Tolino Vision 2, PocketBook Sense und Kindle Voyage im Vergleich

  • - Aktualsiert am
  • von Michael Sonntag
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Obwohl die aktuellen Topmodelle der drei größten eReaderhersteller preislich nicht ganz in der gleichen Liga spielen, habe ich sie einmal miteinander verglichen und geschaut, welche Gemeinsamkeiten sie haben und worin sie sich unterscheiden.

Fronten: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

Fronten: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

 Mit dabei ist der Tolino Vision 2 für 129 €, der PocketBook Sense für 149 € und der Kindle Voyage für 189 €.

Inneres

In allen drei Geräten kommt ein 1 GHz schneller Prozessor zum Einsatz, dem jeweils 512 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Für eBooks stehen dem Vision 2 GB interner Speicher zur Verfügung, dem Sense und dem Voyage 3 GB. Vision 2 und Voyage können nicht per externer Speicherkarte erweitert werden, in den Sense passt eine maximal 32 GB große Micro-SD-Karte.

Äußeres

Vision 2 und Voyage haben mit rund 16 cm Höhe, 11 cm Breite und 1 cm Dicke in etwa die gleichen äußeren Abmessungen. Der Sense ist in der Höhe einen guten Zentimeter kürzer. Mit rund 180 g sind Vision 2 und Voyage etwa gleich schwer, der Sense wiegt mit rund 15 g weniger. Damit ist er momentan der leichteste eReader mit 6″-Display am Markt.

Die Gehäuse von Tolino Vision 2 und PocketBook Sense bestehen aus Plastik, während Amazon dem Kindle Voyage eins aus Magnesium spendiert hat. Trotz unterschiedlicher Gehäusematerialien sind die Rückseiten von Vision 2 und Voyage gummiert, ebenso wie deren umlaufenden Kanten. Damit liegen beide Reader auch ohne Hülle sehr sicher in der Hand. Während die Rückseite des Vision 2 allerdings komplett gummiert ist, besteht der obere Teil der Rückseite beim Voyage aus Plastik in Klavierlackoptik. Eine Gummierung sucht man beim Sense vergebens, weshalb das Gerät nicht ganz so sicher in der Hand liegt.

Rückseiten: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

Rückseiten: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

An der Unterseite aller Geräte gibt es einen Micro-USB-Anschluss, an dem die Geräte per mitgeliefertem USB-Kabel aufgeladen oder mit neuen eBooks bestückt werden können. Die von Tolino und PocketBook mitgelieferten Kabel sind jeweils rund 1 m lang, Amazon spendiert seinem Topmodell ein Kabel in doppelter Länge.

Während PocketBook beim Sense den Powerknopf an der Unterseite des Gerätes platziert, befindet er sich beim Vision 2 an der Oberseite. Der Einschalter des Voyage ist auf der Rückseite zu finden. Vision 2 und Voyage unterstützen sogenannte Sleepcover, die es erlauben, die Geräte durch zuklappen der Hülle aus- und aufklappen wieder einzuschalten. Der Sense von PocketBook kann dies leider nicht. Dafür ist die passende Hülle im Lieferumfang enthalten.

Der Vision 2 hat neben dem Einschalter noch einen Lichtschalter, mit dem sich die Beleuchtung einfach per Knopfdruck ein- und ausschalten lässt. Bei Sense und Voyage kann die Beleuchtung nur übers Menü eingestellt werden. Beide Geräte bringen allerdings auch einen Helligkeitssensor mit, der immer versucht, die optimale Bildschirmhelligkeit zu finden. Die Automatik funktioniert beim Sense etwas besser als beim Voyage.

Der Vision 2 ist als einziges Gerät im Test wasserdicht. Im Gegensatz zu anderen wasserdichten Geräten wurde hier jedoch nicht das Gehäuse abgedichtet, sondern die Elektronik. So läuft der Reader im Wasser komplett voll und muss hinterher wieder entleert werden. Bei der Berührung des Wassers mit der Bildschirmoberfläche fängt das Gerät an, verschiedene, ungewollte Aktionen (Blättern, im Shop einkaufen) auszuführen. Damit verhindert der Wasserschutz zwar einen Defekt des Gerätes, wenn es einmal in die Badewanne fällt, die passende Seite muss nach dem Tauchbad allerdings wieder manuell gefunden werden.

