Der neue Kindle Oasis 2 im Praxistest

  • 15. November 2017 - Aktualsiert am 28. November 2017
  • von Michael
  • 12 Antworten

Während alle Welt glaubte, Amazon würde Mitte Oktober einen Nachfolger für den in die Jahre gekommenen Paperwhite bringen, überraschte das amerikanische Unternehmen mit einem Nachfolger für den gerade mal ein Jahr alten Oasis. Also gut, ein neues Premiumgerät, das diesmal nicht ganz so teuer wie das letzjährige ist. Seit gut zwei Wochen ist der neue Oasis bei mir und ich hatte ausreichend Zeit, das Gerät auf Herz und Nieren zu testen.

Kindle Oasis mit Lederhülle

Hinweis: Das für diesen Test verwendete Gerät habe ich direkt bei Amazon geordert und auf eigene Rechnung bezahlt. Es stammt also nicht von der PR-Abteilung, sondern aus der ersten Charge, die bei den Kunden gelandet ist. Leider habe ich keinen Oasis vom letzten Jahr, sodass ich mich im Vergleich mit diesem Gerät nur auf meine Aufzeichnungen und Fotos beziehen kann.

Gehäuse & Design

Vom Design her und nur auf den ersten Blick unterscheidet sich der neue Oasis kaum von seinem Vorgänger. Erst auf den zweiten Blick werden die Unterschiede sichtbar. Und damit meine ich nicht in erster Linie das gewachsene Gehäuse, das von der Höhe immer noch kleiner ist als das es Paperwhites. Durch den auf 7 Zoll oder 17,7 cm Bildschirmdiagonale gewachsenen Bildschirm ist der neue Oasis mit 194 g rund 30% schwerer als sein Vorgänger. Ohne Hülle wohlgemerkt, denn diese erhöhen das Gewicht des Gerätes nochmal um 118 g (Stoffhülle) bzw. 123 g (Lederhülle).

Aluminiumrückseite des Kindle Oasis mit Einschalter am oberen Rand

Statt aus Plastik besteht das Gehäuse nun komplett aus Aluminium, das auch den sichtbaren Rahmen auf der Vorderseite bildet. Das sieht wirklich edel aus, leider bildet der Rahmen auf der Vorderseite eine scharfe Kante, die bisweilen unangenehm in den Daumenballen einschneidet. Leider ist dies nicht der einzige Nachteil des Aluminiumgehäuses. Da Metall die Eigenschaft hat, Wärme schnell vom Körper abzuleiten, fühlt sich das Gehäuse immer kalt an. Im Sommer ist das sicher angenehm, bei kühleren Temperaturen eher nicht.

Die Rückseite ist sehr glatt, was durch den Wulst auf der Rückseite aber kein Problem ist. Denn dadurch lässt sich der Reader sehr sicher halten. Unangenehm finde ich hingegen, dass über das Aluminiumgehäuse leichte Kriechströme laufen, wenn der Oasis per USB-Kabel an einem Netzteil hängt. Dann vibriert die Aluminiumrückseite beim Drüberstreichen und man hat das Gefühl, dass hier was nicht stimmt. Ist der Reader per Kabel mit dem PC verbunden, treten diese Kriechströme nicht auf.

Blättertasten am Oasis 2017 (unterhalb der unteren Taste ist einer der Helligkeitssensoren erkennbar)

Aber zurück zum restlichen Gerät. Die Blättertasten befinden sich nach wie vor rechts (oder links) vom Bildschirm. Wird das Gerät andersherum gehalten, dreht sich die Bildschirmausrichtung automatisch mit. Das ist sehr praktisch, um die Blätterhand zu wechseln. Standardmäßig wird mit der oberen Taste vor- und mit der unteren Taste zurückgeblättert. In den Einstellungen lässt sich das umkehren, einen Fauxpas bei der Bezeichnung der Blätterrichtung hat sich Amazon diesmal nicht erlaubt. ;)

Während beim Oasis von 2016 Powerknopf und Micro-USB-Anschluss auf der Oberseite zu finden waren, ist der USB-Anschluss nun wieder auf die Unterseite des Gerätes gewandert. Der Powerknopf an der Oberseite wurde zudem etwas nach innen gerückt.

