Was kommt…

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  • von Michael Sonntag
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Noch bis morgen läuft die Frankfurter Buchmesse, deren Fokus diesmal sehr stark auf eBooks und deren Lesegeräte gerichet ist.

So haben verschiedene Hersteller neue Geräte angekündigt. Da ist einerseits Trekstor, die den kleinsten eReader der Welt (mit 4,3″-Display) herausbringen wollen. Leider wurde ihre Ankündigung ein wenig von txtr verhagelt, die diesen Titel mit ihrem Beagle ebenfalls in Anspruch nehmen wollen. Wohlgemerkt mit einem 5″ großem Display. Verbirgt sich hinter dem Trekstor Mini ein richtiger eReader, der per USB befüllt wird, kann der txtr Beagle nur via Smartphone befüllt werden und soll trotz 4 GB großem internen Speicher nur Platz für vier bis fünf Bücher bieten. Klingt komisch, aber es wird vermutet, dass die Bücher als Bilder auf dem Gerät landen werden. Ich frage mich nur, wie lange die Übertragung eines Buches per Smartphone braucht und ob es dann nicht doch besser ist, einen normalen eReader zu nehmen?

Aktuell ein großes Thema sind Geräte mit eingebauter Beleuchtung. Amazon hat ja Anfang September den Paperwhite angekündigt, seit vorgestern steht nun auch der Auslieferungstermin für Deutschland fest. Am 22. November werden die Paperwhites offiziell geliefert, bestellt werden können sie aber jetzt schon. Interessant, dass der Kindle Touch gerade ausverkauft scheint. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ich vermute aber mal, dass er in ein paar Tagen wieder verfügbar ist, wie es kurz nach der Ankündigung des schwarzen Kindle (ohne Touch).

Bookeen, der Hersteller des Odyssey hat auch schon einen Nachfolger in der Pipeline, der neben der höheren Auflösung (768×1024) ebenfalls mit Beleuchtung ausgestattet ist. Ich bin gespannt, ob Bookeen das Problem mit dem Standby in den Griff bekommen hat. Wenn ja, ist dieses Gerät sicher ein heißer Konkurrent des Kindle Paperwhite.

Ansonsten hat man herausgefunden, dass 10% der Deutschen derzeit eBooks lesen. Das wird als positives Zeichen gesehen, dass der Umsatz steigen wird. Und ehrlich gesagt, glaube ich das auch. Amazon hat vorgestern auch bekannt gegeben, dass in Deutschland über deren Shop mehr eBooks als Hardcover verkauft werden. Auf 100 Hardcover kommen demnach 108 eBooks. Irgendwo ist das aber einVergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Auch wenn kostenlose eBooks aus dieser rechnung herausfallen, müssen sich Hardcover, die rund 20,- kosten gegen eBooks behaupten, die 99ct kosten.

Ich denke dennoch, dass eBooks erst dann richtig angekommen sind, wenn einerseits die Reader nochmal massiv im Preis gefallen sind, eBooks nicht mehr als 9,99 € kosten und ohne Kopierschutz ausgeliefert werden. Die sonst vielgescholtene Musikindustrie ist da schon weiter. Die haben das Konzept des Kopierschutzes wieder fallen gelassen, weil es nicht wirklich Sinn macht und zuviele Probleme verursacht. Mittlerweile wird Musik im mp3-Format verkauft und es sind in der Datei Wasserzeichen enthalten, die Rückschlüsse auf den Käufer geben, sich dennoch auf allen mp3-fähigen Geräten abspielen lassen. Ich denke dennoch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Buchverlagswelt ebenso weit ist.

Ich werde zusehen, dass ich alle neuen Geräte zum Testen bekomme. Auf dieser steht aber auch der neue Kobo Glo, der auch demnächst kommen soll. Es bleibt spannend!

Wie wird sich der Buchmarkt künftig verändern? Was wünscht ihr euch und was seht ihr kritisch?




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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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