Kurztest zum Tolino Vision 6

  • - Aktualisiert am
  • von Michael
  • Lesedauer: ~ 5 min
  • 63 Antworten

Heute hat Tolino den Vision 6 vorgestellt. Er kann schon jetzt vorbestellt werden und wird ab dem 26. Oktober ausgeliefert.

Der neue Tolino Vision 6

Der neue Tolino Vision 6

Thalia hat mir die Gelegenheit gegeben, das Gerät vorab etwas auszuprobieren und deshalb kommt hier mein Kurztest.

Gehäuse und Design

Das grundsätzliche Design ist gleich geblieben, weiterhin sind die Blättertasten seitlich neben dem 7-Zoll-Display platziert. Der Griff ist nun aber anders geformt. Er hat nun eine sicht- und fühlbare Kante, die den Daumen sicher am Griff hält.

Tolino Vision 6: Griffleiste in neuem Design mit seitlichen Blättertasten

Tolino Vision 6: Griffleiste in neuem Design mit seitlichen Blättertasten

Der Vision 6 ist um ein paar Millimeter in die Höhe gewachsen und auch einen Millimeter dicker. Die bisherigen Hüllen passen also nicht. Sicher ist das größere Gehäuse auf den größeren Akku zurückzuführen, der nun eine Kapazität von 1500 mAh hat (TV5: 1200 mAh). Die Rückseite ist gummiert, wodurch der Reader sicher in der Hand liegt.

Tolino Vision 6: Gummierte Rückseite und der Powerknopf am oberen Ende

Tolino Vision 6: Gummierte Rückseite und der Powerknopf am oberen Ende

Der Powerknopf befindet sich wieder oben links auf der Rückseite. Damit ist er leicht erreichbar, wenn der Reader ohne Hülle benutzt wird. Mit Hülle spielt er im Lesealltag keine große Rolle, denn die versetzt den Vision 6 in den Standby und weckt ihn wieder auf.

Im Inneren werkelt nun ein 1,8 GHz-Prozessor, der über vier Kerne, statt vorher einem, angetrieben wird. Ihm steht nun 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung (vorher 512 MB). Das sorgt dafür, dass der Reader rund 20 % schneller sein soll.

Tolino Vision 6: Akku und Platine

Tolino Vision 6: Akku und Platine

Der Speicherplatz wurde auf 16 GB verdoppelt, wovon den Büchern nach Abzug des Betriebssystems noch rund 12,4 GB zur Verfügung stehen. E-Books gelangen via USB-C-Kabel auf den Reader, per Cloud oder über den eingebauten Browser. Der kann z.B. für die Onleihe genutzt werden.

Tolino Vision 6: Der USB-C-Anschluss befindet sich oben an der rechten Kante

Tolino Vision 6: Der USB-C-Anschluss befindet sich oben an der rechten Kante

Der Vision 6 ist wasserdicht nach IPX8, d.h. er darf 60 min in zwei Meter tiefem Süßwasser liegen, bevor er kaputt geht.

Bildschirm

Der Bildschirm hat weiterhin eine Diagonale von 7 Zoll (oder 17,7 cm). Es ist ein Carta-1200-Display verbaut, dass einen verbesserten Kontrast hat. Dadurch soll sich der Kontrast zwischen Text und Hintergrund um rund 30 % verbessern.

Vergleich der unbeleuchteten Displays: Vision 5 (links); Vision 6 (rechts)

Vergleich der unbeleuchteten Displays: Vision 5 (links); Vision 6 (rechts)

Und in der Tat ist die Schrift dunkler. Sie wirkt dadurch knackiger und auch schärfer, obwohl das Display weiterhin mit 300 ppi auflöst. Am Besten ist der Unterschied bei eingeschalteter Beleuchtung sichtbar:

Durch das dunkle Schwarz lässt sich nun auch noch besser bei inverser Darstellung lesen. Der direkte Vergleich zum Vorgänger zeigt das auch hier ganz schön:

Inverse Darstellung im Buch: Vision 5 (links); Vision 6 (rechts)

Inverse Darstellung im Buch: Vision 5 (links); Vision 6 (rechts)

Wer so liest, sollte die Bildschirmaktualisierung weiterhin auf alle paar Seiten umstellen, denn das Ghosting ist im inversen Modus auch auf dem neuen Display sichtbar.