Der Bildschirm

Mit dem neuen 7“-Bildschirm setzt Amazon wieder auf ein Carta-Display des Herstellers „E-Ink“, von dem alle Bildschirme in allen derzeit erhältlichen eReadern kommen. Der neue Bildschirm bietet mit 150,5 cm² etwa 43% mehr Fläche, als bei Geräten mit 6“-Displays (85,4 cm²). Laut Amazon lassen sich auf dem neuen Oasis im Schnitt 30% mehr Wörter darstellen, als auf den kleineren Geräten.

Ausleuchtung des Bildschirms (der Helligkeitsverlauf wirkt auf dem Bild heftiger, als er in Natura ist)

Wie auch schon beim ersten Oasis sind die LEDs für die Beleuchtung an der Seite eingebaut, in der auch die Blättertasten sitzen. Kein eReader, den es derzeit zu kaufen gibt, kommt ohne Helligkeitsverlauf aus. Auch der neue Oasis nicht. Dessen Verlauf macht sich bei meinem Gerät in einem minimal dunkleren Bereich bemerkbar, der auf der linken Displayseite gleichmäßig von oben nach unten verläuft. Ich sehe ihn beim Lesen nur dann, wenn ich mich nicht mehr auf die Geschichte konzentriere, sondern explizit auf den Streifen.

Maximale Helligkeiten (links: Paperwhite; rechts: Oasis)

Störend finde ich eher, dass der Schwarzwert der Schrift nicht besonders hoch ist. Allerdings ist der Oasis damit nicht alleine, auch alle aktuellen Premiumgeräte der anderen Hersteller bieten keinen besseren Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Etwas verbessern lässt sich die Ablesbarkeit der Schrift allerdings mit der Einstellung der Schriftfette. Dadurch lassen sich die Buchstaben etwas breiter darstellen, was die Ablesbarkeit insgesamt erhöht. Gute Erfahrungen habe ich mit dem Wert 1 bei den Schriften Bookerly und Caecilia gemacht.

Schrift etwas fetter einstellen, um die Ablesbarkeit zu verbessern

Nachtlicht — aber ohne Farbtemperatur

Der neue Oasis hat auch eine Nachtlichtfunktion, die aber nichts mit der Farbtemperatureinstellung anderer Geräte zu tun hat. Statt die Farbtemperatur zu ändern, regelt der Oasis abends einfach nur die Helligkeit herunter.

Der Oasis zwei hat zwei Helligkeitssensoren, die über- und unterhalb der Blättertasten sitzen. Über diese kann er die Helligkeit auch automatisch regeln, was aber nicht immer befriedigend funktioniert. Beispielsweise regelt er Helligkeit in hellen Umgebungen herab, nach dem Wechsel in einen dunklen Raum aber nicht mehr herauf. Leider ist die Helligkeitsanzeige dabei auch nicht immer hilfreich, denn sie zeigt bisweile falsche Werte an.

Inverse Bildschirmdarstellung

Die Software des neuen Oasis entspricht im Wesentlichen der anderen Kindles. Allerdings bietet der Oasis erstmals die Möglichkeit, den Bildschirm zu invertieren. Diese Einstellung ist unter dem Punkt “Barrierefreiheit” zu finden, der nur erscheint, nachdem der Reader erstmalig mit einem Bluetoothgerät gekoppelt wurde.

Inverse Textdarstellung

Interessanterweise kehrt der Reader dabei nicht nur die Darstellung im Buch um, sondern die des gesamten Gerätes, inklusive des Browsers und der damit besuchten Websites, dem Amazonshop und den Einstellungen.

Beim Einschalten des inversen Modus wird zudem die Bildschirmhelligkeit maximiert, egal auf welchen Wert sie vorher stand. Sie lässt sich allerdings nach dem Umschalten wieder herunter regeln. Die automatische Helligkeitsregelung ist dann allerdings nicht mehr verfügbar.

Hörbücher hören

Eine ebenfalls große Neuerung des Oasis ist die Unterstützung von Audible-Hörbüchern.

