Erste Schritte mit dem PocketBook-Reader

Wer von einem anderen eReader kommt oder ganz neu mit einem eReader von PocketBook startet, wird von der schieren Funktionsvielfalt bisweilen erschlagen. Ich versuche mal, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und beschreibe, welche Einstellungen ich bei einem neuen PocketBookreader meist als erstes setze.

Aber vorab noch ein Wort zu den Einstellungen. Ich rufe sie auf, indem ich auf der Startseite erst auf die Menütaste (rechts außen) drücke und danach auf das Zahnradsymbol im Menü oben tippe.

Wann immer ich eine Einstellung geändert habe, wechsle ich über das “Haus”-Symbol links oben zurück zur Startseite, um die Änderung anzuwenden. Ein Neustart des Gerätes ist in der Regel nicht nötig.

Überflüssige Inhalte löschen

Alle PocketBookreader werden mit einer Vielzahl an kostenlosen Büchern in den verschiedensten Sprachen und ein paar Fotos ausgeliefert. Das ist für den eBookeinsteiger eine klasse Sache, da er die Möglichkeit hat, schon mal ein paar Klassiker zu lesen. Mich stören die eBooks aber, sodass ich sie als Erstes lösche. Dazu den Reader mit dem mitglieferten USB-Kabel an den Rechner anschließen und folgende Verzeichnisse aus dem Hauptverzeichnis des Readers löschen:

  • Dansk
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • Nederlands
  • Polski
  • Português
  • Slovenčina
  • Čeština
  • Български
  • Русский
  • Українська

Nach dem Löschen der Bücher entferne ich noch die Beispielbilder aus dem Verzeichnis “Photo” und die Bedienungsanleitungen, die sich im Hauptverzeichnis befinden. Auf dem Touch Lux 3 kann auch noch das Verzeichnis “license” gelöscht werden, auf neueren Modellen existiert das nicht mehr. Wer später doch nochmal auf die eBooks oder die Anleitung zugreifen möchte, kann sie jederzeit von PocketBooks Supportseiten herunterladen.


Schriften installieren

Die meisten Schriften, die auf den PocketBookreadern installiert sind, sagen mir zum Lesen eher nicht zu. Deswegen kopiere ich die paar Schriftarten, mit denen ich normalerweise lese ins Systemverzeichnis “system\fonts\”. Welche Schriften es gibt und wie das genau funktioniert, habe ich dort etwas ausführlicher beschrieben.


Nachfrage beim Anschließen des USB-Kabels ausschalten

Wird ein PocketBook-Reader per USB-Kabel mit dem PC verbunden, ploppt auf dem Gerät eine Abfrage auf, ob der Reader an den PC angeschlossen wird oder ob er nur aufgeladen werden soll. Die Abfrage ist insofern etwas überflüssig, da der Reader auch bei Wahl der Option “PC-Anschluss” aufgeladen wird. Die Option “Aufladen” ist nur dann sinnvoll, wenn auf dem Reader weitergelesen werden soll, während er über den PC (oder Notebook) aufgeladen werden soll. In den Einstellungen unter “Wartung > USB-Modus” lässt sich diese Option voreinstellen. Nun fragt der Reader beim Anschluss nicht mehr nach, sondern verbindet sich sofort als neues Laufwerk mit dem Rechner.


Status-LED abschalten

Im Powerknopf des Readers befindet sich eine LED, die nicht nur beim Laden leuchtet, sondern auch immer dann, wenn der Reader arbeitet, also ein Buch öffnet, die Seitenzahlen berechnet oder beim Weiterblättern. Ich finde die LED beim Lesen eher störend, also schalte ich sie über “Einstellungen > Persönliche Einstellungen > LED-Anzeige” aus. Sie leuchtet dann nur noch, wenn der Reader mit dem PC oder einem Netzteil verbunden ist.


Nutzungsstatistiken abschalten

Damit man den PocketBookReader überhaupt erst nutzen kann, muss man beim Einrichten die Nutzungsbedingungen bestätigen, in denen man PocketBook erlaubt, Nutzungsdaten zu sammeln und auszuwerten. Da ich das nicht so gern möchte, schalte ich die Weitergabe der Nutzungsstatistiken unter “Einstellungen > Wartung > Datenschutz > Diagnose und Verwendung” ab. Alternativ könnte ich dem Gerät natürlich keinen Zugriff auf mein WLAN geben, aber dann könnte ich die Clouddienste oder den Browser nicht nutzen.