Insgesamt bin ich sehr angetan vom Display. Für die schon länger Mitlesenden: Es erinnert mich vom Kontrast her an das sehr gute Display des Kobo Glo HD, dem zumindest vom Schwarzwert keins der nachfolgenden Geräte mehr das Wasser reichen konnte. Dieses hier im Tolino Vision 6 hat zudem keinen sichtbaren Helligkeitsverlauf.

Bedienung

Insgesamt ist der Vision 6 spürbar schneller als der Vision 5. Hier macht sich der schnelle Prozessor gut bemerkbar.

Auf meinem ist eine Vorserienversion der kommenden Firmware 15 installiert, die an verschiedenen Ecken und Enden noch hakt, daher sind die folgenden Worte über die Software bitte mit Nachsicht zu bewerten. Zum Verkaufsstart soll es eine bereinigte Version geben – ich werde berichten.

Das »Neue Leseerlebnis« ist nach wie vor als Beta gekennzeichnet und es funktioniert noch genauso schlecht, wie auf den letzten Firmwareversionen. Nutzt man es nicht, kann man auf dem Vision 6 genauso gut lesen, wie auf den anderen Tolinos. Hier hat sich also nichts geändert. Die Onleihe konnte nicht nicht ausprobieren, denn auch hier funktioniert noch nichts. Das Laden von PDFs dauert teilweise ziemlich lange, der Reflowmodus wurde auch nicht verbessert, er erzeugt also immer noch nur eine Textwüste ohne Überschriften, Absätze oder Einrückungen.

Als Betriebssystem läuft auf dem Vision 6 nun Android 8.1 (vorher 4.4.2). Der Nutzer bekommt davon aber nichts weiter mit und muss sich darum auch nicht kümmern.

Wird der Reader via USB-C-Kabel mit dem PC verbunden, meldet er sich aber jetzt nicht mehr als Laufwerk an, sondern wird über die MTP-Schnittstelle angesprochen. Dadurch lässt er sich während der Verbindung ganz normal nutzen und mit neuen Büchern befüllen. Die sind dann sofort nutzbar, auch solange das Gerät per Kabel verbunden ist und geladen wird.

Keine Verbindung zu Rechnern von Apple

Der große Nachteil der MTP-Verbindung ist allerdings, dass sich der Vision 6 nicht mit dem Mac verbinden lässt, wie das noch beim Vorgänger der Fall war. Man kann ihn zwar über die App Android File Transfer dazu bringen, vom Mac aus auf den Reader zuzugreifen, aber eine direkte Verbindung über Calibre ist damit nicht möglich. Wer eine andere Lösung kennt, wie sich Androidgeräte in MacOS als Laufwerk einbinden lassen, nur her damit – ich habe noch nicht so viele Erfahrungen mit MacOS.

Zusammenfassung

Das könnte für den Tolino Vision 6 sprechen

  • Sehr kontrastreicher Bildschirm
  • Beleuchtung mit Nachtlichtautomatik
  • Wasserdicht
  • Großer Bildschirm
  • Seitliche Blättertasten
  • Onleihe kann benutzt werden
  • Wörterbücher vorhanden
  • Eigene Schriften können installiert werden
  • eBooks aus anderen Shops des Tolinoverbundes können per WLAN aufs Gerät geladen werden
  • Kostenloser WLAN-Zugang bundesweit über alle Telekom Hotspots

Das könnte gegen den Tolino Vision 6 sprechen

  • PDF-Reflow stellt zeigt jeglichen Text unformatiert dar
  • Seltene Firmwareupdates, die zudem nicht immer fehlerfrei sind
  • Lässt sich per Kabel nicht mit Macs verbinden

Preise und Bezugsquelle

Fazit

Der Vision 6 lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits ist die Hardware wirklich klasse. Ein schneller Prozessor, ein großer Speicher und ein Bildschirm, der seinesgleichen sucht. Ich glaube, einen besseren gibt´s derzeit nicht.

