Testbericht: PocketBook Sense

  • 10. November 2014 - Aktualsiert am 4. Juli 2016
  • von Michael
  • 29 Antworten

Ich glaube, es gibt keinen anderen eReader-Hersteller, der eine ähnlich umfangreiche Produktpalette hat wie PocketBook. Mittlerweile gilt der ukrainische Hersteller als drittgrößter eReaderproduzent der Welt.

Mit dem Sense ist kürzlich ein neues Gerät in den Handel gekommen, das die Lücke zwischen Touch Lux 2 und Ultra schließt. Ich habe, dank PocketBook, die Gelegenheit gehabt, das Gerät mehrere Wochen zu testen. Was mir dabei aufgefallen ist, schreibe ich im folgenden Testbericht (übrigens mein 10. eines PocketBooks).

PocketBook Sense

Gehäuse, Anschlüsse und Verarbeitung

Wie immer beginne ich mit dem Gehäuse. Mit rund 15 cm Höhe, 11 cm Breite und 0,8 mmm Dicke ist der Sense – abgesehen vom Mini – der kleinste eReader von PocketBook und mit 164 g auch der Leichteste. Das ist überwiegend dem Fehlen der — für die PocketBook so typischen — Tasten unterhalb des Bildschirms zu verdanken.

Dennoch hat der Sense Blättertasten. Diese befinden sich – wie bei seinem größeren Bruder, dem Ultra – auf der grauen Rückseite. Weil das Gehäuse des Sense nicht ganz so hoch wie das des Ultra ist, sind die Blättertasten hier besser/mittiger platziert. Durch den kleinen Knubbel an den Tasten weiß man auch jederzeit, wo sie sich befinden. Diese Dinge und der nun fühlbare Druckpunkt sorgen dafür, dass man mit den Blättertasten wirklich gut weiter – und zurückblättern kann. Nach etwas Eingewöhnungszeit bin ich recht gut damit klargekommen.

PocketBook Sense rückseitige-Blättertasten

Rückseitige Blättertaste

Mitgeliefertes KENZO-Cover

Etwas schade finde ich, dass PocketBook dazu übergegangen ist, die Rückseiten der Geräte nicht mehr zu gummieren. Dadurch liegen die Geräte ohne Hülle nicht mehr ganz so sicher in der Hand wie bei den Vorgängern oder Geräten der Mitbewerber. Immerhin kann der Sense das etwas ausgleichen, denn er liefert eine eine passende Hülle — gestaltet vom japanischen Modelabel KENZO — gleich mit. Diese ist zwar auch nicht gummiert, sorgt aber durch ihre krokodilartige Struktur schon dafür, dass das Gerät sicherer in der Hand liegt.

PocketBook Sense mit KENZO-Cover

PocketBook Sense mit KENZO-Cover

Die Hülle ist sicher nicht jedermanns Geschmack, auch ich habe mich anfang etwas schwer mit ihr getan. Wenn sie allerdings erstmal aufs Gerät geklebt (ja, geklebt) ist, dann passt sie schon ganz gut dazu. Schade nur, dass der Sense keine Wakeup-Funktion hat und das Zuklappen des Covers das Gerät nicht ausschaltet. Das sollte in dieser Preisklasse mittlerweile zum Standard gehören.

Anschlüsse

An der Unterseite des Gerätes befindet sich wie bei allem PocketBooks der Einschalter, der hier eine weiße LED enthält, die den Status anzeigt. Wie immer, lässt sich sich auch in den Einstellungen abschalten. Auch den Einschalter hat PocketBook überarbeitet, denn er ist einersits sehr gut ertastbar, hat aber auch einen definierten Druckpunkt und lässt sich relativ leicht drücken. Auch der der Einschub für die Micro-SD-Karte, die maximal 32 GB groß sein darf, und der Anschluss für das USB-Kabel mit Micro-USB-Stecker befindet sich an der Unterseite. Ganz links außen gibts dann noch eine Möglichkeit, ein Band zu befestigen.

