Lux 2

  • - Aktualsiert am
  • von Michael Sonntag
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Seit den ersten eReadern mit Beleuchtung, die vor rund anderthalb Jahren erschienen sind, wächst die Zahl der Geräte stetig. Ich vergleiche in diesem Artikel die aktuellen Topmodelle von Amazon, Kobo, PocketBook und Tolino miteinander. Alle liegen, bis auf das preiswertere Gerät von PocketBook, in der Preisklasse um 130 €.

Im Einzelnen vergleiche ich den Kobo Aura mit dem Tolino Vision, dem Kindle Paperwhite und dem PocketBook Touch Lux 2, deren Datenblätter ich unter den Modellnamen verlinkt habe.

Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Kobo Aura, Tolino Vision, Kindle Paperwhite, PocketBook Touch Lux 2 (v.l.n.r.)

Gehäuse

Der Kobo Aura ist von allen Geräten der Kleinste und mit 174 g knapp vor dem Tolino Vision, der 178 g auf die Waage bringt, das leichteste Gerät in dieser Runde. Der Vision ist dann auch das zweitkleinste Gerät, gefolgt mit rund 30 g Abstand vom Kindle Paperwhite und dem Touch Lux 2, der mit 208 g genau zwei Gramm schwerer als der Paperwhite ist.

Kobo Aura und PocketBook Touch Lux 2 haben eher eckige Gehäuse, während der Paperwhite und der Vision abgerundete und gummierte Kanten haben. Bei allen Geräten ist die Rückseite gummiert, damit sie besser in der Hand liegen. Legt man alle Geräte auf eine glatte Fläche und kippt diese an, dann rutscht der PocketBook Touch Lux 2 bei rund 17° Neigung los, der Aura bei rund 26° und die beiden anderen erst bei rund 35° Neigung. Der PocketBook Touch Lux 2 lässt sich dennoch gut halten, weil er auf der Rückseite eine kleine Wulst hat. Die erinnert ganz entfernt an die ausgeformten Griffe an Brigde- oder DSLR-Kameras.

Speicherplatz und Anschlüsse

Der Kindle Paperwhite hat mit 1 GB den kleinsten internen Speicher, gefolgt vom Tolino Vision mit 2 GB. Kobo Aura und PocketBook Touch Lux 2 bieten mit je 3 GB den größten internen Speicher. Alle Geräte, bis auf den Paperwhite, haben einen Slot für eine optionale Micro-SD-Karte in der Ausführung SDHC, die den vorhandenen Speicherplatz um bis zu 32 GB erweitern kann.

Unterseite_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Anschlüsse auf der Unterseite: Kobo Aura, Tolino Vision, Kindle Paperwhite, PocketBook Touch Lux 2 (v.o.n.u.)

Nach Anschluss an den PC werden die Karten bei Aura und PocketBook als zusätzliches Laufwerk erkannt, der Vision zeigt dann nur noch ein Laufwerk, nämlich die Speicherkarte am PC an. Der Vision hat sowieso ein paar Probleme beim Anschluss an den PC. An einigen Rechnern wird er gar nicht erkannt, an anderen nur an bestimmten USB-Anschlüssen. Das ist ziemlich enttäuschend, da es seit rund 15 Jahren USB-Geräte gibt und die Spezifikationen der Schnittstelle hinreichend bekannt sein dürften. Möglicherweise bessert der Hersteller dies mal bei einem Firmwareupdate nach.

Die Geräte von Kobo und PocketBook fragen beim Anschluss per USB an den Rechner nach, ob der Reader mit dem PC verbunden werden soll. Bei Tolino und Paperwhite entfällt diese Nachfrage. Wer diese Geräte benutzen will, obwohl sie an den PC angeschlossen sind, muss sie händisch über das Betriebssystem auswerfen. Beim PocketBook lässt sich die Abfrage in den Einstellungen unterdrücken, sodass er auch gleich beim Anschluss im passenden Modus landet.

Verarbeitung

Bei allen Geräten ist die Verarbeitungsqualität grundsätzlich sehr hoch. Es gibt keine unregelmäßigen Spaltmaße oder schief eingebauten Displays. Auch knarzt nichts, wenn man die Geräte mal etwas fester anpackt.


Bildschirm und Beleuchtung

Kobo Aura und Tolino Vision haben beide eine plane Oberfläche, d.h. das Display sitzt nicht mehr einen (oder mehr) Millimeter im Gehäuse drin. Das erinnert sehr an Smartphones oder Tablets, sieht edel aus und sorgt für eine leichtere Bedienung, da Gesten nun widerstandslos vom Rand aufs Display gewischt werden können. Außerdem vermindert es die Bildung einer Schattenkante wenn seitliches Licht auf das Display fällt. Und auch bei der nicht zu vernachlässigenden Reinigung des Gerätes ist die platte Oberfläche von Vorteil, denn nun wird der Staub nicht mehr in die Ecken des Bildschirms geschoben.

Alle Bildschirme basieren auf der E-Ink-Technologie, wobei nur der Paperwhite und der Tolino Vision auf die neuere Carta-Technologie setzen. Diese soll einen höheren Kontrast und damit ein besseres Schriftbild bieten. In der Praxis sind jedoch kaum Unterschiede zwischen allen Geräten auszumachen, wobei der Kindle Paperwhite den höchsten Schwarzwert von allen bietet.

