Testbericht: PocketBook Inkpad X

  • von Michael
  • Lesedauer: ~ 8 min
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Überraschend hat PocketBook dieses Jahr mit dem Inkpad X einen großen eReader mit beleuchtetem Bildschirm vorgestellt. In den letzten Wochen hatte ich Gelegenheit, das neue Modell zu testen. PocketBook hat mir, wie üblich, das Gerät leihweise zur Verfügung gestellt. Ob ich es gern zurückschicke oder nicht, schreibe ich in diesem Bericht.

PocketBook Inkpad X

Gehäuse und Design

Wer den Inkpad X das erste Mal anschaut, erkennt gleich die Zugehörigkeit zu PocketBook, denn in Design und Farbgestaltung mit seinem grau-schwarzen Gehäuse erinnert der Neue an den Inkpad 3 Pro oder auch den Touch HD 3.

Von links: PocketBook Touch HD 3 (6"), Inkpad 3 Pro (7,8"), Inkpad X (10,3")

Von links: PocketBook Touch HD 3 (6″), Inkpad 3 Pro (7,8″), Inkpad X (10,3″)

Wie bei diesen Geräten ist der Rand um den Bildschirm in etwa gleich schmal, was insbesonders beim Inkpad X dafür sorgt, dass der Reader nicht so wuchtig ausschaut. Und in die Hand genommen, fühlt er sich leichter als 304 g an. Das mag auch am flachen Gehäuse liegen, denn der Inkpad X ist gerade mal 7 mm stark. Unterhalb des Bildschirms befinden sich – wie gehabt – die vier Tasten. Zwei zum Blättern, eine Home- und eine Menütaste, die gleichzeitig den Reader ein- und ausschaltet.  Die Rückseite ist gummiert und erinnert durch ihr Streifenmuster an die elegante Hülle für PocketBooks Sechszöller.

An der Unterseite ist nur der USB-Anschluss übrig geblieben, beim Inkpad X ist es ein USB-C-Stecker, der leider nur die USB-2.0-Spezifikation erfüllt. Somit werden Dateien nur mit maximal 34 MB/s auf den Reader kopiert. Aber egal, wichtiger ist, dass es ein verdrehsicherer USB-C-Anschluss ist. Für diesen ist der Verpackung neben dem Verbindungskabel auch ein Audioadapter beigelegt, über den Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenanschluss an den Reader angeschlossen werden können.

Gummierte Rückseite und Unterseite mit dem USB-C-Anschluss

Gummierte Rückseite und Unterseite mit dem USB-C-Anschluss

Im Inneren des Gerätes werkelt der gleiche Dualcore-Prozessor, der auch im Inkpad 3 Pro und im Touch HD 3 seine Arbeit verrichtet. Auch der Inkpad X hat 1 GB Arbeitsspeicher, der für ein flüssiges Bedienen der Oberfläche sorgt. Der interne Speicher des Readers ist mit 32 GB sehr großzügig bemessen. Das mag unter anderem an der Audiounterstützung liegen, vielleicht aber mehr noch daran, dass er aufgrund des großen 10,3″-Bildschirms sehr gut für PDFs oder Comics geeignet ist. Letztere sind gern mal über einhundert Megabyte groß, entsprechend viel Speicherplatz wird also benötigt. Töne kann der Inkpad X via Bluetooth oder über den bereits genannten Audioadapter wiedergeben. Wasserdicht ist der Inkpad X im Gegensatz zu Inkpad 3 Pro oder Touch HD 3 aber nicht.

Bildschirm

Ein Novum beim PocketBook ist die Größe des Bildschirm, denn er ist größer als alles, was PocketBook bisher im Angebot hatte. 10,3 Zoll sind in Zentimetern ausgedrückt 15,7 cm x 21 cm. Damit ist der Bildschirm genauso lang, aber etwas breiter als ein DIN-A5-Blatt. Oder anders ausgedrückt: Auf den Bildschim passen zwei Sechszöller von PocketBoox gerade drauf.