Anschlüsse des PocketBook Sense

Anschlüsse des PocketBook Sense

Insgesamt ist der Sense hervorragend verarbeitet. Nicht knarzt und knackt, wenn man das Gerät insich verdreht oder an den Seiten herumdrückt.

Bildschirm

Als Bildschirm verwendet PocketBook ein 6″ Pearl-E-Ink-Display mit einer Auflösung von 213 ppi (758x1024px). Damit setzt PocketBook auf bewährte Technik, nachdem der Ausflug ins Reich der Cartadisplays bei Ultra nicht ganz so geglückt ist (was wohl eher am Zulieferer der Displays, als an PocketBook lag).

Ausleuchtung des Bildschirms beim PocketBook Sense

Ausleuchtung des Bildschirms beim PocketBook Sense

Die Ausleuchtung des Bildschirms ist sehr gleichmäßig, nirgends schauen
Lichtbänder raus oder sind hellere (oder dunklere) Bereiche sichtbar.
Einzig am unteren Bildschirmrand sind gitterartige Strukturen sichtbar, wie sie bei beleuchteten Bildschirmen eben vorkommen. Die maximale Helligkeit ist nicht ganz so hoch, wie beispielsweise beim Touch Lux 2, ist aber für den täglichen Einsatz völlig ausreichend. Auch mit dieser geringeren Helligkeit des Hintergrundes ist der Schwarzwert der Schrift sehr gut.

Lichtsensor

Auf der Vorderseite über dem Bildschirm befindet sich ein Helligkeitssensor, der permanent das Umgebungslicht misst und die Helligkeit der Beleuchtung einstellt.

Lichtsensor über dem Bildschirm beim PocketBook Sense

Lichtsensor über dem Bildschirm

Seit Firmwareversion 5.2.373 funktioniert das recht zuverlässig. So regelt das Gerät die Helligkeit etwas herunter, wenn auch das Licht in der Umgebung schwächer wird. Wird es ringsum heller, wird auch die Displaybeleuchtung etwas heller. Dabei scheint der Sense etwas verzögert zu reagieren. Das ist insofern hilfreich, als das er beispielsweise im Zug oder der Staßenbahn nicht ständig hin- und herregelt, wenn sich die Lichtverhältnisse schnell ändern.

Besonderheiten beim Umblättern

Der Sense kommt von Haus aus mit der Firmwareversion 5, bei der das Refreshverhalten beim Blättern geändert wurde. Normalerweise muss bei Pearl-E-Ink-Displays die Seite nach rund 6 Blättervorgängen komplett aufgefrischt werden, damit störende Elemente gelöscht werden. Die modernere Displaygeneration namens „Carta“, die bei den teureren Kindles (Paperwhite und Voyage), dem Kobo Aura und den Tolino Visions zum Einsatz kommt, muss hingegen nur noch alle paar Stunden (wenn überhaupt) komplett aufgefrischt werden.

PocketBook hat mit der Firmwareversion 5 hier eine sehr elegante Möglichkeit gefunden, diese langen Refreshzeiträume auch auf den Pearldisplays zu ermöglichen. Kurz vor jedem Blättervorgang wird der alte Text kurz unscharf und etwas größer. Dadurch werden alle störenden Elemente ausgelöscht und die Schrift ist nach dem Blättern schon scharf. Als Nebeneffekt kann die Seitenaktualisierung alle x Seiten in den Einstellungen komplett abgeschaltet werden. Bei der Rückkehr aus einem Menü wird der Bildschirm generell komplett aufgefrischt.

Bedienung

Wie oben geschrieben, setzt auch der Sense von Anfang an auf die Firmwareversion 5, die neuere PocketBookgeräte mit einer neuen Oberfläche ausrüstet. Auf der Startseite werden die zuletzt gelesenen und hinzugefügten Bücher angezeigt.