Bildschirm

Die Bildschirme von Vision 2 und Voyage schließen auf der Frontseite bündig ab. Der Bildschirm des Sense ist rund 1 mm im Gehäuse versenkt. Er folgt damit dem eher klassischen Design. In allen drei Geräten ist ein 6″ großes E-Ink-Display verbaut, dass sich beim Vision 2 und Voyage der Carta-Technologie bedient. Das soll durch einen erhöhten Kontrast zur besseren Ablesbarkeit führen. Im Sense ist der Vorgänger, ein Pearl E-Ink-Display eingebaut, das dennoch den Vergleich zu den Bildschirmen der anderen beiden Geräte nicht scheuen braucht.

Auflösung

Obwohl alle Bildschirme die gleichen Abmessungen haben, ist die Pixeldichte beim Voyage höher als bei Vision 2 und Sense. Diese haben – wie die meisten modernen Displays – eine Auflösung von 213 ppi (entspricht einer Pixelgröße von 758 x 1024 px). Der Voyage hingegen hat eine Auflösung von 300 ppi, was einer Pixelgröße von 1072 x 1448 px entspricht. Durch eine höhere Bildschirmauflösung lassen sich kleinere Schriften besser darstellen und normale Schriften noch besser ablesen.

Schriftdarstellung

Doch Auflösung ist jedoch nur ein Punkt, der für eine gute Ablesbarkeit sorgt. Sehr wichtig ist auch, wie dunkel die Schrift dargestellt wird. Während bei unbeleuchteten Geräten die Schicht mit der Schrift direkt unterhalb des Schutzglases sitzt, befindet sich bei beleuchteten Geräten dazwischen noch die Lichtträgerschicht, die das Licht der LEDs über den Bildschirm verteilt. Hier patzt keines der drei Geräte. Alle stellen die Schrift in etwa gleichdunkel dar.

Beleuchtung

Ein dritter Punkt ist die Beleuchtung. Ist die hell genug, sorgt sie dafür, dass der bei E-Ink-Displays eher graue Hintergrund aufgehellt wird. Dadurch steigt der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, der wiederum die Lesbarkeit signifikant erhöht.

Bei alle drei Geräten funktioniert das gut, sie unterscheiden sich nur durch die Lichtfarben. Während die Beleuchtung des Tolino Vision 2 sehr ins Gelbe geht (immerhin nicht mehr ganz so stark wie bei seinem Vorgänger), tendiert sie auf dem PocketBook Sense etwas ins Blaue. Beim Kindle Voyage ist die Beleuchtung warmweiß. Der Voyage kann die Helligkeit auch etwas stärker aufdrehen, als die beiden anderen Geräte.

Displayvergleich: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

Displayvergleich: Tolino Vision 2, PocketBook Sense, Kindle Voyage (v.l.n.r.)

 

Insgesamt können die Bildschirme aller drei Geräte überzeugen. Der Kontrast ist hervorragend und an der Gleichmäßigkeit der Beleuchtung gibt es nichts zu meckern. Die höhere Auflösung des Voyages spielt ihre Stärke nur bei sehr kleinen Schiftgrößen und bei Serifenschriften aus.

Unterstützte eBookformate

Die eBookwelt teilt sich – grob gesagt – in zwei Teile: Amazon und die anderen. eBook-Reader von Amazon können von Haus aus nur die dort unterstützten eBookformate darstellen, nämlich AZW, AZW3 und MOBI. Damit können sie keine eBooks aus anderen Shops anzeigen und auch keine aus dem öffentlichen Leihsystem Onleihe.

Auf der anderen Seite stehen alle anderen Shops, die das Standardformat EPUB (mit und ohne DRM) unterstützen. Der Tolino Vision 2 und der PocketBook Sense passen hier hinein. Während der Vision 2 aber nur die wichtigsten Formate unterstützt, nämlich EPUB, PDF (mit und ohne DRM) und TXT, kann der Sense – wie übrigens alle Geräte von PocketBook – zusätzlich noch diese Formate anzeigen: CBR, CHM, DJVU, DOC, DOCX, FB2, HTML, PRC, RTF, TCR.

Bedienung

Alle drei Geräte verfügen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Damit ist das Navigieren auf der Oberfläche und in den Büchern sehr einfach. Bücher lassen sich bei allen Geräten per Tippen oder Wischen auf den Bildschirm weiter- und zurückblättern.

Blättern per Taste, Sensor oder Anklopfen

Bei PocketBook Sense und Kindle Voyage können die Bücher auch über Tasten weitergeblättert werden, wobei die Geräte verschiedene Ansätze verfolgen.