PocketBook Touch Lux 4 und Touch HD 3 passen fast genau auf dem Bildschirm des Inkpad X

PocketBook Touch Lux 4 und Touch HD 3 passen fast genau auf dem Bildschirm des Inkpad X

Beim Bildschirm selber handelt es sich um ein Mobius-E-Ink-Display, das mit weißen und orangfarbenen LEDs beleuchtet wird. Es löst mit 227 ppi auf und bietet damit eine etwas geringere Pixeldichte, als andere Topmodelle. In der Praxis ist der Unterschied aber zu vernachlässigen. Außerdem hat das Display einen entscheidenden Vorteil: Mobius ist beim Displayhersteller E-Ink nämlich der Markenname für flexible Displays. Deren Trägermaterial besteht nun nicht mehr aus Glas, sondern aus Plastik. Dadurch bricht der Bildschirm nicht mehr, wenn er gebogen wird. Dieses Herstellervideo zeigt das sehr gut:


Direktlink zum Video

Ich habe die Biegefestigkeit jetzt nicht ausprobiert, ich habe aber mal ein Video gesehen (das ich aus Copyrightgründen nicht zeigen kann), bei dem das Gehäuse des Inkpad X erheblich verbogen wurde, ohne dass der Bildschirm brach. PocketBook bewirbt das nicht und wahrscheinlich können/wollen sie auch nicht garantieren, dass der Bildschirm unter Last nicht doch irgendwann bricht. Aber beeindruckend war das schon sehr und soll hier nur als Hinweis all jenen dienen, denen schon mal ein eReaderbildschirm gebrochen ist. Möglicherweise ist das die Zukunft bei eReaderdisplays und findet vielleicht auch irgendwann den Weg in kleinere eReader.

Die Ausleuchtung des Bildschirms ist sehr gut und sehr gleichmäßig. Klar, am unteren Rand gibt es minimal helle Stellen, die mich beim Lesen aber nicht gestört haben.

Beeindruckender finde ich, dass der Bildschrm so gut wie keinen Helligkeitsverlauf hat – beim Lesen im Querformat ist er mir jedenfalls nicht aufgefallen. Insgesamt ist das Display eins der besten je in einem PocketBook verbauten eBook-Reader, würde ich meinen.

Bedienung

Der Inkpad X reiht sich softwaremäßig nahtlos ins PocketBook-System ein, auch er lässt sich umfangreich konfigurieren und die Bibliothek bietet den größten Funktionsumfang. Wer bereits einen anderen PocketBook-Reader hat, findet sich auf dem Inkpad X gleich zurecht.

Nicht optimale Benutzeroberfläche

Diese Gleichheit sorgt zwar für Wiedererkennungswert, allerdings finde ich dass der Platz auf dem großen Bildschirm dadurch nicht optimal ausgenutzt wurde. Die Oberfläche wurde nämlich einfach nur vergrößert, statt sie dem großen Bildschirm anzupassen. Momentan wirkt die Oberfläche auf dem Inkpad X wie eine Version für Menschen mit Sehproblemen. Um das mal zu verdeutlichen: Auf dem Touch HD sind Coverbilder in der Bibliothek etwa 20 mm breit und 30 mm hoch. So passen dort 12 Cover auf eine Seite. Beim Inkpad X würde bei dieser Größe rund doppelt so viele Cover Platz finden. Aktuell werden jedoch auch nur 12 Cover angezeigt. Das gleiche gilt auch für alle anderen Elemente der Oberfläche. Schade, dass PocketBook hier nicht mehr Sorgfalt hat einfließen lassen.

Statt die Bildschirmfläche optimal auszunutzen wird die Benutzeroberfläche nur vergrößert (links: Touch HD 3, rechts: Inkpad X)

Statt die Bildschirmfläche optimal auszunutzen wird die Benutzeroberfläche nur vergrößert (links: Touch HD 3, rechts: Inkpad X)

Andererseits kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass beim Entwerfen der aktuellen Oberfläche (seit Firmware 5.0) Displaygrößen größer als 6″ noch gar nicht in Planung waren dementsprechend nicht berücksichtigt wurden. Möglicherweise sitzen die GUI-Designer bei PocketBook vielleicht gerade jetzt an einer neuen großen Firmware, die besser auf die verschiedenen Bildschirmgrößen eingeht. Wir werden sehen.