In der Bibliothek ist es möglich, die Bücher, neben den üblichen Filtermöglichkeiten wie (Autor, Titel, Hinzufüge- und Lesedatum), auch in virtuale Regale einzusortieren. Im eBook vorhandene Stichwörter wertet der Sense als Genre aus und sortiert die Bücher entsprechend ein. Wenn ein Buch mehrere Schlagwörter enthält, wird es in der Bibliothek auch in den verschiedenen Genres gelistet. Damit ist endlich bei PocketBook möglich, was Sony und Kobo schon länger können.

Darüber hinaus stellt die Bibliothek die Bücher als reine Cover oder als Liste dar. Letztere Ansicht ist nicht immer optimal, da mitunter nicht alle Einträge auf eine Seite passen. Manchmal wird ein Eintrag ganz unten nur zur Hälfte angezeigt, blättert man auf die nächste Seite, wird er zur Hälfte ganz oben dargestellt. Ansonsten ist die Oberfläche ganz brauchbar.

eBooks & PDF lesen

Ansonsten bietet auch der Sense alle Funktionen, die andere PocketBookgeräte auch können. Das heißt, man kann zusätzlich zu den zahlreichen vorinstallierten Schriften, eigene installieren, Rand- und Zeilenabstand ändern oder die Silbentrennung einschalten. Wichtige Texttexte lassen sich markieren, mit Notizen versehen oder in den vorinstallierten Wörterbüchern oder im Internet nachschlagen. Letzteres natürlich nur, wenn das Gerät per WLAN ins Internet darf.

PDFs können gelesen werden, hier unterstützt der Sense auch Reflow, also die Möglichkeit, den Text aus dem PDF zu ziehen und als Text anzuzeigen. Das geht aufgrund des schnellen Prozessors auch recht flott. Leider lassen sich in diesem Modus immer noch keine Alternativschriftart auswählen. Ich glaube auch nicht, dass da nochwas kommt.

eBooks erhält der Sense wie alle neueren PocketBooks per Kabel, Dropbox, per E-Mail über Send-to-PocketBook, über den Onlineshop (falls dieser den PocketBook unterstützt) oder per Download über den Browser. Für Ablenkung sorgen ein paar Spiele und Zusatzanwendungen (siehe Datenblatt).

Zusammenfassung

Das könnte für den PocketBook Sense sprechen

  • Beleuchtung
  • Helligkeitssensor
  • Bedienung per Berührung
  • Weiterblättern auch mit Tasten möglich
  • eBooks können in Ordnern verwaltet werden
  • eBooks können via Dropbox aufs Gerät geladen werden
  • Umfangreich konfigurierbar
  • Verwendung eigener Schriften möglich
  • Lesen ist im Querformat möglich
  • Einschub für Micro-SD-Karte
  • Unterstützung für ebooks aus der Onleihe

Das könnte gegen den PocketBook Sense sprechen

  • Keine Wake-up-Funktion in Verbindung mit entsprechenden Hüllen
  • Licht nicht per Taste ein- bzw. ausschaltbar

Preise und Bezugsmöglichkeiten

nicht mehr erhältlich

Fazit

Obwohl ich eigentlich ein Befürworter größerer, besser festhaltbarer Geräte bin und in der Vergangenheit nicht so sehr viel mit den kleinen Geräten anfangen konnte, muss ich sagen, dass mich der Sense schon begeistert hat. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was PocketBook so neuerdings mit der Firmware teilweise veranstaltet. So finde ich es schade, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, den Cool Reader zu installieren. Oder dass es nicht möglich ist, das Licht per Taste (gern auch optional einstellbar) ein- und auszuschalten.  Aber das sind im Prinzip nur Kleinigkeiten. Im längeren Gebrauch macht der Sense eine gute Figur und es war durch das gute Display und den hohen Kontrast immer sehr angenehm, auf ihm zu lesen.

