3 Hüllen für den PocketBook Inkpad 3

  • von Michael
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Der Ende Februar erschienene PocketBook Inkpad 3 ist, wenn ich das so sagen darf, ein ziemlicher Erfolg. Nur bei der Auswahl der Hüllen haperte es bisweilen noch. Nachdem PocketBook Mitte April eine erste buchartige Hülle anbot, fragten etliche Leser nach, ob und wann denn auch Slimhüllen kommen würden.

Seit ein paar Wochen gibts über Amazon welche, die allesamt allerdings mit Mustern bedruckt statt einfarbig sind. Nun liefert PocketBook selber einfarbige Slimhüllen nach. Zeit also, um mal einen ersten kleinen Überblick über die Hüllen zum Inkpad 3 zu geben. Sobald es weitere Hüllen für den Inkpad 3 gibt, füge ich sie in diesen Artikel ein.

Hinweis: Die Slimhüllen von PocketBook hat mir der Hersteller für diesen Artikel zur Verfügung gestellt, die anderen Hüllen habe ich selbst gekauft.

Wie der eReader aus einer Slimhülle entnommen werden kann, zeige ich in diesem Film:


Oujietong Hülle für PocketBook 740

Die 152 g leichte Hülle des chinesischen Anbieters Oujietong lässt sich nur mit verschiedenen Motiven bestellen. Einfarbig gibts diese Hüllen zumindest bei diesem Anbieter nicht. Das Obermaterial ist Kunststoff, das mit einer Lederstruktur versehen ist. Die Hülle ist griffig und liegt gut in der Hand.

Oujietong Hülle für PocketBook 740

Die Qualität des Drucks hat mich überrascht, das Motiv kommt sehr klar und unverwaschen rüber (ist auf den Fotos vielleicht nicht so gut erkennbar?). Wie bei Slimhüllen üblich, wird der Reader in einen Plastikschalte geklemmt. Im Gegensatz zu Hüllen für andere Reader muss der Reader richtig fest in die Schale gedrückt werden, bevor das erlösende Einrastgeräusch zu hören ist. Zum Entnehmen einfach so wie oben im Video zu sehen verfahren.

Die Innenseite der Hülle ist mit Microfaser beflockt, damit sie auch im Lesezustand angenehm in der Hand liegt. Der Deckel hält wie üblich magnetisch an der Plastikschale, allerdings sind die Haltemagneten nur eingeschoben. Erfahrungsgemäß lösen sie sich nach einiger Zeit und fallen heraus. Ein Tropfen Sekundenkleber schafft dann Abhilfe.

Steckbrief

  • Hersteller: Oujietong
  • Gewicht: 152 g
  • Material: Kunststoff
  • Farben:  verschiedene Muster, keine Farben
  • Unterstützt den Standbymodus: ja
  • Preis: 19 €

PocketBook Cover Shell

Die neuen Slimhüllen voin PocketBook werden wahrscheinlich im gleichen Werk hergestellt, wie die Hüllen von Oujietong, denn die Hüllen ähneln sich wirklich sehr. Die Unterschiede bestehen im Prinzip darin, dass die PocketBookhüllen nur einfarbig (schwarz, blau und violett) zu haben sind und der PocketBook-Schriftzug auf der Vorderseite prangt.

PocketBook Cover Shell in violett, blau und schwarz

Und dass sie rund 10 g leichter sind. Der Rest ist gleich, wie die Lederstruktur, das Anfassgefühl und die Unterschale, in der das Gerät etwas stramm steckt. Auch die Haltemagneten sitzen an den gleichen Stellen. Und natürlich unterstützen auch diese Hüllen die Standbyfunktion des Inkpads.

Preislich nehmen sich die Slimhüllen der beiden Anbieter nichts, denn beide Hüllen sind für 19 € zu haben. Letztlich wird die Entscheidung vom persönlichen Geschmack abhängen. Wer eine mit Motiv will, nimmt die von Oujietong, Freunde einfarbiger Hüllen greifen zu denen von PocketBook.