Kobo Aura, Kindle Paperwhite und Tolino Vision setzen beim Seitenrefresh auf die Regaltechnik, die längere Blätterzyklen ohne Auffrischen der kompletten Seite erlaubt. Einzig Kobo hat diese Technik am Besten umgesetzt, denn hier ist fast kein Ghosting sichtbar. Der Tolino Vision hat hier noch Defizite, denn bei ihm ist hin- und wieder Ghosting, insbesondere in den Menüs, sichtbar. Der Kindle Paperwhite frischt die komplette Seite nach maximal 14 Blättervorgängen auf, der PocketBook Touch Lux 2 nach zehn. Insbesondere bei ihm ist das Ghosting dann aber schon recht stark ausgeprägt. Hier sollte das Gerät auf einen geringeren Wert (3 oder 6) eingestellt werden, um das zu verhindern.

Licht an!

Bei allen Readern, außer dem Paperwhite, lässt sich die Beleuchtung komplett ein- und ausschalten. Aura und Vision haben dafür eigene Lichtschalter, die sich auf der Oberseite der Geräte befinden.

Oberseite_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Lichtschalter: Kobo Aura (rechts neben dem roten Powerschalter) und Tolino Vision (v.o.n.u.)

Das Licht am PocketBook Touch Lux 2 wird über ein langes Drücken auf die Menütaste rechts außen ein- bzw. ausgeschaltet. Einzig das Licht am Paperwhite lässt sich nicht komplett abschalten, sondern nur auf die geringste Stufe zurückregeln. Dadurch verbraucht das Gerät tagsüber etwas mehr Strom als notwendig wäre.

Um die Helligkeit zu regeln, setzen die Hersteller auf verschiedene Konzepte. Beim Aura reicht ein Wischen mit zwei Fingern nach oben, um die Beleuchtung aufzudrehen bzw. nach unten, um sie abzusenken. Der Vision zeigt das Menü zur Helligkeitseinstellung an, wenn der Lichtschalter im Buch länger gedrückt wird. Beim Paperwhite wird der Helligkeitsregeldialog nur übers Menü aufgerufen, ebenso wie beim PocketBook Touch Lux 2. Bei diesem ist es auch möglich, eine Taste mit eben diesem Dialog zu belegen.

Ausleuchtung_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Gleichmäßigkeit der Beleuchtung – maximale Helligkeit bei allen Geräten

Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung ist in letzter Zeit immer besser geworden, auch wenn sie noch immer nicht perfekt ist. Die ersten Paperwhites vor einem Jahr hatten mit massiven Farbwolken zu kämpfen. Offensichtlich ist das Problem noch nicht wirklich aus der Welt, denn die Wolken sind noch vorhanden, wenn gleich auch massiv abgeschwächt und nur noch als leichte Schatten vorhanden. Zumindest bei Paperwhite und Touch Lux 2 sind sie aus dem Augenwinkel sichtbar, wenn die Helligkeit auf maximaler Stufe steht.

Wolken sind beim Kobo Aura und Tolino Vision nicht vorhanden, allerdings ist beim Kobo ein starker Helligkeitsverlauf nach oben sichtbar und der Tolino Vision hat im unteren Bereich einen relativ hellen Streifen.

Folgendes Bild zeigt die Ungleichmäßigkeit der Ausleuchtung. Um sie sichtbar zu machen, habe ich massiv an den Kontrasten gedreht.

Ausleuchtung-gleichmaessigkeit_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Obiges Bild bitte nicht mit der realen Darstellung verwechseln, die sieht in etwa so aus:

Ausleuchtung-gleichmaessigkeit-normal_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Wie zu sehen ist, fallen die Unregelmäßigkeiten der Beleuchtung kaum ins Gewicht. Allerdings ist die farbliche Abstimmung der Bildschirme gut zu sehen. Aura und Paperwhite haben fast weiße Bildschirme, während der beim Tolino Vision mit seinem starken gelbstich sehr an ältere Buchseiten erinnert. Der PocketBook Touch Lux 2 weicht hier mit einer eher grünlichen Beleuchtung ab.

Durch das Cartadisplay sollten ja Paperwhite und Vision das beste Kontrastverhältnis bzw. die dunkelste Schrift haben. Interessanterweise ist es so, dass der Paperwhite den besten Schwarzwert (auf einer Skala von 0-100) bietet. Knapp danach kommen Tolino Vision und — Überraschung! — der Touch Lux 2 trotz dessen älterer Displaytechnik. Weit abgeschlagen folgt der Kobo Aura:

Schwarzwert_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Schwarzwert der Geräte (gemessen in der Mitte der schwarzen Felder – höher ist besser)

In der Praxis ist es so, dass die Schrift auf dem Kobo Aura etwas blasser ist, als auf den anderen Readern. Das ist allerdings nur im direkten Vergleich sichtbar und für sich alleine genommen reicht auch dieser Schwarzwert für ein sehr angenehmes Lesen auf dem Kobo aus. Also bitte nicht von irgendwelchen Messwerten verrückt machen lassen ;-).

Licht aus!

Noch ein Wort zum Lesen ohne Licht. Tagsüber bzw. bei hellem Umgebungslicht wird die Beleuchtung in der Regel nicht gebraucht. Der Kontrast der Schrift zum Hintergrund reicht vollkommen aus, um auf allen vier Geräten einwandfrei und ohne Anstrengung zu lesen. Hier nehmen sich die Kandidaten nichts bzw. sind alle gleich gut.


Bedienung

Knöpfe und Tasten

Kobo Aura und Tolino Vision haben die Powerknöpfe an der Oberseite, während sie bei Kindle Paperwhite und PocketBook Touch Lux 2 an der Unterseite sitzen. Der Kobo Aura hat zudem als einziges Gerät einen Schiebeschalter, der wirksam ein versehentliches Einschalten verhindert. Bis auf den Touch Lux 2 unterstützen alle Geräte die sogenannte Sleep-/WakeUp-Funktion, mit denen die Geräte mit speziellen Hüllen auch über das auf- und zuklappen der Hülle ein- bzw. ausgeschaltet werden können.