Durch die langerwartete Unterstützung von Schlagworten in eBooks, die Größe und das Gewicht würde ich soweit gehen und den Sense als legitimen Nachfolger des Sony PRS-T3 bezeichnen. Wer sich dafür interessiert, hier ist mal ein Größenvergleich beider Geräte:

Größenvergleich (links: Sony PRS-T3 - rechts: PocketBook Sense)

Größenvergleich (links: Sony PRS-T3 – rechts: PocketBook Sense)

Datenblatt anschauen


Alternativen zum PocketBook Sense


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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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29 Kommentare

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. Kuki sagt:

    Danke für den ausführlichen Test.
    Da ich meinen Touch Lux (mit dem ich sehr zufrieden bin) meinem Dad weitervererben will, schwanke ich als Nachfolger für mich zwischen dem neuen Sense und dem Kobo Aura.
    Ich finde nach wie vor richtige Tasten zum Blättern ganz gut, jedoch ist der Kobo recht kompakt und wacht mit dem Cover auf. Interessant wäre auch die Akkulaufzeit die beim Lux immer ein Kritikpunkt war, zumindes wenn man ihn nicht ganz ausschaltet.
    Vielleicht kannst Du die Beiden ja bei Gelegenheit einmal vergleichen.
    Gruß Kuki

    • Der Sense und der Aura sind gleich groß. Von der Akkulaufzeit verhält sich auch der Sense nicht anders als andere PocketBooks. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Wenn der PocketBook immer im Standby gehalten wird, verbraucht er mehr Strom, als wenn er komplett ausgeschaltet ist. Ist bei Kobo im Prinzip auch nicht anders, denn auch der schaltet sich nach einer gewissen Zeit im Standby komplett ab. Die einzigen Reader, die ich kenne, die ständig im Standby laufen und die sich auch nicht komplett abschalten lassen, sind die Kindles.

  2. Michael sagt:

    Danke für den schönen Test.
    Ich hab dazu noch ein paar Fragen:

    – wie ist die Blättergeschwindigkeit des Sense ?
    Bisher habe ich beim Touch Lux immer den FBreader benutzt,
    da mir der Adobeviewer viel zu langsam war. (ich lese nur DRM frei)

    – ist es möglich den Shop von Osiander oder der Mayersche-Buchhandlung zu integrieren

    – gibt es schon alternative Cover im Handel?

    Vielen Dank
    Michael

    • – wie ist die Blättergeschwindigkeit des Sense ?
      Bisher habe ich beim Touch Lux immer den FBreader benutzt,
      da mir der Adobeviewer viel zu langsam war. (ich lese nur DRM frei)

      Ich hab hier nur den Touch (ohne Lux), der aber, glaube ich, auf der gleichen Hardware wie der Lux basiert. Beide Geräte blättern gleich schnell.

      ist es möglich den Shop von Osiander oder der Mayersche-Buchhandlung zu integrieren

      Grundsätzlich erreichst du beide Shops über den integrierten Browser und kannst sie darüber bedienen. Wobei der Osiandershop besser funktionieren soll, da er bereits sehr gut an mobile Geräte angepasst ist (habe ich mir sagen lassen). Für die Mayersche gibt es seit ein paar Tagen eine angepasste Version des PocketBook Touch Lux 2, der eine entsprechende Shop-App enthält, die viele Dinge aus dem Shop direkt auf dem Gerät und nicht im Browser ausführt. Ich weiß allerdings nicht, ob diese App auch für den Sense kommen wird. Da müsstest du mal bei der Mayerschen direkt nachfragen.

      gibt es schon alternative Cover im Handel?

      Aufgrund der Neuheit des Gerätes, glaube ich nicht. Ich kann dir aber die Mosushüllen ans Herz legen, die auf die passende Größe des Gerätes handgefertigt werden. Sind wirklich sehr gut verarbeitet. Hier mal ein Test dazu, den ich im Frühjahr mal gemacht habe.

  3. Till sagt:

    Danke für deinen Test.