Irritationen in der Tastenbelegung

Weiter oben schrieb ich, dass der Inkpad X nun keinen Powerknopf mehr an der Unterseite hat, sondern über die rechte Taste ein- und ausgeschaltet wird. Das funktioniert zwar auch sehr gut, verwirrt im Vergleich mit anderen PocketBook-Geräten etwas, da auf dem langen Druck dieser Taste sonst immer der Lichtschalter liegt. Während des Testens habe ich den Reader daher mehrmals unabsichtlich ausgeschaltet, obwohl ich nur mal schnell das Licht abschalten wollte. Das lässt sich aber auch per Wischgeste in den Leseapps ein- und auschalten, sowie in Helligkeit und Farbtemperatur ändern.

Der Touchbildschirm lässt sich auch nicht abschalten, wie dies seit Firmware 5.20 eigentlich bei allen anderen PocketBooks funktioniert. Grund ist, dass der Eintrag dazu in den Einstellungen der Tastaturbelegung fehlt.

eBooks lesen

Normale eBooks im EPUB-Format lassen sich mit der eingebauten Leseanwendung einwandfrei lesen. Es ist schon erstaunlich, wieviel Text auf die Seite passt. Hier mal ein Vergleich zwischen den drei Premiummodellen von PocketBook mit dem gleichen Buch und gleichen Text- und Seiteneinstellungen:

So viel Text von Touch HD 3 (links) und Inkpad 3 Pro (mitte) passt auf eine Seite des Inkpad X (rechts)

So viel Text von Touch HD 3 (links) und Inkpad 3 Pro (mitte) passt auf eine Seite des Inkpad X (rechts)

Im Querformat und bei kleinster Schriftgröße (7 pt) zeigt der Reader 3 Spalten an, wird die Schrift vergrößert, dann wird der Text 2-spaltig. Aber nur bis zu einer Schriftgröße von 9 pt, danach wird der Text über das ganze Display gespannt, was zu elend langen Zeilen führt, denen kein Auge auf Dauer folgen kann.

Besser geht das nur, wenn man den Cool Reader installiert, der zwei Spalten mit jeder Schriftgröße anzeigen kann, aber bekanntermaßen keine eBooks aus der Onleihe unterstützt.

Ich hoffe ja immer noch, dass PocketBook gerade auf Readern mit Displays ab 7,8 Zoll eine Zweispaltenoption einbaut. Gerade dem Inkpad X würde das gut zu Gesicht stehen, denn im Querfomat liegt er aufgrund der Gewichtsverteilung wirklich gut in der Hand und ich neige dazu, eBooks auf ihm permanent im Querformat zu lesen.

PDF lesen

Aufgrund des großen Bildschirms eignet sich der Inkpad X gut zum Lesen von PDF-Dokumenten, sagt man. Nun, wenn ein DIN-A4 großes PDF ins DIN-A5-Format gequetscht wird, erkennt man den Text zumindest besser, als auf noch kleineren Bildschirmen. Die PDF-Ausgabe der Computerzeitschrift c’t lässt sich auf dem Inkpad X sehr gut lesen, während die Zeit auch auf dem Inkpad X unlesbar ist.

PDF-Vergleich Touch HD 3, Inkpad 3 Pro und Inkpad X

Glücklicherweise bietet das PDF-Leseprogramm ein paar Möglichkeiten, wie auch große PDFs noch gut gelesen werden können. Zum Beispiel lässt es sich ins Querfomat schalten und dann an die Seitenbreite anpassen. Dann wird das Dokument beim Blättern immer ein Stückchen nach oben geschoben. Hilft das nicht, dann kann die Seite 2-spaltig durchgeblättert werden. Also erst die linke Seite des Dokuments, danach die rechte Seite. Wenn auch das nicht genug ist, gibt´s noch den Reflowmodus, der Text und Bild aus dem Layout herauslöst und mehr oder weniger gut formatiert einspaltig anzeigt. Das funktioniert in den allermeisten Fällen sehr gut, nur bei PDFs mit komplexem Layout stößt diese Automatik auch an ihre Grenzen.