Bis auf den Touch Lux 2 kommen alle Geräte ohne Blättertasten aus, einzig der Tolino Vision hat auf der Vorderseite noch eine Sensortaste, mit der jederzeit zur Startseite des Gerätes gewechselt werden kann. Da die Taste auf kleinste Berührungen reagiert, sieht man unter Umständen die Startseite öfter als beabsichtigt. Die Sensortaste lässt sich leider nicht still legen. Bei Aura und Paperwhite gelangt man nur per Menü zurück zur Startseite, beim Touch Lux 2 per Menü oder Hardwaretaste.

eBooks verwalten

Bei Kobo, Tolino und Kindle werden die eBooks in Bibliotheken verwaltet, die unabhängig von der Ordnerstruktur der Speicherkarte(n) sind. Um die Bücher zu sortieren, können diese in Sammlungen einsortiert werden. Ein automatisches Anlegen von Sammlungen ist — außer beim Aura — bei keinem der Geräte möglich. Die Software des Aura kann Schlagwörter erkennen, die in eBooks untergebracht sind und anhand diesen Sammlungen erstellen und die eBooks dort einsortieren. Bei Paperwhite und Vision können die Sammlungen nur direkt auf dem Gerät angelegt werden.

Der PocketBook ist hier eine Ausnahme, denn er kann die eBooks auch in der Ordnerstruktur anzeigen, in der sie auf dem Gerät liegen. Zusätzlich unterstützt er die Schlagwörter recht krude. Einerseits liest er sie alle aus, legt dann aber — falls konfiguriert — Ordner mit allen Schlagwörtern an (z.B. einen Ordner namens “Fantasy, Science-Fiction”), übernimmt dann aber nur eins der beiden Schlagwörter zur Angezeige in der Bibliothek. Richtig wäre, dass er das Buch beiden Schlagwörtern in der Bibliothek zuweisen müsste. Laut PocketBook ist steht die richtige Umsetzung dieser Funktion allerdings relativ weit hinten auf der ToDo-Liste. Schade!

Alle vier Geräte können die eBooks statt in einer Liste auch als Coverübersicht darstellen. Bei allen bis auf PocketBook geht das auch auf der Startseite. Alle Geräte zeigen auf ihrer Startseite die zuletzt gelesenen eBooks an. Bei Aura, Vision und Paperwhite werden standardmäßig auch Angebote aus den angeschlossenen Shops angezeigt. Bei Aura und Paperwhite können die Angebote ausgeblendet werden, beim Vision ist dies nicht möglich. Der Touch Lux 2 zeigt keine Angebote an, allerdings einen dauerhaften Link zum eingebauten Shop, der allerdings nicht weiter stört.

Alle Geräte können ihre Bibliothek durchsuchen und sortieren die eBooks nach Autor, Titel und Aktualität.

eBooks lesen

Unterstützte Formate

Kobo, Tolino und PocketBook unterstützen das EPUB-Format, das bei diesen Geräten auch mit DRM versehen sein kann. Auch PDF (normales und verDRMtes) unterstützen diese Geräte. Der PocketBook kann als einziger aus dem Testfeld noch erheblich mehr eBookformate darstellen (siehe Datenblatt). Kobo unterstützt außerdem mit KEPUB ein eigenes, auf dem EPUB-Standard basiertes eBook-Format.

Damit sind sie für die Onleihe gerüstet. Allerdings können nur Tolino und PocketBook eBooks direkt über den eingebauten Browser aus der Onleihe herunterladen, da es bei diesen Geräten möglich ist, die eigene Adobe-ID zu hinterlegen. Beim Kobo Aura  geht dies nur über die PC-Software Adobe Digital Editions.

Da der Kindle aus dem Amazon-Ökosystem kommt, unterstützt er auch nur die dortigen Formate AZW, AZW3 und MOBI. PDF unterstützt er nicht direkt, sondern nur nachdem es per E-Mail an das Gerät gesendet wurde.

Schrift & Absatz

Alle Geräte bringen einige vorinstallierte Schriften mit. Kobo Aura und PocketBook Touch Lux 2 erlauben es außerdem, weitere Schriften zu installieren, die im TrueType- (Kobo und PocketBook) oder OpenType-Format (PocketBook) vorliegen können. Bei Paperwhite und Tolino ist dies nicht vorgesehen, für den Tolino gibt es einen Trick, mit dem die Schriften ausgetauscht werden können.

Schrifteinstellungen_Kobo-Aura_Tolino-Vision_Kindle-Paperwhite_PocketBook-Touch-Lux-2

Schrift- und Absatzeinstellungen der Geräte

Die Schriftgröße kann bei allen Geräten übers Menü eingestellt werden, bei Aura, Paperwhite und Touch Lux 2 geht das zusätzlich per Geste auf dem Bildschirm direkt im eBook selbst.

Auf allen Geräten können neben der Schriftart und -größe der Zeilenabstand und der Seitenrand eingestellt werden.Ebenso ist es bei Aura und Vision möglich, die Ausrichtung (linksbündig, zentriert und Blocksatz) einzustellen.

Hoch- und Querformat

Paperwhite und Touch Lux 2 erlauben das Lesen im Querformat, wobei der Paperwhite nur in eine Richtung gedreht werden kann. Beim Kobo Aura ist das Lesen im Querfomat nur bei PDF-Dokumenten möglich.