Steckbrief

  • Hersteller: PocketBook
  • Gewicht: 141 g
  • Material: Kunststoff
  • Farben:  schwarz, blau, violett
  • Unterstützt den Standbymodus: ja
  • Preis: 19 € (schwarz, blau, violett)

PocketBook Cover Comfort brown

Das Außenmaterial der rund 153 g schweren Hülle besteht aus recht glattem Kunstleder. Nach dem Auspacken ist ein starker Klebergeruch vorhanden, der erfahrungsgemäß nach ein paar Tagen verflogen sein sollte. Normalerweise wird dieser Geruch durch ein Silikatpäckchen verhindert, das der Verpackung der Hülle fehlt.

Der Reader selbst wird — wie bei PocketBook üblich — mit vier ledernen Ecken in der Hülle gehalten. Dazu wird das Gerät am Besten zuerst in die beiden unteren Ecken eingeschoben. Danach lassen sich die oberen Ecken etwas fitzelig um die oberen Ecken des Gerätes klappen. Die Höhe der Ecken sind perfekt an die Stärke des Inkpads angepasst, da schlackert nichts herum. Einmal eingesetzt, sitzt der Inkpad 3 wirklich sehr sicher in der Hülle.

PocketBook "Cover COMFORT brown"-Hülle

PocketBook “Cover COMFORT brown”-Hülle

Das Innenmaterial der Hülle besteht aus Stoff, im Deckel selbst ist ein Einschub für Karten oder ähnlich flache Dinge (Kreditkarten, Ausweise). Dieser Einschub besteht aus Kustleder, der sich beim nach hinten umgeschlagenen Deckel genau unter den Fingern befindet. Durch das glatte Material fasst sich die Hülle beim Lesen etwas kälter und glatter an, als es bei Hüllen, die auf der Innenseite durchgängig mit Stoff bezogen sind. Zugeklappt wird der Deckel mit Magneten an den Lederecken gehalten. Weil die Hülle ist an den Kanten etwa 3-4 mm breiter als der Reader ist, schützt sie das Gerät sehr durch versehentliches seitliches Anschlagen. Außerdem unterstützt sie den Standbymodus des Inkpad 3, d.h. das Gerät ist sofort nach dem Öffnen der Hülle lesebereit und wird durchs Schließen auch wieder in den Standby versetzt, vorausgesetzt natürlich, im Reader ist der Standybymodus eingeschaltet und das automatische Abschalten deaktiviert.

Soweit die Beschreibung, die ich im Test des Inkpad 3 zu dieser Hülle geschrieben hatte. Nach zweieinhalb Monaten kann ich praktische Erfahrungen berichten, denn ich hatte die Hülle seither permanent am Reader und in Benutzung.

Der oben angesprochene Klebergeruch hat sich ungefähr vier Wochen gehalten, mittlerweile ist er komplett verschwunden. Hier sollte PocketBook trotzdem ein Silikatpäckchen beilegen, denn die Slimhülle riecht überhaupt nicht. Durch das ständige Befingern ist die Außenseite der Hülle nicht mehr ganz so glatt wie am Anfang. Die Vorderseite lässt sich nun einfacher nach hinten umschlagen. Im Bekanntenkreis kam die Hülle mit ihrem buchartigen Design und der Zweifarbigkeit so gut an, dass bei Nutzern anderer Reader leichter Neid aufkam. Vielleicht überlegt sich PocketBook ja, die Hülle auch für andere Reader anzubieten. ;)

Steckbrief


Welchen Hüllentyp bevorzugs du?






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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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15 Kommentare

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  1. Lena sagt:

    Mmh. Das Cover Comfort Brown ist wirklich sehr hübsch. Allerdings springt es aus dem Standbymodus schon an, wenn ich das Cover aussen anfasse. Sehr lästig. Frag mich, was da falsch läuft. Habe ich was übersehen?