Comics lesen

Comics liegen bei uns meist im EPUB-Format vor, was dafür nicht wirklich gut geeignet ist. International hat sich das CBR- bzw. CBZ-Format durchgesetzt, was prinzipiell nichts anderes ist, als per RAR oder ZIP eingepackte Bilder. Seit einiger Zeit können die PocketBooks CBR- und CBZ-Comics anzeigen. Im Wesentlichen kommt hier die gleiche Anwendung zum Einsatz, wie bei den PDF-Dokumenten.

Comic-Vergleich Touch HD 3, Inkpad 3 Pro und Inkpad X

Comic-Vergleich Touch HD 3, Inkpad 3 Pro und Inkpad X

Auch hier können Comics an die Seitenbreite angepasst werden, der Rand lässt sich zur Anzeige wegschneiden oder das Dokument spaltenweise durchblättern. Letzteres arbeitet gerade bei Comics nicht zufriedenstellend, da die einzelnen Panels meist von links oben nach rechts unten gelesen werden, der Spaltenmodus aber strikt erst die linke, dann die rechte Spalte der Seite durchblättert. Idealerweise müsste der Reader die einzelnen Panels erkennen und sie Panel für Panel zeilenweise durchschalten. Wobei sicher die Richtung fesgelegt werden müsste, da Mangas rückwärts anschaut werden. Gerade bei Comics gibt´s also noch etwas Spielraum für Verbesserungen. Da diese aber meist nicht größer als DIN-A4 sind (eher kleiner), lassen sich sich auf dem Bildschirm des Inkpad X auch ohne Anpassungen einwandfrei lesen.

Hüllensituation

Bislang gibt es eine Einschubhülle für den Inpad X, die ähnlich derjenigen für den Inkpad 3 Pro ist und die den Reader in den Standbymodus schalten kann. Ob es Slimhüllen geben wird, weiß ich nicht, wenn ja, werden sie das Gewicht des Readers schätzungsweise um 200 g erhöhen. Möglicherweise fristet der Inkpad X aufgrund des hohen Preises vermutlich eher ein Nischendasein, deshalb wird die Auswahl der Hüllen langfristig auch eher gering bleiben.

Zusammenfassung

Das könnte für den PocketBook InkPad X sprechen

  • Großer Bildschirm
  • Beleuchtung mit Blaulichtfilter
  • Weiterblättern per Tasten oder Touch
  • Minimaler Stromverbrauch im Standby-Modus
  • Tastenbelegung änderbar
  • Umfangreiche Verwaltung/Sortierung der eBooks nach Ordnern, Regalen, Genres, Serien
  • Cloudunterstützung (Dropbox, PocketBook-Cloud)
  • eBooks können per e-Mail aufs Gerät gesendet werden
  • Unterstützt eBooks aus der Onleihe
  • Verwendung eigener Schriften möglich
  • Lesen ist im Querformat möglich
  • Kann Musik und Hörbücher abspielen (mp3, ogg, m4b)
  • Kann eBooks vorlesen

Das könnte gegen den PocketBook InkPad X sprechen

  • Bei angeschlossenem Audioadapter lässt sich der Reader nicht aufladen
  • Benutzeroberfläche nutzt den Platz nicht optimal aus
  • Zweispaltigkeit im Querformat nur mit kleinen Schriften