PocketBook Sense rückseitige-Blättertasten

Rückseitige Blättertaste beim PocketBook Sense

Der Sense hat auf der Rückseite zwei Blättertasten, die sich mit dem Zeigefinger bedienen lassen. Die Tasten sind als richtige Hardwaretasten ausgeführt und lassen sich jederzeit erfühlen. Linkshänder können in den Einstellungen die Blätterrichtung ändern, um auch mit der linken Taste weiterblättern zu können.

Sensortasten zum Blättern (oben: zurück; unten: weiter)

Seitliche Sensortasten beim Kindle Voyage

In den Bereichen links und rechts neben dem Bildschirm sind beim Voyage druckempfindliche Sensoren eingebaut. Werden sie gedrückt, kann auch hier vor- und zurückgeblättert werden. Weil diese Tasten nur Sensoren sind und keine Hardwaretasten, erfolgt die Rückmeldung über eine ganz leichte Vibration im Gerät selbst. Die Stärke des ausgeübten Druckes und der Rückmeldung kann in den Geräteeinstellungen geändert werden.

Tolino-Vision2-rueckseite

Beim Klopfen auf das Tolinologo blättert der Vision 2 weiter

Tolino hat sich beim Vision 2 eine ganz andere Möglichkeit für das Weiterblättern überlegt. Das Gerät kann, um weiter zu blättern, nämlich Schläge auf die Rückseite registrieren. Diese Möglichkeit ist nicht ganz so elegant wie bei den anderen Geräten. Auch diese Option lässt sich in den Geräteeinstellungen abstellen.

Lesen im eBook

Auf allen Geräten lässt sich die Schriftart, -größe, der Rand- und Zeilenabstand ändern. Alle drei Geräte erlauben es, die Schriftgröße per Zoomgeste zu ändern. Der Vision 2 bringt fünf vorinstallierte Schriften mit, der Voyage sechs. Auf dem Sense sind acht Schriften vorinstalliert, weitere lassen sich hier nachinstallieren, was auf den beiden anderen Geräten nicht bzw. auf dem Vision 2 nur mit Einschränkungen möglich ist. Vision 2 und Sense unterstützen Worttrennung, der Voyage nicht.

Sense und Voyage können Verlinkungen im Buch folgen (auch Fußnoten), beim Vision 2 ist dies leider nicht möglich.

Seitenzahlen werden beim Vision 2 und Sense immer am unteren Rand auf der Buchseite angezeigt. Die Seitenzahlen richten sich dabei in etwa nach den Seitenzahlen des Papierbuchs. Daher muss bis drei Mal geblättert werden, bis die Seitenzahl weiterspringt. Der Voyage zeigt stattdessen Prozente, die Zeit bis zum Ende des Kapitels oder Buches oder Positionen an.

Markieren, Notieren, Nachschlagen & Übersetzen

Um mal eben eine Buchseite zu speichern, lassen sich auf allen drei Geräten Lesezeichen setzen. Wichtige Passagen können markiert und mit Anmerkungen versehen werden. Bei Vision 2 und Voyage werden diese Notizen in einer Textdatei auf dem Gerät abgelegt und sind dadurch leicht exportierbar. Beim Sense verbirgt sich die entsprechende Datei tief in den Systemverzeichnissen.

Markierte Wörter lassen sich auf dem Sense und dem Voyage im Internet nachschlagen. Alle drei in allen drei Geräten nachschlagen und übersetzen, wobei nur auf Sense und Voyage hochwertige Wörterbücher zur Verfügung stehen. Der Vision 2 setzt hier leider auf kostenlose Stardic-Wörterbücher, die qualitativ nicht an die Wörterbücher der anderen Geräte heranreichen. Auf dem Sense sind einige Übersetzungswörterbücher von Abbyy Lingvo vorinstalliert, der Voyage bringt einige von Oxford mit und das Duden-Nachschlagewörterbuch. Weitere Wörterbücher können bei Amazon gekauft werden. Theoretisch lassen sich auch für den Sense Wörterbücher nachkaufen, momentan stehen im Shop von PocketBook allerdings keine zur Verfügung.

Bibliothek

Alle drei Geräte verwalten die Bücher in einer Bibliothek. Die eBooks können dort als Liste oder nur als Cover angezeigt werden. Während sie bei Vision 2 und Voyage nebeneinander stehen, werden sie auf dem PocketBook Sense gruppiert dargestellt.