Audible ist ein Hörbuchshop, den Amazon vor einigen Jahren gekauft hat. Bei Audible schließt man wahlweise ein Abo ab, bei dem monatlich ein Hörbuch enthalten ist, die restlichen aber zum Sonderpreis gekauft werden können. Ohne Abo zahlt man immer den vollen Preis. Amazon hat die Verknüpfung zwischen Hörbüchern und eBooks insofern perfektioniert, als das man im Hörbuch mehr oder weniger an der gleichen Stelle weiterhören kann, an der man im eBook aufgehört hat zu lesen und umgekehrt. Praktisch stelle ich mir das vor, wenn man auf dem Kindle ein spannendes Buch liest, es aber auch auf einer Autofahrt weiterhören möchte. Zuhause liest man dann am Reader weiter.

Um Audiobooks über den Oasis hören zu können, muss das Gerät mit einem entsprechenden Bluetoothgerät verbunden werden. Das kann ein Lautsprecher oder ein Kopfhörer oder das Bluetooth des Autoradios sein. Um vom Buch zum Hörbuch zu wechseln, reicht ein einfaches Tippen auf das Audiosymbol rechts unten im Kontextmenü des Buches aus. Zurück gehts dann wieder über das „Lesen“-Symbol rechts unten im Hörbuchplayer. Ob zu einem eBook ein entsprechendes Hörbuch in der Bibliothek vorhanden ist, wird in der Cover- und Listenansicht dargestellt.

Außer dem Abspielen der Hörbücher kann der Oasis allerdings keine Musik abspielen, auch nicht wenn sie bereits auf dem Gerät gespeichert ist. Das ist schade, denn das konnte bereits der Kindle Touch von 2011. Es ist auch nicht möglich, das Hörbuch im Hintergrund laufen zu lassen und gleichzeitig das Buch mitzulesen. Das wäre für alle, die Sprachen lernen hilfreich.

Die Hüllen des Oasis

Oben schrieb ich, dass der Oasis durch das Aluminiumgehäuse immer kalt in der Hand liegt. Mit einer passenden Hülle kann das umgangen werden, wenn auch dabei der Wulst auf der Rückseite verschwindet, mit dem sich der Reader recht angenehm halten lässt. Amazon bietet für den Oasis derzeit zwei Hüllenmodelle an. Eins mit aus wasserfestem Stoff und eins aus Rauleder. Beiden Hüllen ist gleich, dass sie auch als Standhüllen dienen, um den Reader auf einen Tisch oder die Ablage im Zug stellen zu können. Das klappt im Hochformat sehr gut, wenn die Tasten auf der rechten Seite sind und nicht ganz so gut im Querformat. Wer als Linkshänder die Tasten auf der linken Seite hat, muss auf die Standfunktion verzichten.

Damit die Hülle als Standhülle funktioniert, wird ein Teil des Deckels mittels Magneten an der Rückseite der Hülle gehalten, die ihrerseits wiederum magnetisch an der Rückseite des Oasis haftet. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Verbindung zum Reader ist nämlich schwächer als die Verbindung des Deckels zur Hüllenrückseite. Liegt der Reader nun mit nach hinten umgeschlagenem Deckel auf dem Tisch und wird am Gehäuse hochgehoben, dann löst sich mit schöner Regelmäßigkeit der Reader aus der Hülle. Wer da nicht aufpasst, versetzt dem Reader einen schönen Schwung, und wirft das teure Premiumgerät durch die Gegend. Ob die Gerätefront aus Glas dem folgenden Aufprall standhält, habe ich nicht probiert.

Vermutlich weiß Amazon um die Probleme mit der Magnetverbindung, denn keine der beiden Originalhüllentypen ist derzeit erhältlich. Dafür stehen aber die Drittanbieter schon in den Startlöchern, deren Hüllen dem herkömmlichen Prinzip mit ans Gerät geclipster Unterschale folgen.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Oasis 2 mit der Raulederhülle wesentlich angenehmer in der Hand liegt, als mit der Stoffhülle. Deren Oberfläche ist sehr glatt und fühlt sich nicht sehr handschmeichlerisch an. Dafür kann sie mit in die Wanne genommen werden und wird nach einem Tauchbad auch wieder schön sauber.