Preise und Bezugsquelle

Fazit

Der Inkpad X ist mit seinem 10,3-Zoll-Bildschirm schon etwas besonderes. Für meine Oma, die gegen Ende ihres Lebens kaum noch etwas gesehen hat, wäre er mit seinem großen Bildschirm und den großen Bedienelementen der ideale eReader gewesen. Gerade für Menschen mit Sehschwäche ist die große Oberfläche und die Möglichkeiten sehr große Schriftgrößen zu verwenden ein Segen. Comicfans oder alle, die viele bis etwa DIN-A4 große PDFs lesen möchten, kommen mit dem Inkpad X auf ihre Kosten, aber auch für Vielleser, die das Gefühl eines echten Buches auf zwei Seiten nebeneinander genießen möchten, ist der Inkpad X eine gute Wahl. Im Querfomat sitzen die Blättertasten dann auch an der richtigen Stelle.

Natürlich ist der Inkpad X mit 420 € nicht besonders preiswert, was vermutlich in erster Linie am Display liegt. Ich habe vor einiger Zeit auch mal etwas dazu geschrieben. Wegen des flexiblen Displays ist die Chance aber eher gering, dass der Reader vorzeitig durch einen Displaybruch aussteigt. Rechnet man mit einer Nutzungsdauer von vier bis fünf Jahren (oder mehr), dann relativiert sich der Preis auch wieder.

Wie auch immer man sich den hohen Preis schönredet, wer sich den Inkpad X leisten kann und will, macht mit ihm nichts verkehrt, zumal PocketBook alle Geräte langfristig mit Funktionsupdates versorgt. Und um auf die Anfangsfrage zurückzukommen: Ich gebe den Inkpad X nur sehr ungern zurück. ;)

Datenblatt anschauen


Lesetipp

Das Buch, das auf einigen Bildern zu sehen ist:

Harry Dresden, Chicagos einzigen Berufsmagier, hatte schon schlimmere Aufgaben, als verdeckt am Set eines Erotikfilms zu ermitteln - etwa die Flucht aus einem brennenden Gebäude voller erzürnter Affendämonen oder die Konfrontation mit einem Pflanzenmonster. Dennoch hat sein aktueller Fall etwas Beunruhigendes an sich. Der Produzent des Films hält sich für das Opfer eines finsteren Entrop …
Bluthunger (Fantasy) von Jim Butcher - 8,99 €


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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.

26 Kommentare

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  1. Werner sagt:

    “Ich gebe den Inkpad X nur sehr ungern zurück. ;)”
    Da kennst du aber die Onyx und Boyue Geräte nicht

      • Werner sagt:

        Die mit dieser Bildschirmgröße – Notes Geräte.
        Sie sind als reine Lesegeräte zu groß und zu unhandlich und mE zu teuer.
        Aber dadurch, dass man handschriftliche Kommentare in pdf (Noten, Skripten, usw) erstellen kann, sind sie in solchen Bereichen hervorragend geeignet.
        Das wiederum kann das Pocketbook Gerät nicht.

  2. Marie sagt:

    Vielen Dank für den tollen Bericht in gewohnter Qualität Michael! :-)
    Also, der Inkpad X macht einen sehr guten Eindruck – gerade für PDFs und Comics -, aber leider ist das Gerät nicht in meiner Preisklasse…
    Vielleicht irgendwann…

  3. Uwe sagt:

    Sehr interessanter und aufschlußreichter Bericht, danke!
    Schade das du das Verbiegevideo nicht wenigstens verlinkt hast oder einen Hinweis versteckt hast, wie dieses zu finden ist. Pocketbook hält sich bei der Beschreibung des Display ja doch recht bedeckt. Mobius Display sind biegsam, das Substrat für die Beleuchtungsschicht und die Touchfunktion ist jedoch darauf aufgebracht.

    PS: Ich hoffe immer noch, dass es mit Harry Dresden irgendwann weitergeht ;)

    • Michael sagt:

      Schade das du das Verbiegevideo nicht wenigstens verlinkt hast oder einen Hinweis versteckt hast, wie dieses zu finden ist.