Markierungen

Interessante oder wichtige Passagen können auf allen Readern markiert und mit Notizen versehen werden. Paperwhite und Vision hinterlegen die markierten Passagen mit ihren Notizen in einer lesbaren Textdatei auf dem Gerät, die problemlos weiterverarbeitet werden können. Das Markieren des Textes funktioniert auf allen Readern geschmeidig, einzig beim PocketBook hakelt die Auswahl der Wörter bisweilen etwas.

Begriffe nachschlagen

Falls beim Lesen der eine oder andere Begriff ungeläufig ist, kann er bei Aura, Vision und Paperwhite nachgeschlagen werden. Das deutsche Wörterbuch des Kobo Aura basiert auf “Duden – Das Bedeutungswörterbuch” und “Duden – Das Fremdwörterbuch” und der Kindle liefert das “Deutsche Universalwörterbuch” ebenfalls von Duden mit. Der Tolino Vision greift auf die freien Wörterbücher des Quickdic-Projektes zurück.

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Wörter nachschlagen

Markierte Wörter lassen sich bei Kobo Aura und Kindle Paperwhite zusätzlich noch in der Wikipedia nachschlagen, der Touch Lux 2 und der Aura unterstützen darüber hinaus auch noch die Suche per Google.

Begriffe übersetzen

Auch für die Übersetzung von anderen Sprachen ins Deutsche bringen die Geräte einige Wörterbücher mit. Dem Touch Lux 2 sind einige Wörterbücher von Abbyy Lingvo beigepackt, der Paperwhite übersetzt mit dem “Oxford Dictionary of English”, bei Kobo ist nicht auszumachen, welches Wörterbuch dahinter steckt (es ist sowieso nur sehr rudimentär) und der Tolino Vision greift auch hier auf die Quickdic-Wörterbücher zurück.

Passagen weiterempfehlen

Markierte Passagen können vom Paperwhite bei Twitter und Facebook weiterempfohlen werden. Der Aura unterstützt nur Facebook und der PocketBook nur ReadRate. Das Teilen vom Tolino Vision aus ist nicht möglich.


eBooks kaufen

Noch im letzten Jahr war es relativ schwierig für den Anfänger, eBooks auf den eBookreader zu bekommen, von den Kindles mal abgesehen. Seither hat sich einiges im Zusammenspiel der Geräte mit den Shops getan. Vorreiter ist der Paperwhite, bei dem es sehr einfach ist, eBooks zu kaufen.

Der ideale Bestellvorgang sieht so aus, dass das Buch entweder am PC gekauft wird und per WLAN aufs Gerät geladen wird. Oder aber es wird über den auf dem eReader eingebauten Shop gekauft und landet dann ebenso per Download direkt auf dem Gerät.

Das ist die Vorgabe, wie es Amazon schon seit Jahren erfolgreich macht. Die anderen Geräte sind im Verbund mit ihren vorinstallierten Onlineshops mittlerweile auch dort angekommen. Die Tolinos gehen sogar noch einen Schritt weiter. Denn sie können auch eBooks aus anderen, als den voreingestellten automatisch herunterladen. Vorausgesetzt, der Shop befindet sich im Tolinoverbund und kann über die Einstellungen mit dem Tolino verknüpft werden. Einzig die Adobe-ID muss vor dem Kauf noch auf dem Gerät hinterlegt werden.

Bei PocketBook führt der Link zum eingebauten Shop über den Browser, über den die gewünschten eBooks gekauft und danach heruntergeladen werden können. Auch hier muss vorher die Adobe-ID eingetragen werden.

Kobo gleicht in etwa dem Amazon-Ökosystem. Das zeigt sich daran, dass bei Kobo gekaufte eBooks in der Regel im KEPUB-Format kommen, dass auch den koboeeigenen Kopierschutz enthalten kann. Diese eBooks sind nicht kompatibel zu Geräten anderer Hersteller. Und obwohl der Aura von haus aus mit verDRMten EPUBs klarkommt, kann er sie nur darstellen, wenn sie per Adobes PC-Programm “Digital Editions” auf das gerät übertragen werden. Damit schließen sich der Kobo Aura und die Nutzung der Onleihe unter Linux leider aus, da es Digital Editions nicht für Linux verfügbar ist.

Trotz der genannten Einschränkungen sind die Geräte von Kobo, Tolino und PocketBook nicht von den im Gerät vorinstallierten Shops abhängig. Sie können eBooks von allen eBookshops darstellen, die eBooks im EPUB-Format verkaufen. Beim Paperwhite geht das nur mit eBooks ohne DRM im Zusammenspiel mit Calibre.


Sonstiges

Datenschutz

Bei den Geräten von Amazon, Kobo und Tolino muss man durch die enge Verquickung der Geräte mit den jeweiligen Shops davon ausgehen, dass die Anbieter genau wissen, wie oft das Gerät und wie genau es genutzt wird. Wie oft wird das Lesen der eBooks abgebrochen und wieviele werden in die Clouds der Anbieter geladen, die dort nicht gekauft wurden?

Über die Verkäufe über die Shops ist es zudem möglich, Rückschlüsse auf den persönlichen Geschmack oder die momentanen Lebensumstände zu ziehen.

Beim PocketBook ist das alles etwas schwieriger, da sich die Einbindung des Shops in der Regel nur auf einen Link zum Browser bezieht. Natürlich kann auch hier der verwendete eBookshop Rückschlüsse auf den persönlichen Geschmack ziehen, aber er kommt nicht an die Nutzungsstatistiken des Gerätes heran.