Verhalten im Wasser

Als erster Kindle ist der neue Oasis nach Norm IPX8 wasserdicht gegen dauerndes Untertauchen. Amazon schreibt selbst, dass der Oasis 1 Stunde lang in 2 m Tiefe liegen kann, ohne dass dem Gerät etwas passiert.

Nun ist der Oasis beileibe nicht der erste wasserdichte Reader. Andere Geräte blättern unter Wasser oft weiter oder machen andere Dinge, aber bleiben nicht auf der zuletzt gelesenen Seite. Beim Oasis habe ich beobachtet, dass die aktuelle Seite unter Wasser zwar stehen bleibt, sobald der Reader aber aus dem Wasser genommen wird und Wassertropfen über den Bildschirm laufen, beliebige Touchkommandos ausführt. Eine Erkennung unerwünschter Berührungen hat der Oasis also auch nicht.

Ein Wort zur Akkulaufzeit

Ich gebe zu, ich habe jetzt nicht explizit gemessen, wie lange der Akku des neuen Oasis hält. Aufgrund des größeren Gehäuses hat Amazon offensichtlich auch einen größeren Akku verbaut, auch wenn über dessen Leistung bisher nichts zu lesen war. Jedenfalls reicht eine Ladung schon für ein paar Tage und nicht nur für zwei Stunden, wie beim Vorgänger. Beim Standby wird der Reader in eine Art Tiefschlaf versetzt, aus dem er beim Aufklappen der Hülle geholt wird. Komplett abschalten lässt sich der Reader allerdings nicht.

Wer Strom sparen will, sollte den Reader in den Flugmodus versetzen, Nachtlichtmodus und Helligkeitsautomatik abschalten und die Beleuchtung manuell regeln.

Zusammenfassung

Das könnte für den Amazon Kindle Oasis sprechen

  • Großer Bildschirm
  • Seitliche Blättertasten
  • Automatische Bildschirmausrichtung
  • Wasserdicht bis 2 m
  • Beleuchtung komplett abschaltbar
  • Inverse Bildschirmdarstellung
  • Wahlweise 32 GB interner Speicher
  • Wörterbücher enthalten
  • Gerät kann gegen fremden Zugriff gesperrt werden
  • Gibts auch mit Mobilfunkkarte, um unterwegs eBooks zu kaufen, auch wenn kein WLAN zur Verfügung steht

Das könnte gegen den Amazon Kindle Oasis sprechen

  • Enge Bindung am Amazon
  • eBooks im EPUB-Format können ohne Hilfsmittel nicht dargestellt werden
  • Keine Unterstützung der eBooks aus der Onleihe

Preise und Bezugsquellen

Fazit

Ich gebe zu, der neue Oasis ist vom Display her jetzt nicht die absolute Offenbarung, allerdings mag ich es, wie Amazon immer wieder versucht, die im Prinzip fertig entwickelten eReader, so zu interpretieren, dass man doch wieder Lust auf einen neuen bekommt.

Das erlebe ich bei anderen Herstellern leider nicht so oft. Dort wird oft nur auf bewährtes gesetzt, das in minimalsten Schritten verbessert wird. Hier mal eine minimal verbesserte Auflösung, dort ein größeres Display oder auf den Blaulichtfilterzug aufgesprungen. Sicher auch keine schlechte Strategie, um die Umsätze stabil zu halten, aber ein „Habenwollen“-Gefühl löst das bei mir meistens nicht aus.

Anders hier der Oasis, der mich letztes Jahr schon begeistert hat. Damals fand ich allerdings den Preis fürs Gebotene etwas zu hoch. Diesmal passt es aufgrund des größeren Bildschirms und der Hüllenauswahl besser. Würde ich viele Hörbücher hören oder Mangas lesen, hätte ich sicher die Variante mit 32 GB internen Speicher genommen. Aber zum reinen Lesen reichen mir die rund 6 GB völlig aus. Wobei ich zugeben muss, dass mich ein Blaulichtfilter mit regelbarer Lichtfarbe noch mehr angemacht hätte. Aber der kommt sicher im nächsten Jahr. ;)

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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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12 Kommentare

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. LOLA sagt:

    “Beispielsweise regelt er Helligkeit in hellen Umgebungen herab, nach dem Wechsel in einen dunklen Raum aber nicht mehr herauf.”