Und dann ist da das leidige Thema Firmware bei Tolino. Seit rund zwei Jahren hakt es da gewaltig und ich hoffe sehr, dass Tolino die Probleme – insbesonders mit der Onleihe und deren (mittlerweile nicht mehr so) neuem DRM in den Griff bekommt. Denn viele kaufen sich einen Reader, um Bücher aus der Bibliothek zu lesen – und mit dem Vision 6 würde das richtig Spaß machen, wenn denn die Software mitspielt.

Das normale Lesen von eBooks mit dem “alten Leseerlebnis” klappt aber einwandfrei und es ist eine Freude auf dem kontrastreichen Display zu lesen.

Vorerst bleibe ich also vorsichtig optimistisch und ich werde mein Fazit nach dem ersten offiziellen Update nochmal anpassen.

Datenblatt anschauen


Wirst du dir den Tolino Vision 6 kaufen?


 

Lesetipp
Die im Test gezeigten Bilder stammen aus diesem Buch:

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen eb …
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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.

63 Kommentare

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  1. Werner sagt:

    Die CPU hat 1,8 GHz und 1GB Ram.
    Es könnten einfach zusätzliche Anwendungen im Android 8.1 installiert werden.
    Jedenfalls sind diese Möglichkeiten in der Firmware enthalten.

  2. John Farson sagt:

    Tolino hat sich also endlich dazu entschlossen, seine Geräte mit einem Prozessor auszustatten, die stärker sind als ein handelsüblicher Taschenrechner – bravo. Wenn nur die grauenhafte Software nicht wäre. Hier von zwei Jahren zu sprechen, in denen es “hakt” ist wohl ein Euphemismus.
    Ich war stolzer Besitzer des ersten Tolino Modelles und habe seitdem jede Iteration des Top Modelles erlebt. Manche Fehler sind so alt wie die Tolino Allianz und daran wird auch nichts gemacht. Alle halbe/dreiviertel Jahr kommt mal ein Update raus, in dem irgendwelche Beta Funktionen eingeführt werden, die diesen Status nie verlassen. Das Update besteht nur darin, den Beta Schriftzug zu entfernen, so fühlt es sich jedenfalls an.
    Ich werde mir über kurz oder lang wohl auch die 6 Version holen, wenn es mal ein Angebot gibt. Ansonsten bleibe ich wohl bei Amazon und dem Oasis bleiben. Auf die Onleihe kann ich gut verzichten und die anderen…Freiheiten…brauche ich jetzt auch nicht unbedingt. Ich möchte nur lesen und das geht bei Amazon nun mal am besten.

    P.S.
    Das es, angesichts der heutigen Smartphones und ihrer Performance so schwer sein soll, ein flüssig laufendes Gerät auf den Markt zu bringen, will mir nicht recht in den Kopf. Amazon macht es ganz ordentlich, aber auch die können froh sein, dass Samsung oder Apple nicht in den Mark einsteigen. Die würden, wahrscheinlich innerhalb eines Jahres, den Fußboden mit der gesamten Konkurrenz aufwischen.

    • Aaron Dewes sagt:

      Mit einem kleinen Trick kann man über die Entwickleroptionen auf ART umstellen, dann laufen die alten Tolinos auch (ein bisschen) flüssiger.

  3. Vera sagt:

    Hallo Michael!
    Danke für den aktuellen und guten Bericht. Ich lese bei dir seit Jahren mit und wenn du schreibst, dass beim neuen Tolino das Display sehr gut sein soll wird es stimmen. Mich hat der Helligkeitsverlauf beim Vision 5 und die hellen Ecken im unteren Rand des Epos 2 echt gestört. Meinst du, es wird in absehbarer Zeit auch einen neuen Epos geben, der ein genauso gutes Display hat?