Die Bücher lassen sich auf allen Geräten nach verschiedenen Kriterien (Name, Titel, Hinzufüge- bzw. Lesedatum) sortieren. Auf allen Geräten sind zudem Sammlungen möglich, in welche die Bücher von Hand einsortiert werden. Nur der PocketBook Sense wertet die im Buch hinterlegten Schlagwörter aus und stellt sie als Genre dar. Das hat bei großen Buchsammlungen den Vorteil, dass das Buch nur einmal auf dem Gerät vorhanden sein muss, gleichzeitig aber unter verschiedenen Genres gelistet sein kann. Zudem kann der Sense die Bücher auch sortiert nach Ordnern anzeigen.
Die Bibliotheken können auf allen Geräten durchsucht werden, wobei nur auf dem PocketBook Sense zusätzlich die letzten Suchen ausgewählt werden können.

Cloud & Synchronisierung

Beim Tolino Vision 2 und dem Kindle Voyage landen gekaufte eBooks in der Regel gleich per WLAN auf dem Reader. Bei PocketBook geht dies nur, wenn die Buchhandlung dies unterstützt. Ansonsten müssen die Bücher per USB-Kabel auf das Gerät kopiert werden. Bei DRM-geschützten Büchern ist dazu das Programm Adobe Digital Editions nötig.

Bücher ohne Kopierschutz lassen sich bei PocketBook Sense und Kindle Voyage per E-Mail ans Gerät senden. Bücher können beim PocketBook Sense auch über den eigenen Dropboxaccount auf dem Gerät landen.

Wer seine Bücher zeitweise auch auf Smartphone oder Tablet lesen möchte, kann sie bei Amazon und den Tolinoshops über die entsprechende App öffnen. Der Lesefortschritt wird dann auch gleich synchronisiert. Beim PocketBook Sense ist das bisher nicht möglich, da das Gerät standardmäßig an keiner Shopcloud hängt.

Fazit

Alle drei eReader sind tolle Geräte. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ich führe sie hier nochmal kurz für alle drei Geräte auf und nenne auch preiswertere Alternativen vom gleichen Hersteller.

Kindle Voyage

ds_kindle_voyageSo ist der Kindle Voyage für 189 € für all jene gut geeignet, die Wert auf die beste und neueste Technik legen. Er bietet das beste Display mit der höchsten Auflösung. Und mit den Sensortasten eine völlig neue Art weiterzublättern. Darüber hinaus ist er einwandfrei verarbeitet und die Verbandelung mit dem Shop ist sehr gut. Einzig eBooks aus der Onleihe können mit dem Voyage nicht gelesen werden.

Das könnte für den Amazon Kindle Voyage sprechen

  • Beleuchtung
  • Sehr hohe Auflösung
  • Bedienung per Touch
  • Sensortasten zum Blättern
  • Automatische Helligkeitsanpassung der Beleuchtung
  • Pageflip-Funktion zum schnellen Vor- oder Zurückblättern ohne die aktuelle Seite aus dem Fokus zu verlieren
  • Wörterbücher enthalten
  • Gerät kann gegen fremden Zugriff gesperrt werden
  • eBooks landen per WLAN auf dem Gerät
  • Funktioniert auch im ZipLock-Beutel
  • einfache Shopanbindung
  • Gibts auch mit Mobilfunkkarte, um unterwegs eBooks zu kaufen, auch wenn kein WLAN zur Verfügung steht

Das könnte gegen den Amazon Kindle Voyage sprechen

  • Enge Bindung am Amazon
  • Beleuchtung nicht per Taste ausschaltbar
  • eBooks im EPUB-Format können ohne Hilfsmittel nicht dargestellt werden
  • Keine Unterstützung der eBooks aus der Onleihe

Gibts bei

Preisliche Alternative zum Voyage:  Wem der Voyage zu teuer ist, kann auch zum knapp halb so teuren Paperwhite für 99 € greifen, der die gleiche Software mitbringt, einen nicht ganz so hochauflösenden Bildschirm, keine Blättertasten und keinen Helligkeitssensor.

Tolino Vision 2

Tolino Vision 2Der Tolino Vision 2 für 129 € kommt vielleicht für alle infrage, die gern in der Wanne lesen möchten und denen hochwertige Wörterbücher nicht ganz so wichtig sind. Auch beim Vision 2 ist die Anbindung an den jeweiligen Shop gelungen. Als Schmankerl können alle eBooks automatisch aufs Gerät geladen werden, die in anderen, dem Tolinoverbund zugehörigen, Shops gekauft wurden. Zudem können alle Tolinos an sämtlichen bundesweiten Telekom-Hotspots kostenlos ins Internet. Da schmerzt es etwas, dass der eingebaute Browser nur sehr rudimentäre Funktionen bietet.