    Umgekehrt würde es stimmen! Bei heller Umgebung wird herauf geregelt und bei dunklerer Umgebung heruntergeregelt.

    Beim Kindle Voyage funtioniert die Regelung, nach Kalibrierung, übrigens perfekt.

    Nach dem Run auf den Kindle Oasis 7″ (9.Gen) ist auf den bekannten Verkaufsplattformen durch Panikverkäufe der Preis für gebrauchte Kindle Oasis 6″ (8.Gen) und Kindle Voyage in den Keller gefallen. Für neuwertige Oasis 6″ und Voyage habe ich kürzlich gerade mal EUR 111,11 bzw 75,00 bezahlt.

  2. Ron sagt:

    Guter Artikel zum Oasis.
    Wobei ich sagen muss, mich stört das maue Display sehr. Im Vergleich zu allen Kindles, die ich habe ist das das schlechteste Display – sogar im Vergleich zum Kindle Keyboard von 2007. Ich habe mir noch einen Oasis geordert, in der Hoffnung, dass der besser wäre – der war noch schlechter – der Hintergrund noch gelblicher, die Beleuchtung nicht so Hell…
    Ich wollte den 7 Zöller vor allem für PDFs und da ist er wirklich ziemlich gut – im Vergleich zu allen anderen Herstellern. Auf Tolino und Kobo kann man PDF komplett vergessen, das ist nicht erträglich.

    Dennoch hatte ich erst überlegt, ob ich ihn wieder zurückschicke, weil mich das Display wirklich ärgert. Neben der Größe hat mich aber der Invers-Modus dann doch überzeugt. Nachts gibt es nichts besseres. Man kann augenschonend im Bett lesen und erleuchtet nicht das halbe Schlafzimmer.

    Auch noch nervig – das Cover von Amazon (wurde in Dtl gerade aus dem Store genommen und in den USA im Preis um 50% gesenkt) Es hält nicht mal mit Kaugummi vernünfigt. Habe es jetzt mit zwei Streifen doppelseitigem Klebeband fixiert – soll ja eh permanent dran bleiben.

  3. Herr Otto sagt:

    Hallo Herr Sonntag, vielen Dank für diese interessante und ausgewogene Rezension. Ich habe den Oasis wegen des schlechten Schwarzwertes zurückgeschickt, obwohl er mir sonst sehr gut gefallen hat. Aber der Kontrast ist für mich persönlich sehr wichtig bei einem eReader. Können Sie erklären, woher der im vergleich zu anderen Kindles schlechte Schwarzwert kommt? Liegt das an dem größeren Display? Es würde mich sehr interessieren, wie sich das erklären lässt. Vielen Dank und ein schönes Wochenende!

  4. Christina sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den Test. Ich wollte ihn schon zurück senden, habe aber die Befürchtung, dass ich dann ein Gerät aus derselben Reihe wieder bekomme. Aber es gibt mehrere Dinge, welche nicht sein dürften. Bei Amazon steht, der Akku reicht für mehrere Wochen. Ich habe alles deaktiviert, selbst das Wörterbuch (Helligkeit, Wlan, ….), bei ca. einer Stunde Gebrauch täglich ist dieser nach 7 Tagen leer. Wieso kann Amazon nicht ein Gerät mit einem Akku wie beim Paperwhite oder Voyage anbieten? Weitere Punkt, die Blätterseiten. Sie klemmt und zwar nicht nur mal ab und zu. Weder beim Oasis noch beim Voyage ist dieses Problem gewesen. Zudem sehe ich die Seiten zuvor auf dem Display. Kommt ein Abschnitt, kann ich (zwar schwächer, aber durchaus erkennbar) die Seite zuvor lesen. Ich würde einfach nur gerne wissen, ob mein Gerät einen Defekt hat, oder ob das alles dazugehört…………Und ja, die scharfe Kante ist auf Dauer richtig fies! Zum Thema Kälte, das Gerät wird richtig kalt, es fühlt sich unangenehm an. Wenn man draußen auf den Zug wartet und lesen möchte, sollte man Handschuhe tragen…

    • Michael sagt:

      Bei Amazon steht, der Akku reicht für mehrere Wochen.