    Ich lese mit dem Oasis, aber wenn das Display vom neuen Tolino mithalten kann würde ich auf jeden Fall wechseln.
    Mir fehlt schon die Onleihe, mit Calibre finde ich es etwas umständlich.
    Du warst ja immer begeistert vom Oasis Bildschirm. Ist das vom Tolino damit zu vergleichen?
    Danke und liebe Grüße
    Vera

    • Michael sagt:

      Meinst du, es wird in absehbarer Zeit auch einen neuen Epos geben, der ein genauso gutes Display hat?

      Das weiß ich nicht.

      Ist das vom Tolino damit zu vergleichen?

      Der Bildschirm des Tolino ist minimal besser. Etwas heller und die Schrift ist etwas schwärzer. Aber deswegen würde ich vom Oasis nicht zum Vision 5 wechseln, denn solange die endgültige Releasefirmware nicht verfügbar ist, kann ich nix sagen, ob und wie gut die Onleihe funktioniert.

  4. Martin sagt:

    Hallo Michael, kannst du sagen ob sich etwas beim Browser getan hat? Mich hat immer gestört, dass man beim Aufruf der Seiten vom Calibre-Server auf die mobile (JavaScript-freie) Ansicht schalten muss, weil der Tolino-Browser die “normale” Ansicht nicht darstellen konnte.

    • Michael sagt:

      Ja, der Browser öffnet im Calibreserver direkt die neue Oberfläche. Er kann also jetzt problemlos mit Javascipt umgehen.

      • Martin sagt:

        Prima. Herzlichen Dank fürs Ausprobieren!

      • Martin sagt:

        Wie ich feststellen muss, kann man aber kein E-Book über den Calibreserver herunterladen. Der Tolino meckert immer, dass er mit dem Dateiformat nichts anfangen kann. Kannst du das bei dir mal gelegentlich ausprobieren? Vielleicht liegts auch dan dem “alten” Calibre-Server (5.12).

        • Michael sagt:

          Der Dowload vom Calibreserver klappt bei mir nur in der alten Ansicht (mit “…/mobile” hintendran). Die neuere Javascriptbibliothek öffnet er zwar, aber der Download bricht dann bei mir mit “Der gewünschte Download kann nicht durchgeführt werden. Das Dateiformat wird nicht unterstützt.” ab.

          Laut Aussage von Tolino ist die Version 15.1.0 der Firmware die Vorserienversion, die zum Verkaufsstart nochmal aktualisiert werden sollte.

        • Martin sagt:

          Ich muss mir selbst antworten, da dein Beitrag keinen “Antworten”-Button mehr hat. Welche Firmware-Version auf dem Gerät war, hab ich gar nicht gesehen. Es wollte sofort auf 15.1.0 updaten, was ich dann auch gemacht habe.

          Dann verhält sich dein Tolino also identisch… Irgendwas ist halt immer mit dem Calibre-Server. :) (Mit den PocketBook-Geräten tut es einfach.)

        • Michael sagt:

          Ich würde das gar nicht so sehr auf den Calibreserver schieben wollen. ;)

        • Martin sagt:

          “Ich würde das gar nicht so sehr auf den Calibreserver schieben wollen. ;)”

          Stimmt, hab ich falsch ausgedrückt. Ich meinte, dass der Tolino-Browser da immer Probleme macht. *seufz*

  5. darkphoenix sagt:

    Calibre sollte(tm) auf macOS und Linux selber nativ MTP sprechen können… ich habe das selbst nicht getestet, aber https://manual.calibre-ebook.com/en/faq.html#how-do-i-use-calibre-with-my-android-phone-tablet-or-kindle-fire-hd “Note that on macOS and Linux only a single program can connect to an Android device at a time, so make sure the device is not opened in the OS File manager, or the Android File Transfer utility, etc.” klingt schon recht eindeutig.

    Alternativ gibt es natürlich immer auch andere Optionen, z.B. den Content Server im Browser auf dem tolino (zugegeben etwas unbequem), oder die tolino cloud (für letzteres habe ich mir selbst ein Programm geschrieben, um automatisch meine Calibre-Bibliothek mit der tolino cloud zu synchronisieren – für mich ist das perfekt, aber es ist zugegebenermaßen nicht besonders benutzerfreundlich).