Das könnte für den Tolino Vision 2 sprechen

  • Beleuchtung
  • Beleuchtung per Taste ausschaltbar
  • Wasserdicht bis 1 m
  • Gleichmäßige Ausleuchtung
  • Bedienung per Berührung
  • Weiterblättern per Tippen auf die Rückseite
  • Onleihe kann benutzt werden
  • eBooks aus anderen Shops des Tolinoverbundes können per WLAN aufs Gerät geladen werden
  • Kostenloser WLAN-Zugang bundesweit über alle Telekom Hotspots

Das könnte gegen den Tolino Vision 2 sprechen

  • Kein Einschub für Micro-SD-Karte
  • USB-Verbindung teilweise problematisch
  • PDF-Reflow stellt zeigt jeglichen Text unformatiert dar

Gibts bei

Preisliche Alternative zum Vision 2: Wem der Vision 2 zu teuer ist, kann auch zum Tolino Shine für 99 € aus gleichem Hause greifen. Der hat ein etwas größeres Gehäuse, setzt aber auch auf die gleiche Software und bietet damit alles, was auch der Vision 2 kann. Allerdings ist er nicht wasserdicht.

PocketBook Sense

PocketBook SenseWem es auf jedes Gramm ankommt, wer seine gut sortierte eBooksammlung jederzeit dabei haben oder einfach einen Nachfolger für den leichten Sony PRS-T3 möchte, sollte einen Blick auf den PocketBook Sense für 149 € werfen. Durch dessen ausgefeilte Bibliotheksfunktionen bleibt hier fast kein Wunsch offen. Sehr angenehm ist auch der eingebaute Helligkeitssensor und die Möglichkeit, den internen Speicher um eine Micro-SD-Karte erheblich zu erweitern. Dafür ist der Sense manchmal nicht ganz so fix, wie die beiden anderen Geräte, insgesamt aber unabhängiger von bestimmten Shops. Und anders als bei den beiden anderen Geräten liegt dem Sense ein Cover der japanischen Modedesigner KENZO bei. Dann muss man das nicht extra kaufen.

Das könnte für den PocketBook Sense sprechen

  • Beleuchtung
  • Helligkeitssensor
  • Bedienung per Berührung
  • Weiterblättern auch mit Tasten möglich
  • eBooks können in Ordnern verwaltet werden
  • eBooks können via Dropbox aufs Gerät geladen werden
  • Umfangreich konfigurierbar
  • Verwendung eigener Schriften möglich
  • Lesen ist im Querformat möglich
  • Einschub für Micro-SD-Karte
  • Unterstützung für ebooks aus der Onleihe

Das könnte gegen den PocketBook Sense sprechen

  • Keine Wake-up-Funktion in Verbindung mit entsprechenden Hüllen
  • Licht nicht per Taste ein- bzw. ausschaltbar

Gibts bei

nicht mehr erhältlich
Preisliche Alternative zum Sense: Wem der Sense zu teuer ist, kann auch zum PocketBook Touch Lux 2 für 99 € aus gleichem Hause greifen. Der ist nicht ganz so kompakt, hat dafür Blättertasten auf der Frontseite, setzt auf die gleiche Software und bietet damit alles, was auch der Sense kann. Allerdings hat er keine rückseitigen Blättertasten und keinen Helligkeitssensor. In der Osianderschen Version bringt er außerdem hochwertige Wörterbücher von Langenscheidt mit, die dem Sense fehlen und außer auf dem Inkpad auf keinem anderen Gerät von PocketBook zu finden sind.

Technische Daten

Vergleich

Gewicht Display Speicher Preis
Tolino Vision 2
Datenblatt | Testbericht
174 g 6 Zoll
212 ppi
4 GB 129 €
PocketBook Sense
Datenblatt | Testbericht
153 g 6 Zoll
212 ppi
4 GB 99 €
Amazon Kindle Voyage
Datenblatt | Testbericht
180 g 6 Zoll
300 ppi
4 GB 190 €

Hinweis: Dieser Artikel ist so ähnlich auch bei web.de, gmx und 1&1 erschienen.

Update vom 09.01.2015

Seit Veröffentlichung des Tests wurden die Preise für die Geräte teilweise reduziert. So kostet der Tolino Vision 2 mittlerweile nur noch 129 € und der PocketBook Sense 149 €- Ich habe die Preise entsprechend im Text angepasst.






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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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1 Kommentar

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  1. Klaus sagt:

    Hallo, kann man eigentlich mit dem Tolino oder Pocketbook auch Bücher in Oleihe auch vom Ausland ausleihen, also z.b. Von Asien aus in einer deutschen Bibliothek Bücher leihen?

Antworten

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