      Naja, die Hersteller rechnen immer mit einer halben Stunde Lesezeit pro Tag. So gesehen sind zwei Wochen auch mehrere. ;)

      Wieso kann Amazon nicht ein Gerät mit einem Akku wie beim Paperwhite oder Voyage anbieten?

      Weil es dann noch schwerer wird. Viele Leute fahren ja auf leichte Geräte ab und knapp 200 g sind für viele offenbar zu viel. Andrerseits wog der erste Kindle Touch auch 230 g und ein normales Taschenbuch liegt auch etwa in dieser Gewichtsklasse. Vielleicht wollten sie auch einfach das Design beibehalten und da passt eben kein größerer Akku rein.

      Weitere Punkt, die Blätterseiten. Sie klemmt und zwar nicht nur mal ab und zu…

      Also allein wegen den klemmenden Tasten würde ich den Reader umtauschen lassen. Mein erstes Exemplar hatte eine kleinen Beschädigung im Displayglas und wurde durch Amazon problemlos umgetauscht. Das neue Gerät hat jetzt ein makelloses Display.

  5. Viola sagt:

    An der Abstimmung konnte ich leider nicht teilnehmen, da fehlte die Option “ich denke darüber nach”.

    Wenn ich noch keinen Paperwhite hätte, wären 7 Zoll und wasserdicht starke Argumente. Was die Habtik betrifft, bin ich mit dem Paperwhite wunschlos glücklich und hätte beim Oasis eher Bedenken. Hüllen verwende ich nur im Notfall, außer natürlich zum Transport, das sind dann aber dichte und gepolsterte Taschen.

    Die Synchronisation mit Audible klappt auf meinem Handy wunderbar und anscheinend besser als auf dem Oasis (man kann mitlesen). Was mir allerdings sowohl im Paperwhite als auch in der Andoid-kindle-App fehlt, ist Text to speech, speziell für eigene Dokumente. Kann der Oasis das? Ware schade, wenn nicht, denn das Fire-Tablet schafft das.

    • Michael sagt:

      Was mir allerdings sowohl im Paperwhite als auch in der Andoid-kindle-App fehlt, ist Text to speech, speziell für eigene Dokumente. Kann der Oasis das?

      Nein, leider nicht. Das können nur die ein paar eReader von PocketBook.

  6. Dirk sagt:

    Besonders ergonomisch wirkt mir der Oasis mit seinem glatten Aluminumgehäuse aber nicht. Warum geht der Trend jetzt auch noch bei den Ebook-Readern wie bei den heutigen Smartphones zu diesen Materialien, die rutschig in der Hand liegen. Ein Kindle Paperwhite ist wenigstens noch ergonomisch. Auf derlei “Innovationen” kann man getrost verzichten – dann lieber alt Bewährtes!

  7. Christina sagt:

    Hallo und guten Abend,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich warte bis am 23. November die neue Lieferung bei Amazon ist und sende meinen zurück. Die Blättertasten sind auch sehr anfällig für Staub (die Zwischenräume), die vom Voyage haben mir besser gefallen. Bei Amazon schreiben welche, dass ihr Akku knapp 3 Wochen hält. Na ja, es steht nicht dabei, wie lange sie den Oasis täglich im Gebrauch haben. Für mich wäre der Voyage mit größerem Display das ideale Gerät. Denn auch die Display Drehfunktion möchte manchmal nicht.
    Würde ein paar Gramm mehr gerne in Kauf nehmen für einen vernünftigen Akku. Zudem wiegt Metall doch mehr als Plastik, ohne die kalte Rückseite wäre der Oasis vielleicht auch etwas leichter. Mal sehen, wie sich der neue Oasis macht.

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