    Ich hätte ein paar Fragen:

    1) Kann man den Sense auch ohne das Kenzo-Cover benutzen?

    2) Was passiert, wenn man das Display aus Versehen berührt? Die Kindle-Modelle mit Touchscreen blättern dann immer um, was ich extrem nervig finde.

    LG
    Till

    • Kann man den Sense auch ohne das Kenzo-Cover benutzen?

      Ja, es wird mitgeliefert, ist aber nicht aufgeklebt. Das muss man selbst machen.

      2) Was passiert, wenn man das Display aus Versehen berührt? Die Kindle-Modelle mit Touchscreen blättern dann immer um, was ich extrem nervig finde.

      Wenn du ganz am Rand aufs Display kommst, blättert er eine Seite weiter und wenn du weiter auf der Stelle bleibst (weil du ihn gerade rumträgst oder so), dann erscheint eine Meldung „Vorgänge mit Text sind nicht verfügbar“, aber das gerät blättert dann nicht weiter. Die Meldung verschwindet erst wieder, nachdem du das Display losgelassen hast.

  4. smith sagt:

    Wie funkzioniert das mit dem nachkaufen von Wörterbucher? Kann man .dic installieren? Muss man diese von bookland kaufen?

    • Ja, man muss sie bei Bookland kaufen. Wobei ich gerade gesehen habe, dass es da momentan keine gibt.

      • smith sagt:

        hallo danke für die antwort. bedeuted dies, dass auch die gratis wörterbücher im .dic format nicht installiert werden können? meinen sie bookland macht da noch was? ich war vor wochen schonmal auf der seite und habe eben auch keine gefunden :S komische sache.

  5. Verena sagt:

    Ich habe zu Weihnachten das Ebook Pocketbook mini geschenkt bekommen. Werde es leider zurück geben und mir ein anderes Ebook holen. Weil ich kann mich leider nicht ins WLAN bei mir Zuhause einwählen, bei meiner Mutter Zuhause konnte ich mich zwar in ihr WLAN einwählen aber ich konnte bei Bookland hat sich mein Ebook nur aufgehangen. Ich möchte gerne wissen ob das thalino besser von der Handhabung ist.

    • PocketBook hat mit einem Firmwareupdate irgendwann mal das WLAN-Problem gefixt, glaube ich. Ansonsten für WLAN auf dem eReader überbewertet. Die Browser sind so langsam, dass es keinen Spaß macht. eReader können eben nur eines richtig gut: statischen Text darstellen. Einkaufen kannst du, wo du willst und die Bücher dann per PC aufs Gerät kopieren.

      Die Tolinos sind einfacher von der Handhabung her als die PocketBooks, bieten aber nicht soviele Funktionen. Beide Geräte kann man eigentlich auch gar nicht miteinander vergleichen, weil sie völlig unterschiedliche Ansätze in der Bedienung haben.

  6. Harald sagt:

    Hallo Michael,

    danke für den super Test.
    Aufgrund dessen habe ich mir den Sense jetzt auch gekauft.

    Insbesondere weil es m.E. derzeit der einzige Reader ist, der den PDF-Reflow für Bücher endlich wieder fast so gut wie auf den Sonys benutzbar macht.

    Da du ja offensichtlich auch Spezalist für Calibre bist und wohl auch PDFs benutzt möchte ich dich etwas fragen.

    Habe jetzt Stunden gegoogelt und bin bis in irgendwelche Bug-Foren von Calibre vorgestoßen und nicht weitergekommen.
    Der Sense wird in Calibre als „Android phone“ angezeigt, was lt. div Foren auch ok sein soll (galt für den LUX 2).

    Habe meine Bücher in Calibre über Serien organisiert.
    Für epubs wird dies als Meta perfekt auf den Sense übertragen und auch ausgewertet.

    Munter habe ich denn auch meine PDFs wieder auf den Reader geschickt. Titel und sogar Coverbild werden ausgewertet und angezeigt. Leider keine Serien oder sonstige Tags….