  6. Ferdinand sagt:

    Kann man dich mit dem Kauf des Vision 6 bei einem bestimmten Händler / mit bestimmten Link unterstützen?

  7. -- sagt:

    laut Wiki gibt es für Mac ein Open-Source-Programm:

    Mac OS X erhält MTP-Unterstützung z. B. durch das Open-Source-Programm XNJB[9] (XNJB benutzt u. a. libmtp)

  8. Sandra sagt:

    Hallo Michael
    vielen Dank für den tollen Bericht!
    Ich habe einen Tolino Vision 3 und möchte auf ein neues Model umsteigen. Ich kann auf meinem alten Gerät Onleihe problemlos nutzen, ist dies somit bei neuen Modellen schlechter geworden oder gar nicht mehr möglich?

    einen schönen Tag und liebe Grüsse Sandra

    • Michael sagt:

      Kann ich momentan nicht beantworten, weil auf meinem Testexemplar mit Vorserienfirmware die Onleihe gar nicht funktioniert. Ich reiche es aber nach.

      • Martin sagt:

        Also mit der 15.1.0-Firmware lässt sich die Onleihe (LCM/CARE) schon nutzen – zumindest auf bisherigem Tolino-Niveau. Jedenfalls konnte ich ein E-Book ausleihen und lesen (“Leseerlebnis” für Bücher mit LCP-Verschlüsselung eingeschaltet). Ob das insgesamt besser klappt als mit Firmware 14.x, oder ob die leidigen Probleme mit manchen Büchern (Vor- oder Zurückspringen der Seiten etc.) noch bestehen kann ich allerdings nicht sagen. “Gefühlt” hat sich an der Front nichts bewegt.

        • Michael sagt:

          Interessant, dass es bei dir geht. Wahrscheinlich hat die Onleihe die Ausleihfunktion nun freigeschaltet. Bei mir erscheint nach Tippen auf “Buch direkt lesen” am unteren Bildschirmrand erst “Buch hinzugefügt”, danach “Buch gelöscht”. Ich habs mit zwei unterschiedlichen Büchern versucht, keins kommt in der Bibliothek an. Sehr merkwürdig.

  9. Sven Jacob sagt:

    Ich finde das sooo schade. Ich mag einfach diese Ränder nicht. Ich habe noch einen Vision mit planer Oberfläche. Ich hoffe sehr, der hält noch so lange durch bis es auch von Tolino mal wieder einen Reader mit planer Oberfläche gibt.

  10. Werner sagt:

    Hallo Michael,

    hast du das Gerät geöffnet?
    Wenn nein, dann ist meine Frage ohnehin hinfällig.
    Wenn ja, hat es einen SD Karte wie Kobo Libra 2
    https://www.mobileread.com/forums/attachment.php?attachmentid=189726&d=1634751785
    Dann könnte man ja problemlos die Speicherkapazität erhöhen.

  11. Martin sagt:

    Der Akku lässt mich auch noch etwas ratlos zurück. Dieser ist ja nun mit 1.500 mAh etwas größer dimensionert als beim Vision 5. Allerdings konnte ich quasi dabei zusehen, wie die Akkustandanzeige herunterzählte. Am Tag 1 habe ich gegen 17:00 Uhr den Akku auf 100 % aufgeladen. Gut, ich habe hin und wieder das WLAN eingeschaltet um etwa die Onleihe auszuprobieren. Ansonsten habe ich um die 60-70 Seiten gelesen. Am Tag 2, nach etwas Lesen in der Bahn, war der Akkustand gegen 08:00 Uhr runter auf 75 % (über Nacht war der Reader im Ruhezustand, wobei sich währenddessen der Akku tatsächlich nicht merklich entladen hatte). Aber … 25 % Energieverbrauch in 15 Stunden?! Ich kann nur hoffen, dass sich das mit einem Softwareupdate noch verbessert. Wie ist da dein Eindruck, Michael?

  12. Tanja sagt:

    Wenn er nicht mit Macs und Calibre geht, hoffe ich auf möglichst lange Zeit, in der ich mich einen alten bekomme. Mit dem Android File Transfer ist es ein Krampf. Schade. Bin Tolino-Leserin seit dem ersten Modell.

