Testbericht: Anker Bluetooth Wireless Keyboard

Als ich die Möglichkeit entdeckte, an das Nexus 7 Tastaturen anschließen zu können, habe ich dieses Gerät vor meinem geistigen Auge schon als kleine und leichte Alternative zum Notebook gesehen. Also habe ich mir ein paar Tastaturen besorgt und sie mit dem Tablet getestet. Den Anfang meiner Testreihe macht das Anker Bluetooth Wireless Keyboard.

Anker-Bluetooth-Wireless-Keyboard

Dem Aussehen her gleicht das rund 300 g schwere Anker Bluetooth Wireless Keyboard dem kleinen Applekeyboard, wobei die Verarbeitungsqualität natürlich eine ganz andere ist. Im Gegensatz zum Aluminiumoriginal aus Cupertino besteht diese Tastatur komplett aus Plastik. Die Tastatur selbst ist im Chicletdesign gehalten. Das heißt, dass die Tasten flach sind, abgerundete Ecken haben und ins Gehäuse eingelassen sind. Chiclets sind  ursprünglich übrigens Kaugummies der Firma Bradbury, die genauso aussehen, wie die Tasten. Oder eben andersrum. ;)

Strom bezieht die Tastatur aus zwei AAA-Batterien oder -Akkus, die in ein Fach auf der Unterseite der Tastatur eingelegt werden. Leider werden keine Batterien oder Akkus mitgeliefert. Anker-Bluetooth-Wireless-Keyboard-Unterseite-mit-Batteriefach

Ebenfalls an der Unterseite befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem die Tastatur bei Nichtgebrauch ausgeschaltet werden kann. Links daneben sitzt die Connect-Taste, mit der die Tastatur sich mit dem Bluetoothgerät erstmalig verbindet.

Anker-Bluetooth-Wireless-Keyboard-Unterseite-mit-Schalter-und-Connect-Knopf

Um die Tastatur mit dem Nexus zu verbinden, muss auf dem Gerät zunächst Bluetooth eingeschaltet werden. Danach wird die Tastatur eingeschaltet und auf “Connect” gedrückt. Sobald sich die Tastatur auf dem Nexus 7 als KC1280 BT Keyboard meldet, kann die Verbindung hergestellt werden. Dazu einmal auf dem Nexus auf den Eintrag tippen, auf der Tastatur die angegeben Zeichen eingeben und diese mit [Enter] bestätigen. War die Eingabe korrekt, ist die Tastaur nun mit dem Gerät verbunden. Wann immer man nun irgendwas eingeben muss, sollte die androideigene Tastatur ausgeblendet werden und das Gerät stattdessen auf die Tasten des Keyboards reagieren.

Durch das Chicletdesign und der damit verbunden Tatsache, dass die einzelnen Tasten recht weit auseinander stehen, ist ein angenehmes Schreiben möglich, bei dem Fehltipper selten vorkommen. Allerdings ist mein Expemplar der Tastatur in der Mitte nach oben gebogen. Dadurch federt sie bei jedem Tastendruck nach unten. Das nervt auf Dauer beim Schreiben ungemein. Ich habe das mal in einem Video festgehalten:

Das Tastaturlayout ist auf deutsch. Allerdings sind einige Tasten anders angeordnet. So befinden sich die spitzen Klammern nicht links neben dem [Y], sondern links neben der [1].  Die [*]-Taste liegt nicht rechts neben dem [Ä], sondern eine Zeile drüber und rechts neben dem [+].  Die eckigen Klammern lassen sich nicht, wie aufgedruckt, über die rechte [Alt]-Taste und [5] bzw. [6] schreiben, sondern über die Tasten [8] und [9]. Die geschweiften Klammern befinden sich entsprechend auf den Tasten [7] und [0]. Bei beiden Kombinationen muss natürlich trotzdem die rechte [Alt]-Taste gedrückt werden. Ich schätze allerdings, dass diese Abweichungen androidspezifisch sind. Die [F]-Tasten sind doppelt belegt, wobei auf dem Nexus 7 nur die Mediatasten via [fn]-Taste ansteuerbar sind.

Fazit

Das Anker Blutooth Wireless Keyboard soll wohl in erster Linie eine Alternative zum mehr als doppelt so teuren Applekeyboard darstellen. Wegen der mäßigen Verarbeitungsqualität kann sie diesem aber auch nicht das Wasser reichen. Auch wenn das Schreiben durch die großen Tasten recht angenehm ist, hat mich immer wieder das Gefedere des verbogenen Gehäuses gestört. Gut gefallen hat mir hingegen, dass die Tastatur mit handelsüblichen Akkus betrieben werden kann und dass die Tasten weiß sind. Als Mitnahmetastatur ist sie mir in Anbetracht der Größe und des Gewichtes, das in etwa dem des Nexus 7 entspricht, etwas zu unhandlich. Fürs Benutzen an einem Mediacenter-PC ist sie sicher eine Alternative für Leute, die schwarze Tastaturen nicht mögen und dafür keine 70 € ausgeben möchten.

Hier geht es zu allen getesteten Tastaturen.

5 Gedanken zu „Testbericht: Anker Bluetooth Wireless Keyboard“

  1. Sehr schöner Bericht diese Selbe Tastatur besitzt mein Vater um damit deinen Laptop am Fernsehr bedienen zu können nur hat er diesen Mängel mit der Wölbung nicht.
    Selber nutze ich eine HP webOS Bluetooth-Tastatur die damals mit dem HP Touchpad auf den Markt kam und dann schnell wieder auch verschwand und der Restbestand wirklich “billig” verkauft wurde. Habe mein Exemplar für 15€ bekommen und sie ist aus Aluminium bis auf die Tasten aber die Verarbeitung 1A. Zwar sind einige Tasten nicht unter Android/Windows verfügbar aber für das normale schreiben langt sie alle mal.
    Finde so eine kleine Bluetooth-Tastatur schon bei einigen sachen sehr praktisch wenn man ein Smartphone, Tablet und Laptop hat.

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  2. Hallo,

    ich hatte die Tastatur auch mal vorgestellt (in schwarz). Das Problem mit der Wölbung hatte ich auch nicht. Nur mir ist jetzt aufgefallen, das ich das @ Zeichen einfach nicht schreiben kann. Ich hab schon alle Möglichen Kombis ausprobiert.

    Hat jemand zufällig ne Idee wie ich das Zeichen hin bekomme ?

    Gruss Micha

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  3. Hi,

    ich nutze die schwarze anker via bluetooth mit einem Mac Book Pro. Es werden häufig die ersten Buchstaben beim Eintippen verschluckt. Geht das anderen ähnlich oder kann man eventuell irgendwas irgendwie konfigurieren ;) ?

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  4. Ich benutze die Tastatur mit dem Samsung Tablet Tab 4. Funktioniert auch einwandfrei. Das einzige, was ich noch nicht herausgefunden habe ist, wie die größer/kleiner Zeichen dargestellt werden können. Bei der entsprechenden Taste kommen diese ^^. Hat da jemand einen Tipp?

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