Ich will mich hier nicht so weit aus dem Fenster hängen, aber diese Infos könnten auch an “Partnerunternehmen” verkauft und/oder für Werbezwecke benutzt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schaltet das WLAN aus und überträgt die eBooks nur über den PC auf das jeweilige Gerät. Und kauft eBooks bei wechselnd bei unterschiedlichen Anbietern. Das nimmt den Geräten allerdings auch den Komfortfaktor und funktioniert bei den Kindles nicht oder nur sehr eingeschränkt.

Strom sparen

Alle Geräte, außer dem PocketBook, sind so voreingestellt, dass sie nach ein paar Minuten automatisch in den Standbymodus wechseln. Sie laufen dann auf absoluter Sparflamme und sind nach dem Aufwecken nach ein bis zwei Sekunden wieder einsatzbereit. Einzig der PocketBook ist so voreingestellt, dass er nach 10 min komplett abschaltet.  Danach dauert das Hochfahren des Gerätes rund 10 s. In den Einstellungen kann das allerdings auch umgestellt werden, es empfielt sich bloß nicht, dass der PocketBook im StandBy-Betrieb, der hier Tastensperre genannt wird, relativ stromhungrig ist.

Wer den Reader länger nicht nutzt, sollte ihn generell komplett ausschalten. Bei allen Geräten bis auf den Paperwhite ist das möglich. Sie alle sind nach 10 – 12 s wieder einsatzbereit, einzig der Tolino bummelt mit rund 20 s etwas länger.

Gerät vor unbefugtem Zugriff sperren

So ein eBook-Reader beinhaltet mit den gekauften eBooks ja auch einen gewissen Wert. Und hin- und wieder kommt es vor, dass ein eBook-Reader geklaut wird oder anderweitig in andere Hände gelangt. Dann möchte man vielleicht nicht, dass jemand anderes an die eBooks kommt. Bei Kindle Paperwhite und Tolino Vision ist es möglich ein Passwort zu hinterlegen, mit dem das Gerät komplett gesperrt werden kann. Auch der Zugriff per USB-Kabel ist erst möglich, wenn das richtige Passwort eingegeben wurde. Der PocketBook Touch Lux 2 kann lediglich die Einstellungen sperren und der Kobo Aura bietet diese Möglichkeiten gar nicht.

Browser und weitere Anwendungen

Alle Geräte bringen einen Browser mit, wobei der des Tolino Vision sehr rudimentär ist. Im Gegensatz zu allen anderen Readern lassen sich bei diesem Gerät weder Lesezeichen ablegen, noch die Startseite festlegen. Das ist insofern schade, weil die Tolinos bundesweit einen kostenlosen Zugang per WLAN auf die Telekom-Hotspots bieten.

Kobo Aura und PocketBook Touch Lux 2 bringen als einzige Geräte noch ein paar Spiele mit. Darunter unter anderem Schach, Sudoku oder Klondike. Auf Touch Lux 2 gibt es außerdem noch einen Taschenrechner, einen Kalender und einen relativ nutzlosen RSS-Reader.

Auf Kobo Aura und PocketBook Touch Lux 2 lässt sich darüber hinaus der Cool Reader als alternatives Programm zum Lesen von DRM-freien eBooks installieren. Eine Anleitung für den PockeBook gibt es hier, die passende zum Kobo hier.

Fazit

Ein Fazit ist relativ schwierig zu ziehen, da sich alle vier Geräte generell sehr gut zum Lesen eigenen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile, die ich versucht habe, in diesem Vergleich aufzuschreiben. Letzlich kommt es sowieso auf die persönlichen Präferenzen an, dennoch hier eine kurze Einschätzung:

Wer auf eine große Buchauswahl steht (von Verlagen und Selfpublishern) ist mit dem Kindle Paperwhite sehr gut beraten. Das Gerät ist für 109 € zu haben. Es gibt auch welche mit eingebauter Mobilfunkkarte, die es erlaubt, überall eBooks zu kaufen, wo kein WLAN zur Verfügung steht. Da es immer mehr kostenlose WLAN-Hotspots gibt und man den Kindle zur Not per Tethering über das Handy mit dem Internet verbindet, kann der Preisunterschied auch besser in eine passende Hülle investiert werden.

Wer lieber ein leichtes Gerät mag, macht mit dem Kobo Aura für rund 99 € sicher nichts verkehrt. Im direkten Vergleich mit dem etwas schwereren Tolino Vision hat er — trotz älterer Displaytechnik — die bessere Darstellung. Der Kobo Aura scheint da besser abgestimmt zu sein. Außerdem kann er um eigene Schriften erweitert werden. Einzig die Zwangsanmeldung bei Kobo könnte gegen das Gerät sprechen. Mit einer Wegwerf-E-Mailadresse ist das aber auch kein Problem.

Vom Gewicht und dem Gehäuse ähnlich dem Kobo Aura ist der Tolino Vision für 129 €, der leider bei der Darstellung etwas patzt. Wer allerdings im Tolinoverbund bei verschiedenen Shops einkauft, ist mit diesem Gerät sicher gut beraten. Außerdem liegt er unfassbar gut in der Hand. Eine Alternative innerhalb des Ökosystems ist der Shine, der immerhin 30 € weniger kostet und dessen Display tatsächlich noch besser ist. Zumindest bis die Darstellungsprobleme beim Vision behoben sind.

Der PocketBook Touch Lux 2 kommt für all jene infrage, die gern über Tasten umblättern, gern im Querformat lesen, eine große Formatauswahl möchten und ein Gerät brauchen, dass sich vielfältig konfigurieren lässt. Mit 99 € liegt er mittlerweile in etwa in der gleichen Preisklasse wie Paperwhite und neuerdings auch Kobo Aura. Auch hier passt dann möglicherweise noch eine passende Hülle ins Budget.