    • Michael sagt:

      Hmm, kann ich bei meiner Hülle nicht nachvollziehen, hab aber auch schon davon gehört. Vielleicht wirds besser, wenn der Knick zwischen Vorder- und Rückseite weicher wird?

      • Lena Riess sagt:

        Grad gelesen, dass ich nicht die Einzige bin. Tipp: Den Deckel leicht gegen den Knick, also nach links gedrückt schliessen. Mal sehen, erste Versuche klappen.

  2. Lena sagt:

    Eine Frage noch: Habe heute mein zweites Cover Comfort Brown bekommen und wieder ist das Innenfutter so verklebt, dass es kleine Wellen erzeugt. Für mich ein klarer Produktionsfehler. Hast Du das bei dem Cover auch feststellen können Michael?

    • Kannst du mir zeigen, wie das bei dir ausschaut?
      Edit: Hat sich erledigt

      • Lena sagt:

        Danke Dir. Die dritte Hülle schien dann okay zu sein. Nach kurzer Zeit entwickelten sich auch hier eine Blase offensichtlich aufgrund mangelhafter Verklebung. Nun lasse ich es gut sein und mein geliebtes Inkpad steckt wieder im Filzsleeve.

        • Das ist wirklich merkwürdig. Hast du die Hülle bei Amazon gekauft? Wenn ja, wäre das vielleicht eine Erklärung, warum sie dort zehn Euro billiger sind als bei PocketBook direkt? Vielleicht hat der Händler eine kaputte Charge bekommen?

  3. Lena sagt:

    Ja über Amazon, bei zwei verschiedenen Händler. Nun, das letzte Cover hat ja nur ein Blase, das geht dann schon. Und am Ende des Tages, lese ich dann doch mit dem »nackten« Inkpad lieber. Also alles nicht so tragisch, wenn auch ein wenig ärgerlich.

  4. Kunstsoldat sagt:

    Würde sich das Comfort Brown Cover auch für die verwendung mit einem Sleeve lohnen?
    Ich lese mit dem Gerät am liebsten ohne alles, aber möchte es gerne sicher verwahren wenn ich es nicht nutze. Was meinst du dazu?

    • Michael sagt:

      Wenn das Sleeve groß genug ist, ja. Allerdings sind um den Reader herum in der Hülle noch rund 3 mm Platz, sodass er schon ziemlich geschützt ist.

      • Kunstsoldat sagt:

        Ich merke gerade ich habe mich falsch ausgedrückt. Entschuldige bitte dafür!
        Ich wollte eigentlich wissen ob ich das Comfort Brown Cover als eine Art Sleeve nutzen kann, also ob sich der Reader ohne Probleme immer wieder aus dem Cover raus und wieder reinstecken lässt, ohne die Eckhalterungen großartig abzunutzen.

        • Lena sagt:

          Ich fürchte, die Halterungen wären bei einer solchen Nutzung recht bald abgenudelt. Ich würde das Cover so nicht nutzen.

        • Michael sagt:

          Also schneller aus der Hülle geht der Reader bei einer der Slimhüllen. Ob sich die Halterungen abnudeln, weiß ich auch nicht, ich hab den Reader nicht oft aus der Hülle entnommen. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass die Lederecken langfristig stabiler als die Kunststoffschalen der Slimhüllen sind.

  5. Lena sagt:

    Jetzt auch noch das PocketBooker Cover Shell gekauft, da ich mit dem Comfort Cover nicht ganz warm geworden bin. Mein Fazit:
    Die Hülle trägt nicht auf, ist passgenau und die Sleepcoverfunktion funktioniert einwandfrei (hakt bei meinem Comfort Cover, funktioniert nicht immer). Es gibt hier wirklich nichts zu meckern und ich würde diese Hülle der Comfort Cover vorziehen.

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