    • Michael sagt:

      Dann solltest du deinen Tolino vorsorglich vom Netz nehmen, denn ich befürchte, dass die Möglichkeit, den Reader als Laufwerk zu verbinden, mit dem Update auf Version 15 (die ja schon auf dem Vision 6 drauf ist), dann auch bei älteren Tolinos flach fällt. Vom Netz nehmen deshalb, weil die Tolinoupdates ja immer Zwangsupdates sind. Ich hoffe aber sehr, ich täusche mich.

  13. Dirk sagt:

    Tolino kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Da wäre zum einen das Bedienkonzept und zum anderen die miese Software.
    Ich habe mir stattdessen den Kobo Libra 2 gekauft. Hier gibt Kobo an, dass es sich um einen 1 GHz-Prozessor handelt. Wie kann das sein? Ich dachte, die Hardware ist baugleich!?

    Der Bildschirm ist wirklich sehr gut. Die Kobo-Software und das Bedienkonzept haben mir schon immer gefallen. Was ich jedoch nicht gut finde: 5 GHz WLAN wird nicht unterstützt, sondern nur 2,4 GHz. Das ist hinterwäldlerisch und überhaupt nicht nachvollziehbar.

    In Sachen Performance kann ich überhaupt keinen Unterschied zum Kobo Aura H2o (2nd Edition) feststellen.

    Übrigens lässt sich der Kobo Libra 2 ohne Probleme mit dem MacBook und auch mit Calibre verbinden. Ist ja ein Armutszeugnis für Tolino, dass es da nicht funktioniert.

    • Michael sagt:

      Ich habe mir stattdessen den Kobo Libra 2 gekauft.

      Darf ich mal fragen, wo du ihn gekauft hast?

      Ich dachte, die Hardware ist baugleich!?

      Das muss bei Geräten mit gleichem Gehäuse nicht zwangsläufig so sein. PocketBook zum Beispiel stattet seine Reader je nach Markt auch unterschiedlich aus. So ist der Touch HD 3 bei uns wasserdicht, in Russland nicht. Dafür gibt´s dort einen eigenen Aqua mit dem Gehäuse des Touch HD 3.

      • Dirk sagt:

        Ich habe ihn hier gekauft….
        https://www.coolblue.de/produkt/892471/kobo-libra-2-schwarz.html
        Sehr guter Laden. Super schnelle Lieferung.

        • Franz sagt:

          Die ganzen hier aufgeführten Probleme mit dem Tolino liegen doch offenbar daran, dass es sich eigentlich (siehe “über Tolino”) um ein Produkt von Rakuten Kobo Inc. Canada handelt, dass ganz offenbar ziemlich lieblos für den europäischen Markt angepasst wird. Und deshalb wird hier auch kein ordentlicher Support geboten (einziger Tipp: Machen Sie einen Reset auf Werkseinstellungen!).
          Deshalb meine Frage: wie läuft der Kobo Libra 2 bei dir? Gibt es da ähnliche Probleme?
          Was mich schon verwundert ist, dass es im Tolino-Handbuch keinerlei Hinweise gibt, wie beim Einfrieren zu verfahren ist, im Kobo-Handbuch schon!

  14. Welpenmetzger sagt:

    Ich beobachte an meinem neuen Vision 6 mit aktueller Firmware drei Dinge:

    1. Er “scheint” sich relativ schnell zu entladen; “scheint” deshalb, weil er von 95% auf auf 85% entlädt, um nach einem Neustart dann mit 90% auzuwarten.

    2. Wechsel ich von einem Buch in ein anderes, das ich auch schon begonnen habe, so zeigt er die Seite des 2. Buches an. Versuche ich aber weiter zu blättern, so zeigt er mir das 1. Buch und blättert dort weiter. Das behebe ich mit einem Neustart, was echt Mist ist.

    3. Er hat sich bereits zweimal aufgehängt.

    Das ist noch nicht rund, geschweige denn ausgereift!!