Update vom 11.05.2014: Anders als zuerst geschrieben, hat der Kindle Paperwhite ebenso wie Kobo Aura und Tolino Vision die Regaltechnologie eingebaut. Auch führt er einen kompletten Seitenrefresh erst nach 14 und nicht, wie vorher behauptet, nach 6 Blättervorgängen aus. Ich habe die entsprechenden Passagen geändert.




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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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41 Kommentare

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  1. Guido sagt:

    Danke für den Vergleich. Aber hat der Kindle (PW2) nicht auch Regal-Technik)

    Außerdem: Sollte man gewillt sein, den Kindle zu jailbreaken, dann kann man auch hier z.B. den CoolReader installieren und über dessen Konfiguration (die m.E. genial ist) auch die Beleuchtung ausschalten (und auch die Schrift sogar invertieren)…

    • Aber hat der Kindle (PW2) nicht auch Regal-Technik)

      Nein, nur Carta. Sonst müsste er nicht spätestens alle sechs Seiten einen Komplettrefresh machen.

      Sollte man gewillt sein, den Kindle zu jailbreaken …

      Ich habe das einmal probiert, bin kläglich gescheitert und habs danach nie wieder versucht. Im Vergleich dazu ist das Installieren auf den anderen Geräten (insbesondere auf denen von PocketBook) ein Kinderspiel. Ansonsten hast du natürlich recht.

      • NaUnd sagt:

        Ich habe den Eindruck, daß hier das Vorgängermodell des Kindle Paperwhite verwendet worden ist.
        1) Seitenrefresh
        Beim Vorgängermodell alle 6 Seiten, beim aktuellen Modell alle 14 Seiten; hat also Carta, auch gut im direkten Vergleich erkennbar.
        2) Wolkenbildung bei max. Helligkeit (wozu wird die max. Helligkeit genutzt?)
        Bei meinem Paperwhite, aktuelles Modell, läßt sich bei bestem Willen keine Wolkenbildung feststellen. Mein Vorgängermodell zeigt in etwa die Ausleuchtung, wie auf dem Bild dargestellt.

  2. NaUnd sagt:

    Korrektur: muß Regal-Technik heißen (nicht Carta)

    • Du hast natürlich recht. Der Paperwhite von 2013 hat Regal und blättert erst nach 14 Vorgängen. Hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm, es aber eben an meinem Gerät ausprobiert (der definitiv ein 2013er ist). Ich habe das oben geändert.

  3. Daniel sagt:

    Hallo Michael,
    an dieser Stelle einfach mal wieder ein Lob für Deine umfangreichen und angenehmen Testberichte. Auch bei keiner akuten Kaufabsicht eine interessante Lektüre. Bin mit dem “Ur-” Pocketbook Touch noch immer höchst zufrieden und vermisse die Beleuchtung nicht, da ich weiterhin ganz bewusst in ausgesuchter Umgebung lese, wo ausreichend Licht vorhanden ist.
    Weiter so und alles Gute!

  4. Barbara sagt:

    Hallo Michael,
    danke für den Test, ich stehe gerade vor der Wahl zwischen Tolino Shine und Pocketbook Touch Look 2. Mein Hauptkriterium ist, dass ich überall Downloaden kann, dazu eine Frage: Kaufe ich das Gerät nicht in einem Buchladen, dann sollte es doch für alle Anbieter frei sein. Kann ich dann über Wlan aus verschiedenen Shops Bücher herunterladen? (Ich bin übrigens aus der Schweiz)
    Und welcher der beiden ist dein persönlicher Favorit, wenn ich das Fragen darf? ;)
    Danke für deine Hilfe,
    Barbara

    • Hallo Barbara,

      kaufen und/oder runterladen kannst du mit beiden Geräten überall über den Browser, unabhängig davon, welcher Shop voreingestellt ist. Der Browser beim PocketBook ist besser, da du dir dort deine oft besuchten Seiten als Lesezeichen ablegen kannst.

      Und welcher der beiden ist dein persönlicher Favorit, wenn ich das Fragen darf? ;)

      Klar, darfst du. Es ist nach wie vor der PocketBook Touch Lux 2, weil der vielfältiger einzustellen geht und es standardmäßig erlaubt, eigene Schriftarten ohne Verrenkung zu installieren. Und weil er Blättertasten hat.

  5. Nadine sagt:

    Hallo Michael,
    vielen Dank für den ausführlichen Artikel! Toller Vergleich. Ich bin noch hin und hergerissen zwischen Kobo Aura und dem Pocketbook Touch Lux 2.
    Im Grunde wären wohl beide Geräte geeignet, wobei der Kobo schon sehr stylish und modern daher kommt (großer Pluspunkt) und auch die Bedienung/Menüstruktur wohl einfacher/klarer zu handhaben ist.

    Eine Frage noch zur Onleihe. Ich leihe momentan gerne und viel über die Onleihe aus und das ist somit ein wichtiger Faktor. Bisher habe ich den Sony PRS-T3S (ausgeliehen) und hier ging es mit der Onleihe (per Browser) ganz einfach.
    In deinem Artikel steht <> das bedeutet, ich muss per PC (ist eh einfacher) das Buch per Onleihe ausleihen und dann den Kobo an den PC anschließen, um das Buch zu übertragen? (find ich nicht so toll, aber ok). Habe ich das richtig verstanden?
    Außerdem schreibst du <> Wie ist das gemeint? Falls mein PC unter Linux läuft? (Kobo läuft ja soweit ich weiß auch unter Linux)

    Eine einfach funktionierende Onleihe-Nutzung wäre für mich definitiv ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Hoffe, dass geht beim Kobo aura?