    Hatte vorher einen Kobo Aura, da gab es ein Plugin wo man die Tags zuordnen konnte. Für „Android phone“ gibt es solche Optionen in den Geräteeinstellungen nicht.
    Für epubs (und Bilder und Titel) tuts ja auch.

    Weisst du, ob ich in Calibre noch was tun kann oder der Sense dies einfach für PDFs nicht tut.
    Dann würde ich die PDFs halt über Ordner strukturieren.
    (Was natürlich auch eine geile und alleinstellende Funktion des Sense ist!)

    Danke und Grüße
    Harald

  7. André sagt:

    Hallo und vielen Dnak für dein ausführliches Review. Ich hardere gerade mit der Bestellung, weil ich ein wenig Bedenken zu zwei Punkten habe und ich hofe du kannst mir da evtl. weiterhelfen.

    Punkt 1: Kein Standby. Wenn ich morgens lese und aus der U-Bahn aussteige um umzusteigen, versetze ich meinen Kindle immer in den Standby und kann dann ohne Probleme sehr fix wieder weiter lesen. Hat der Sense gar keinen Standby Modus und dauert es tatsächlich immer (laut Chip.de) 10,9 Sek bis man weiterlesen kann? Ich finde leider zu dem ganzen Thema uach nirgends im Internet mal z.B. ein Video, welches den Einschaltvorgang zeigt.

    Punkt 2: Beleuchtung. Ist die Beleuchtung sehr nah am Blau dran oder geht es doch eher ins weiß hinein? Der Paperwhite 2 hat ein sehr schönes warm-weiß z.B. wie ich finde.

    Eigentlich würde ich mich für den Paperwhite 2 entscheiden, aber der ist mir mit seinen über 200g einfach zu schwer. Das Ökosystem ist zwar gut, aber für mich nicht notwendig, weil ich Calibre benutze.

    Vielen Dank schonmal für deine Antwort und natürlich auch das tolle Review!!!

    André

    • Hat der Sense gar keinen Standby Modus und dauert es tatsächlich immer (laut Chip.de) 10,9 Sek bis man weiterlesen kann?

      Doch, natürlich hat der Sense Standby. Allerdings verbraucht er im Standby auch Strom (mehr als andere Geräte von anderen Herstellern). Befindet er sich im Standby, kannst du gleich weiterlesen, nachdem du ihn wieder geweckt hast. Du musst — wenn ich mich recht erinnere — den Standby allerdings erstmal einschalten.

      Beleuchtung. Ist die Beleuchtung sehr nah am Blau dran oder geht es doch eher ins weiß hinein?

      Die Beleuchtung ist schon so, wie du sie oben im Bild sehen kannst. Blau würde ich nicht sagen, sondern eben weiß. Ich hab ihn jetzt nicht mehr hier und kann ihn daher nicht mit dem Paperwhite vergleichen, aber aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, dass sich beide nicht viel genommen haben.

  8. André sagt:

    Vielen Dank für deine Antwort! Ich sehe schon, dass ich nicht drumrum komme ihn mal live auszuprobieren. Schade, dass man ihn hier in Berlin nirgendwo findet. bzw. ich hab ihn online bei den großen Elektronikmärkten nicht gefunden.

  9. André sagt:

    Ich muss zugeben, dass ich mich jetzt doch erstmal für den Paperwhite 2 entschieden habe und zu Hause mal teste, wie die knapp 200g sich anfühlen beim lesen.
    Scheint für mich derzeit irgendwie noch der beste Kompromiss aus Qualität und Preis/Leistung zu sein. Wird vermutlich ja auch nicht mein letzter E-Reader sein. Und solange Calibre Bücher darauf zaubert ist das geschlossene System für mich auch kein Hinderungsgrund.
    Schade, dass es den Sense nicht ohne Cover günstiger gibt, welches ich z.B. überhaupt nicht benötige. Und immer Gedanken zu machen wegen dem Standby, habe ich auch irgendwie keine Lust.