  15. Martin sagt:

    »Zum Verkaufsstart soll es eine bereinigte Version geben – ich werde berichten.«

    Ist die 15.1.0 eigentlich schon die bereinigte Version, oder werden die Geräte derzeit noch mit der von dir erwähnten Vorserienversion verkauft?

  16. Ulrike sagt:

    Ich habe meinen Tolino Vision 6 wieder an den Händler zurückgeschickt. Mein Fazit:
    Der Akku wird extrem schnell leer. Ich habe keine Lust, als Vielleserin ständig auf den Ladestand schielen zu müssen.
    Weiterhin Probleme mit der Onleihe. Bücher lassen sich zwar ausleihen und laden, allerdings immer noch mit den bereits bekannten Blätterproblemen.
    Außerdem hatte sich das Gerät in den 4 Tagen, in denen ich es nutzte, mindestens 3x derart „aufgehängt“, dass ich schon das Schlimmste befürchtete. Und das alles mit der aktuellen Firmware!
    Eines muss man dem 6er aber lassen: Das Display ist klasse, toller Kontrast und kein Farbverlauf.
    Trotzdem bleibe ich weiterhin bei meinem Pocketbook Inkpad 3 Pro, der hat die o.g. Probleme alle NICHT.
    Schade, hatte mir mehr erhofft. Vor allem die Akkulaufzeit ist für mich ein no Go.

    • Martin sagt:

      Wäre schön wenn du das auch so an den Händler/Tolino weitergibst (falls noch nicht geschehen). Sonst merken die nicht, dass da richtig was im Argen liegt.

      • Ulrike sagt:

        Ich hatte bei der Rückgabe an den Händler die Mängel stichpunktmäßig angegeben. Ob das was bringt – keine Ahnung …
        Für Leute, die eher wenig lesen, dürfte der Akku auch nicht das Problem sein, für Vielleser auf jeden Fall.
        Da ich fast ausschließlich die Onleihe nutze, hatte ich gehofft, dass jetzt endlich die bekannten, seit Jahren bestehenden Probleme gefixt sind. Nein, sind sie leider nicht.

  17. Kris sagt:

    Ich muss leider die Rückmeldung von Ulrike bestätigen. Der Tolino Vision 6, bei mir seit einer Woche im Einsatz, hängt sich mindestens einmal pro Tag auf. Auch ein Neustart klappt nicht unbedingt. Gestern konnte ich ihn nach ein paar Stunden doch wieder starten, aber jetzt geht wieder gar nichts mehr.
    Der Akkustand hinterlässt bei mir auch nur Fragezeichen. Kurz nach dem Aufladen gibt es eine Meldung, dass er leer ist, dann ist er laut Anzeige plötzlich wieder fast voll.
    Sehr schade, denn die Hardware gefällt mir gut – genau die richtige Größe für mich und liegt gut in der Hand.
    Ich gebe ihn morgen zurück. Momentan sieht es so aus, dass ich ihn nicht mal auf die Werkseinstellungen zurück setzen kann.

  18. Moonbase59 sagt:

    Weiß einer von euch, ob beim Vision 6 das nervige Problem mit dem vergessenen “Ruhemodus nach 5 Minuten” noch existiert?

    (Du stellst “Ruhemodus nach 5 Minuten” ein und bei jedem Neustart oder Fehler stellt sich das zurück auf “nie”. Ergebnis: Reader liegt irgendwo und läuft weiter, bis der Akku leer ist …)

  19. Jan Richter sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den Bericht. Leider fehlt mir ein wenig Inhalt zur Haptik. Im Besonderen interessiert mich da die Qualität der Blättertasten. Beim Vision 5 ist da ja leider extrem billig gelöst mit diesen “Gelenk”tasten. Da muss man immer den äußersten Teil der Taste erfummeln, um die Taste betätigen zu können. Der innere Teil ist ja das “Gelenk” und lässt sich nicht drücken. Ich für meinen Teil muss mich da viel zu sehr auf das Erfühlen konzentrieren, als dass das intuitiv bedienbar wäre.
    Ist das beim Vision 6 vielleicht so gelöst, dass es sich um eine komplette, überall drückbare, Taste handelt?

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