Project Gutenberg endlich wieder aus Deutschland erreichbar

Seit Ende Februar 2018 war die Website vom Project Gutenberg für Besucher aus Deutschland gesperrt, ab sofort ist sie wieder zugänglich.

Hintergrund der Sperre damals war eine Klage vom S.Fischer-Verlag gegen 18 E-Books, deren Urheberrecht in Deutschland noch nicht abgelaufen war. Diese 18 E-Books bleiben weiterhin gesperrt, es handelt sich dabei um Werke von Heinrich Mann, Thomas Mass und Alfred Döblin. Eine Übersicht über den Prozess gibt es hier auf englisch. Dort ist auch eine genaue Auflistung der beanstandeten Werke verlinkt.

Info: Project Gutenberg ist die älteste digitale Bibliothek der Welt. Sie wurde vor 50 Jahren von Michael S. Hart gegründet und nach Johannes Gutenberg, dem Erfinder des modernen Buchdrucks benannt.

Im Project Gutenberg werden E-Books von gemeinfreien literarischen Texten erstellt. Dazu wurden die Bücher ursprünglich von Hand abgetippt, auf den Server des Projekts hochgeladen und schließlich korrekturgelesen. Seit den 1990er Jahren kommen zunehmend auch Buchscanner und Texterkennungssoftware zum Einsatz. Seit Mitte der 1990er Jahre stehen die angebotenen Texte über das Internet zur Verfügung.

Die Bücher sind in verschiedenen Datenformaten verfügbar: Als ASCII-Textdateien (die neueren Ausgaben im Format UTF-8), als EPUB und Mobi für den Amazon Kindle (jeweils mit und ohne Bilder) sowie als HTML-Dateien. Letztere kann man direkt online im Webbrowser lesen. Alle Daten können sowohl einzeln als auch in größeren Paketen – in passenden Größen für CDs oder DVDs – heruntergeladen werden. Dateien werden als HTTP-, FTP- und Peer-to-Peer-Downloads (über Magnet-Links) angeboten.

Neben elektronischen Texten finden sich in geringerem Umfang auch Bilder, Filme, Audiodateien und andere Dokumenttypen. Einige Dateien stehen unter einem Urheberrecht, in diesen Fällen haben die Autoren ihre Zustimmung zur Aufnahme in das Projekt erteilt.

Mehr dazu in der Wikipedia

3 Gedanken zu „Project Gutenberg endlich wieder aus Deutschland erreichbar“

    • Danke für die Ergänzung, allerdings hat die von dir verlinkte Seite nichts mit dem im Artikel erwähnten Projekt zu tun, außer der Namensähnlichkeit, die von gutenberg.org aber genehmigt wurde. In der Wikipedia steht auch dazu einiges und auch, warum die Texte dort nicht so einfach heruntergeladen werden können.

      Antworten
      • Hallo Michael,
        Danke für die Info.
        Ich habe mich nur gewundert, warum die beiden Seiten Unterschiede bei der Ausgabe der Dateien haben, aber darüber keine Gedanken gemacht.
        Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.

        MfG
        Gerdio

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