      Jetzt schon. ;)

      • Uwe sagt:

        Ich meinte eigentlich das Video zu diesem Text:
        “Ich habe die Biegefestigkeit jetzt nicht ausprobiert, ich habe aber mal ein Video gesehen (das ich aus Copyrightgründen nicht zeigen kann), bei dem das Gehäuse des Inkpad X erheblich verbogen wurde, ohne dass der Bildschirm brach. “

    • trekk sagt:

      “PS: Ich hoffe immer noch, dass es mit Harry Dresden irgendwann weitergeht ;)”

      Das tut es! Im nächsten Jahr kommt der 16. Dresden-Roman mit dem Titel “Peace talks” auf den Markt. Wann das Buch in deutscher Sprache veröffentlicht wird, kann ich dir allerdings nicht sagen.

  4. Udo sagt:

    Ich habe den Beitrag zum PocketBook Inkpad X zugegebenermaßen nur überflogen. Trotzdem bin ich begeistert und würde von meinem derzeitigen PocketBook Inkpad 3 durchaus gerne umsteigen. Solange der Preis für das PocketBook Inkpad X aber auf dem Niveau Wegelagerei liegt, wird das mit dem Umstieg aber nichts werden. Bei 300 € wäre das Teil aber sehr interessant.

    • Michael sagt:

      Dann lies dir nochmal den im Fazit verlinkten Text durch und überlege, ob dein verwendeter Begriff “Wegelagerei” immer noch angemessen ist.

      • Udo sagt:

        Ich habe nun den verlinken Text durchgelesen. Aber wie dem auch sei, als über 50jähriger denke ich i.d.R. immer noch in der Einheit DM. Und über 800 DM für ein Geräte mit dem ich nichts anderes mache als eBooks zu lesen ist nun mal eine schallende Ohrfeige. Selbst mein Android-Tablet für 400 € kann wesentlich mehr als jeder eBook-Reader. Warum verwende ich trotzdem einen eBook-Reader? Weil das E-Ink-Display sich besser ablesen lässt, als ein beleuchtetes Display und der Reader auch so wenig Strom verbraucht das ich ihn nicht dauern laden muss. Aber wie ich schon geschrieben habe: Über 400 € respektive über 800 DM für so ein Gerät sind nicht akzeptabel. Ich habe eben mal bei einem großen Versandhändler nachgeschaut. Das Pocketbook Inkpad 3 – welche ich mein eigen nenne – kostet dort mit 7,8 Zoll-Display ca. 217 €. 10,3 Zoll für über 400 € sind für mich persönlich also nicht akzeptable. Andere Kunden werden das vielleicht anders sehen. So bleibe ich also bei meinem Inkpad 3 bzw. warte darauf, dass der Preis für das Inkpad X irgendwann in akzeptablen Regionen ankommt.

        • Werner sagt:

          Bei Conrad.at kostet das InkpadX €489 – mehr als ich für mein Likebook Alita bezahlt habe.
          Mit dem Pocketbook Gerät kann ich außer lesen nichts machen.
          Mit meinem Alita kann ich arbeiten – ua. handschriftliche Notizen in pdf Dateien verfassen, browsen, mailen, youtuben, office-n, über Bluetooth mit Tastatur, GPS Empfänger usw verbinden, selbst als Navi oder Tracker (Osmand+) kann es mißbraucht werden.

        • Werner sagt:

          Bei eInk kosted das 10,3″ Display Modul allein $349.00 (ohne Touch Panel).
          https://shopkits.eink.com/product/10-3%cb%9d-epaper-display-es103tc1/
          Da darf man sich über diesen Preis nicht wundern

        • Udo sagt:

          @Werner: Es ist schon ärgerlich wenn ein Displayhersteller ein Monopol hat. Bei den Displaypreisen sind die eBook-Reader natürlich alles andere als preiswert. Wenn die Preise für die Displays etwas sinken würden, dann würden sich eBooks vielleicht auch schneller verbreiten.

        • Werner sagt:

          @Udo: Die Produktionskosten sinken mit steigenden Stückzahlen – solange so wenig produziert wird, bleiben sie so hoch. Erst wenn die Kosten für die Investitionen hereingekommen sind, können die VK-Preise reduziert werden.