    Wäre für eine Rückmeldung sehr dankbar!
    Herzlichen Dank und Gruß
    Nadine

    • Nadine sagt:

      Leider hat es die Zitate verschluckt:
      1. Beim Kobo Aura geht dies nur über die PC-Software Adobe Digital Editions.
      2. Damit schließen sich der Kobo Aura und die Nutzung der Onleihe unter Linux leider aus, da es Digital Editions nicht für Linux verfügbar ist.

      • Ganz einfach: Der Kobo kann kopiergeschützte eBooks nicht herunterladen, da das Gerät selbst keine Unterstützung für die Adobe-ID eingebaut hat. Es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Adobe-ID im Gerät zu hinterlegen. Soweit mir bekannt ist, unterstützt auch die Kobo-Software nicht die Adobe-ID, sodass eBooks aus der Onleihe nicht darüber freigeschaltet werden können. Über ADE ginge es zwar, aber das gibts eben nicht für Linux. Dass auf dem Kobo selbst Linux als Betriebssystem läuft, spielt in diesem Fall keine Rolle.

  6. Marion sagt:

    Hallo Michael,

    dein ausführlicher Vergleich war sehr hilfreich und ich habe mich -nach langem Hin-und Her- für den Kauf des Kobo Aura entschieden, der aktuell auch recht erschwinglich ist ;-)
    Desweiteren finde ich den Umfang und die Inhalte deiner Seite äußerst informativ und sehr brauchbar.

  7. Stefanie Eich sagt:

    Ich habe bereits mehrfach ebooks aus einer öffentlichen Bücherei online ausgeliehen und konnte sie problemlos auf meinem Kobo lesen (mit Adobe-ID). Die ebooks wurden auf einer externen Speicherkarte und nicht im Kobo-Speicher abgelegt.

  8. Elke T. sagt:

    Hallo Michael

    Mein Lob an Dich für Deinen unermüdlichen Einsatz an der eReader Front.
    Viele Probleme konnte ich schon durch Deine Hilfe lösen.

    Nun meine Frage:
    Hast Du auch den PocketBook Aqua schon getestet?
    Ich habe den PocketBook Touch Lux und bin sehr zufrieden.
    Irgendwann sprachen wir in der Familie darüber, dass es
    nur noch besser sein könnte, wenn man in der Badewanne lesen könnte.
    Und heute stoße ich auf der PocketBook homepage auf den Aqua.

    Ich finde nirgends eine Angabe, ob der Aqua auch eine Beleuchtung hat. So wie ich die Angaben verstanden habe, fehlt ihm die Audio-Ausstattung, aber sonst scheint der Aqua dem Touch Lux ziemlich ähnlich zu sein.
    Kannst Du mir da mehr dazu sagen?

    Herzlichen Dank für Deine immer sehr interessanten Newsletter.
    Es war schon oft etwas Nützliches für mich dabei.

    Liebe Grüße

    Elke T.

  9. Andrea sagt:

    Hallo Michael
    Auch ich möchte mich mal recht herzlich bedanken für Deine Mühe und die super ausführlichen Test,s.
    Nun verfolge ich Dich ja schon einige Zeit und hab mir auch mein erster ebook Reader anhand von deiner Seite gekauft. Das PocketBook.
    Jetzt möchte ich mich aber verbessern das heist ich möchte integriertes Licht ;) und liebäugel im Moment mit dem Tolino Vision oder dem kobo glo / Aura ….
    Nun meine Frage welchen würdest du den empfehlen?
    Freu mich über Antwort
    Herzliche Grüße Andrea

  10. Maunzerle sagt:

    Vielen Dank erst einmal für diesen tollen Vergleich!!!
    Aber ich muss noch etwas nachfrage. Kann
    Man die Ebooks von Amazon nicht auf dem Kobo installieren bzw downloadwn?
    Das würde mich gerade für die Selbstpublisher interessieren.
    Vielen Danke!!!
    Maunzerle

    • Du kannst die eBooks von Amazon auf dem Kobo (und anderen Nicht-Kindlegeräten) nur lesen (bzw. vorher umwandeln), wenn sie keinen Kopierschutz haben. Du erkennst das daran, dass bei diesen Büchern in der Produktinformation folgende Passage steht: “Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung”:

      DRMfreie eBooks bei Amazon

  11. Ecki sagt:

    Hallo Michael,

    Erstmal ein wirklich dickes Lob für die Arbeit, die du hier leistet!
    Der Vergleich oben hat mir bei der Entscheidung für einen eReader sehr geholfen-zu guter letzt ist es der Kobo Aura geworden.

    Allerdings habe ich aktuell ein Problem (welches hier wahrscheinlich nicht hin gehört, ich weiß aber nicht wo sonst):
    Ich habe über die Onleihe ein Buch heruntergeladen, allerdings nicht auf den PC, sondern auf ein Android-Tablet mit Adobe-ID.
    Soweit so gut, aber jetzt meine Frage:
    Gibt es eine Möglichkeit das geliehene epub nun auf den Kobo zu kopieren/verschieben?

    Viele Grüße
    Ecki

  12. Uwi sagt:

    Hallo.

    Ich vermisse einen wichtigen Punkt: die Akkulaufzeit.

    Kann mir jemand da sagen, wielange die Geräte durchhalten?

    Und zum Tolino: der Shine soll länger durchhalten als der Vision. Zudem ist die Darstellung gem. dieses Artikels besser.

    Lohnt sich daher eher der Shine als der neuere Vision?

    • Kann mir jemand da sagen, wielange die Geräte durchhalten?