Stromsparoptionen setzen

Auf allen PocketBooks, außer dem Inkpad 3, gibt es keinen brauchbaren Standbymodus, sondern nur eine Bildschirmsperre. Ist sie aktiv, ist zwar der Bildschirm gegen versehentliches Berühren gesperrt, das restliche Gerät läuft aber im Normalbetrieb weiter und verbraucht entsprechend viel Strom. Deshalb prüfe ich bei neuen Geräten auch immer, ob die Autoabschalten-Funktion aktiv und auf den geringsten Wert gesetzt ist. Das kann unter “Einstellungen > Strom sparen > Autoabschalten” nachgeschaut werden.

Beim Inkpad 3 allerdings gibt es erstmals einen wirklich brauchbaren Standbymodus, weswegen ich unter “Einstellungen > Strom sparen” die automatische Bildschirmsperre auf 5 Minuten setze und die Autoabschaltung deaktiviere. Durch Aktivierung der Bildschirmsperre gehe ich außerdem sicher, dass sich der Reader über die Hülle schlafen legt bzw. wieder aufwacht.


ReadRate-Symbol aus dem Buchmenü ausblenden

Bei jedem PocketBook-Reader wird im Menü eines geöffneten Buches am rechten Seitenrand ein rundes Symbol eingeblendet. Das stammt von einer im russischsprachigen Raum verbreiteten Lesecommunity namens ReadRate, in der man seine gelesenen eBooks bewerten und sammeln kann. Leider wird das Symbol auch angezeigt, wenn man diesen Dienst nicht nutzt. Daher deaktiviere ich es über “Einstellungen > Konten und Synchronisierung > ReadRate > Status des ReadRate-Dienstes”.


Ungenutzte Wörterbücher deaktivieren

Ich brauche auf PocketBooks bis auf das Englisch-Deutsch-Wörterbuch meistens keine weiteren Wörterbücher, weswegen ich die überflüssigen unter “Einstellungen > Sprache und Tastatur > Wörterbücher” direkt deaktiviere. Am Einfachsten geht das, indem ich dort oben zunächst auf “Alles/keine markieren” tippe und danach nur das benötigte auswähle.


Bildschirmrefresh minimieren

Bei den modernen Bildschirmen mit Cartatechnologie reicht es aus, die Bildschirmseite nur noch selten aufzufrischen, um Geisterbilder loszuwerden. Standardmäßig ist die Auffrischungsrate auf fünf Blättervorgänge eingestellt, unter “Einstellungen > Persönliche Einstellungen > Vollständiges Seitenupdate” lässt sie sich auf zehn erhöhen oder komplett abschalten.


Einstellungen sichern

Wenn alle Einstellungen gesetzt sind und ggf. die Zugänge zum Shop, der PocketBook-Cloud oder Dropbox eingerichtet sind, empfielt sich, ein Backup der Einstellungen zu machen. Das kann wieder eingespielt werden, falls der Reader einmal auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden muss und beinhaltet alle Einstellungen, die Zugangsdaten zum Shop, der PocketBook-Cloud oder zur Dropbox. Die Passwörter werden natürlich verschlüsselt abgelegt.

Dazu einfach eine maximal 32 GB große Micro-SD-Karte einschieben (mit der Beschriftung nach oben) und die Backupfunktion unter “Einstellungen > Wartung > Backup & Wiederherstellung” aufrufen. Über den Punkt “Sicherung der Einstellungen auf SD-Karte” wird auf dieser im Unterverzeichnis “backup” eine Sicherung von allen Einstellungen angelegt. Ggf. vorhandene Sicherungen können über “Konfiguration wiederherstellen” wieder eingespielt werden.


Wer noch mehr wissen möchte, kann sich gern auch den Artikel 15 hilfreiche Tipps zu aktuellen PocketBook-Readern durchlesen.


Weitersagen & Unterstützen: Facebook | Google+ | Twitter
Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
* = Partnerlinks

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Hoch