      • Werner sagt:

        Wegelagerei, nein.
        Aber ein so teurer Bildschirm rechtferigt nicht den Preis für ein derartiges Gerät.
        Bei einem derartigen Preis des Bildschirms müssen auch noch andere Features dazukommen, damit man von einer gewissen Ausgewogenheit sprechen kann – die fehlen hier.
        Sehbehinderte? Dieses Argument ist ziemlich schwach, vor allem, weil die Pixelanzahl dieses Geräts genau der Pixelanzahl der wesentlich preisgünstigeren und leichteren 7,8″ Geräte entspricht.

        Ich empfinde das Konzept ziemlich blöde.

  5. ein_anderer_micha sagt:

    Ein sehr schöner Bericht und wie immer ein Lob dafür an Micha. :)

    Mir wäre er aber zu groß und ich denke, man kann den nicht mehr in einer Hand halten auf Dauer, wie ich das mit meinem Touch HD (1) beim Lesen mache. Da erreicht der Daumen durch die größeren Tasten auch sehr gut die rechte zum Umblättern.PDF’s lese ich auch nicht so viel und da hat mir bei Bedienungsanleitungen auch mein jetziger gereicht. Außerdem noch der Preis oder will sich Pocketbook als die Apple-Firma bei den Readern positionieren?

    Noch etwas zum Schluss: bei Gehäuse und Design ist im letzten Satz vor dem Rückseitenbild ein Tipfehler drin: “über den Kopfhörer mit 3,5 mm Klingenanschluss an den Reader angeschlossen werden können”. ;)

    • Michael sagt:

      Danke für den Hinweis. Habs geändert.

      • Woody sagt:

        Auch ich bedanke mich für die ausführliche und faktenreiche Rezension!
        Nur mit dieser Bemerkung konnte ich als Leser der ZEIT (aktuell noch auf dem Tablet) leider nicht all zu viel anfangen, Zitat:

        “Die PDF-Ausgabe der Computerzeitschrift c’t lässt sich auf dem Inkpad X sehr gut lesen, während die Zeit auch auf dem Inkpad X unlesbar ist.”

        Mir erschließt sich der entscheidende Unterschied zwischen “sehr gut lesen” und “unlesbar” leider nicht. Hier wäre eine Ergänzung oder ein ausführlicherer Hinweis sehr hilfreich gewesen, warum das so sein soll bzw. wie sich dieser Mangel genau(er) auswirkt.

        Wenn nämlich dieses Magazin “unlesbar” auf dem Inpad X sein sollte, dann müsste ich wohl auch davon ausgehen, andere Formate wie Tageszeitungen usw. mit diesem Gerät auch eher nicht oder womöglich garnicht lesen zu können; für mich ein elementares Kauf-Argument.

        Ich könnte jetzt vermuten, damit ist “funktioniert nicht” gemeint. Oder die Bemerkung “unlesbar” soll vielmehr nur auf eine “wenig komfortable” – aber immerhin noch grundsätzlich “funktionierende” Lösung verweisen, welche ich dann allerdings gerne ein wenig präziser dargestellt bekommen hätte.

  6. Bart sagt:

    Apologies for writing in English, my German is good enough to read but I would butcher the writing. How would you compare PDF reading experience to Inkpad 3? Wondering whether it’s worth the switch.

    • Michael sagt:

      Sorry für die späte Antwort, aber dein Kommentar ist leider im Spamfilter hängengeblieben.

      Kommt natürlich auf das PDF an bzw. auf dessen Abmessungen. Generell sind PDFs schon besser lesbarer als auf dem Inkpad 3. Auf diesem Bild habe ich versucht, das darzustellen.