    PS: Auf Chip.de hab ich eine Bestenliste gefunden, wo man die technischen Daten vergleichen kann. Das war dann schon ganz interessant (Wakeup Zeit und so…)

  10. Sabine sagt:

    Habe mir gerade als Nachfolger zu meinem Pocketbook Touch den Sense gekauft – bin insgesamt sehr zufrieden. Eine Sache bringe ich aber nicht zum laufen – in der „umgesteckten“ SD Karte ist keine Suche möglich – auch kann ich Bücher , die auf der Karte gespeichert sind nicht im Regal ablegen. Kann mir jemand helfen?

    LG

    • Es könnte sein, dass der Sense noch am Einlesen der Bücher ist. Das kann nach Anzahl der Bücher und Geschwindigkeit der Karte einige Zeit dauern. Leider zeigt das Gerät – sofern ich mich recht entsinne – keinen Status des Vorgangs an. Warte einfach mal ein paar Stunden ab und schaue dann nochmal.

  11. Marion sagt:

    Sie haben leider nicht geschrieben wie lange eine Akkuladung hält.
    Außerdem würde mich interessieren, auf welche Seite der Ereader springt, wenn man ein Buch gelesen hat und einen Schritt zurückgeht.
    Beispiel: Alle Bücher nach Autoren geordnet, Buch aus der Startseite geöffnet, da bereits mitten im Buch. Geht der Ereader auf die Startseite zurück oder auf die Datei mit dem Namen des Autors, aus dem das Buch ursprünglich angewählt wurde?
    LG

    • Michael sagt:

      Sie haben leider nicht geschrieben wie lange eine Akkuladung hält.

      Die Angaben des Herstellers mit rund einem Monat bei rund einer halben Stunde täglichem Lesen kommen schon so hin. Wenn WLAN ausgeschaltet ist, hält der Akku noch etwas länger.

      Außerdem würde mich interessieren, auf welche Seite der Ereader springt, wenn man ein Buch gelesen hat und einen Schritt zurückgeht.

      Die Bücher werden immer auf der zuletzt angezeigten Seite geöffnet. Die Startseite zeigt zudem oben immer die zuletzt geöffneten Bücher an (ich glaube insgesamt 9), egal aus welchem Verzeichnis oder welcher Sortierung heraus das eBook geöffnet wurde.

  12. Frank sagt:

    Hallo, ich habe den PocketBook Sense seit ein paar Tagen. Mir ist aufgefallen dass die Schrift in Büchern (z.B. der PocketBook Anleitung) teilweise unscharf und unterschiedlich dargestellt wird. Ist das ein bekanntes Problem und kann es behoben werden? Auf meinem Kindle Generation 4 tritt das Problem mit den gleichen Büchern nicht auf …

  13. cat4net sagt:

    Hallo! Ich mag Ihre Beiträge sehr.
    Ich kann mich schwer zwischen dem Sense und dem Lux 3 entscheiden.
    Welchen würden Sie bevorzugen und warum?
    Dankeschön und frohe Weihnacht!

  14. Jana sagt:

    Hallo, Vielen Dank für die ausführlich Testberichte. Dadurch, dass Pocketbook alle diese Formate unterstützt und Organisation mit Ordnern erlaubt habe ich micht schnell für Herrsteller Pocketbook entschieden. Das Schwierige ist es sich zwischen Sense und Touch Lux 3 zu entscheiden. Welche gravierenden Unterschiede bestehen zwischen diesen beiden Readern?

    Vielen Dank

    • Michael sagt:

      Der Touch Lux 3 hat das etwas modernere Display und mehr Tasten, die sich konfigurieren lassen. Im Gegenzug ist der Sense leichter und kleiner. Und er hat einen Helligkeitssensor, der dem Touch Lux 3 fehlt.

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