      Im Prinzip kannst du dich auf die Angaben der Hersteller verlassen, die für die Geräte rund 4-8 Wochen bei rund 1/2h täglichen Lesens angeben. Bei eingeschalteter Beleuchtung und aktivem WLAN ist es vielleicht noch etwas weniger. Zum Schluss wird es auf deine Lesegewohnheiten ankommen, wie lange der Akku hält. Ich bspw. lese immer mehrere Stunden am Stück, aber nicht jeden Tag. Und dann lade ich einen Reader vielleicht einmal pro Monat auf.

      Lohnt sich daher eher der Shine als der neuere Vision?

      Aus meiner Sicht (ich lege großen Wert auf gute Ablesbarkeit) auf alle Fälle.

  13. Andi sagt:

    Hallo Michael,
    habe Deinen Bericht mit Interesse gelesen, kann mich aber noch immer nicht zwischen Kindle Paperwhite und Tolina Vision entscheiden. Wozu würdest Du mir raten. Danke für Deine Hilfe

  14. Jens sagt:

    wie sieht es mit der bruchsicherheit der displays aus?
    habe leider schon 2 tolino shine durch sturz und draufsetzen trotz hülle geschrottet.

  15. Ilse Wellershoff sagt:

    Lieber Michael, auch von mir einen heißen Dank. Bin bei Dir etwas fündiger geworden für meine aktuelle Frage: Da ich selbst (noch) keinen ereader besitze, tu ich mich gerade schwer mit dem Wunsch meines Enkelsohnes nach einem solchen Teil. Er ist ein bisschen Spielsucht-gefährdet und meine Tochter, die ihn sehr dosiert mit Elektronik zusammenbringt, fürchtet den Browser mit seinen Möglichkeiten und die Möglichkeit hier wieder zu zocken bzw. Filmchen zu schauen statt zu lesen. Geht das überhaupt? Ansonsten tendiere ich zum Kindle, der mir einfach zu handhaben scheint und einiges an “Lesemotovationsgimmicks” hat. Was meinst Du – für einen zehnjährigen BUrschen, der nicht zocken oder Filme schauen soll – darf man dem den Kindle in die Hand drücken?

    • Klar, der Kindle ist ok. Er ist der Einzige, der sich so einschränken lässt, dass das Kind damit nur lesen kann. Browser und Internet und das alles, lassen sich beim Kindle komplett hinter der Kindersicherung verstecken.

    • Ecki sagt:

      Hallo Ilse,
      ehrlich gesagt ist die Gefahr, dass ein eReader zum Surfen oder sogar zocken missbraucht wird sehr klein – das schwarz-weiße Display und die Browser-Funktionalitäten laden nicht gerade dazu ein ;)
      Ich habe einen Kobo Aura (bin übrigens sehr zufrieden mit dem Gerät als eReader) und meine Ausflüge ins Intenet kann ich an einer Hand abzählen und sie waren alle sehr kurz…
      Gruß Ecki

  16. Antje sagt:

    Hallo Michael, vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Weißt Du vielleicht, ob bzw. auf welchem reader man auch digitale Schulbücher abspielen kann?
    Gruß Antje

  17. Christoph sagt:

    Vielen Dank für den superinformativen Vergleich!
    Ich hatte vorher keine Ahnung anhand welcher Kriterien man E-Book-Reader überhaupt vergleichen kann.

    Ich habe mich letztendlich für den Kobo Aura entschieden. Ich habe mich schon auf meinem Handy in den Dienst Pocket verliebt und auf einem E-Ink-Bildschirm hört sich das vielversprechend an!

    Schade ist aber, das mit der Adobe-ID. Adobe ist auf Linux natürlich kritisch (Funktioniert das über Wine?).

    Gibt es denn einen (technischen) Grund, warum Kobo die Adobe-ID nicht, wie z.B. beim Tolino, in das Gerät integriert?

    • Christoph sagt:

      Ich melde mich nochmal zurück, ich habe mir vor ein paar Monaten den Kobo Aura gekauft. Er gefällt mir sehr gut.
      Vielen Dank nochmal, für den ausführlichen Vergleich.

      Was mir nur aufgefallen ist, bzgl. der “Regaltechnik”:

      Wenn ich ein Buch lese habe ich als Laie das Gefühl, dass er bei jedem Umblättern einen kompletten Seitenrefresh macht, da der Bildschirm immer einmal kurz komplett schwarz wird.
      Kann das sein, bzw. funktioniert das mit der Regaltechnik nur bei bestimmten E-Book-Fomaten? Oder erkennt man das einfach nicht?

      • Michael sagt:

        Du kannst in den Leseeinstellungen festlegen, wie oft der komplette Refresh gemacht werden soll. Wenn da bei dir “Nach 1 Seite” steht, dann wird er tatsächlich nach jeder Seite gemacht. Was steht dort bei dir denn?

  18. Christoph sagt:

    In den Einstellungen ist eingestellt nach einem Kapitel den kompletten Refresh zu machen. Ich habe das mal auf zehn Seiten geändert, vielleicht hat er ja die Kapitel falsch erkannt.
    Bei den Spielen und Einstellungen habe ich gemerkt, dass er nur alle paar Aktionen die Seite komplett refresht, scheint also doch zu funktionieren.

    Danke für die schnelle Antwort!

    Da fällt mir gerade auf:
    In den Einstellungen finde ich jetzt (nach dem Update auf 3.15.0) unter Konten auch den Punkt “Adobe”. Das heißt aber nicht, dass die Adobe ID jetzt mit dem Gerät so verbunden ist, dass ich DRM-geschützte Bücher über den Kobo-eigenen Browser herunterladen kann, oder?

Antworten

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