  7. Woody sagt:

    Hi Michael,

    und mich würde auch noch eine Antwort auf meine Anfrage interessieren, ob Magazine und Zeitschriften als PDF nun “unlesbar” sind (“funktioniert nicht”). Oder ob Dein Testergebnis lediglich Deine Enttäuschung ausdrückt, Magazine und Zeitschriften nicht ausreichend komfortabel lesen zu können. Besten Dank für die Mühe!

    • Michael sagt:

      Nein, ganz im Gegenteil. Herkömmliche PDFs, deren Abmessungen nicht viel größer als DIN A4 sind, lassen sich einwandfrei und ohne Brille lesen. Dazu zähle ich normale Zeitschriften, wie eben die c’t, die ich als Testbeispiel benutzt habe. Das PDF der “Zeit” ist jedoch von den Abmessungen her so groß wie die gedruckte Ausgabe und auf dem 10-Zoll-Bildschirm zusammengequetscht natürlich nicht mehr lesbar. Zumindest, solange es als ganze Seite dargestellt wird. Mit den üblichen Vergrößerungsmechanismen oder dem Reflowmodus gehts dann natürlich auch.

      • Woody sagt:

        Vielen Dank für die prompte Reaktion!
        Ich lese zurzeit die genannten Medien sehr komfortabel über ein 10 Zoll Tablet und befürchte natürlich, auf Dauer meine Augen damit zu überlasten. Und auch dort lese ich die Inhalte natürlich nur spaltenweise mit entsprechender Vergrößerung.

        Auf manchen Inkpad-X-Youtube-Videos ist eben zu sehen, dass die von Dir genannten “Vergrößerungsmechanismen” naturgemäß nicht so flüssig funktionieren (können!) wie auf dem Tablet, aber zumindest funktionieren. Und da hat mich die Formulierung “unlesbar” ein wenig irritiert.
        Also bleibt dieses Pocketbock weiterhin auf meiner Wunschliste, zumal ich mit dem Pocketbook Touch HD 3 sehr zufrieden bin und dieses Gerät nur empfehlen kann.

        Wäre ja alles kein Problem, könnte man das Inkpad mal in Ruhe vor dem Kauf in die Hand nehmen und antesten. Aber selbst hier in Hamburg hat dieses vergleichsweise teure und wohl wenig nachgefragte Teil kein Händler vorrätig. Und den stationären Handel möchte ich gerade in diesen Zeiten natürlich unbedingt unterstützen und nach Möglichkeit nicht online kaufen – trotz risikolosem Kauf wegen Umtauschmöglichkeit.

        • Michael sagt:

          Ehrlich gesagt, lese ich so große PDFs auch lieber am Tablet. Ich habe allerdings ein 12-Zoll großes iPad Pro, dass dafür wirklich gut funktioniert. Das steht natürlich in keinem Preis/Leistungsverhältnis, wenn man nur PDFs damit lesen möchte.

  8. Woody sagt:

    Bleibt das Fazit: ZEIT, SPIEGEL und andere Magazine sowie “großflächige” Tageszeitung im PDF-Format funktionieren auf dem Inkpad-X grundsätzlich zumindest ausreichend – mit den genannten Einschränkungen.
    Und inwieweit persönliche Anforderungen genügend umgesetzt werden, das muss jede(r) selbst ausprobieren.

    In meinem Fall könnte ich zukünftig nämlich alle Medien incl. epub-Ebooks in einem Gerät nutzen und muss nicht wie bisher ständig wechseln.
    Denn für manche E-Books bzw. einspaltige Text-Dateien im PDF-Format – zB. selbst erstellte – ist die 6-Zoll-Variante dann doch nicht ganz so gut geeignet, weil die Schriftgröße bei kompletter Seitenansicht zu klein ausfällt und der Text bei augenfreundlicher Vergrößerung – im Gegensatz zum anpassungsfähigen epub-Format – über den Rand hinausgeht, obwohl ich diese bereits im Querformat lese.
    iPad ist natürlich ein Traum, auf Dauer für meine Augen und bei meinen intensiven Lesegewohnheiten wohl eher nicht zu empfehlen.
    Nochmal dankeschön für diesen Testbericht!

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