Testbericht: USB Tastatur mit Tasche

  • - Aktualsiert am
  • von Michael
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Heute möchte ich im Rahmen meines Tastaturentests für Googles Nexus 7 die USB-Tastatur mit Tasche vorstellen, deren Idee gar nicht so dumm ist. Statt die Zusatztastatur immer extra verstauen zu müssen, ist sie gleich in einer passenden Hülle integriert. Leider hat die Kombination, wie sie mir vorliegt, einen gravierenden Fehler.

USB-Tastatur-mit-Huelle

Doch der Reihe nach. Die Tastatur selber steckt in einer Kunstlederhülle, die 23 cm hoch und 14 cm breit ist und in der das Nexus 7 etwas verloren ausschaut. Weil sie neben dem Tablet natürlich auch die Tastatur aufnehmen muss, ist die Hülle zusammengeklappt 3,5 cm dick. An der Rückseite der Hülle befindet sich ein Aufsteller, der dafür sorgt, dass der Deckel der aufgeklappten Hülle während der Benutzung aufgrecht stehen bleibt.

USB-Tastatur-mit-Huelle-Seitenansicht

Leider kann der Aufsteller nicht dauerhaft fixiert werden, was zur Folge hat, dass der Deckel umklappt, wenn die Hülle schnell nach hinten geschoben wird. In der Hülle selbst befindet sich noch ein Stylus, der aber aufgrund des kapazitiven Displays des Nexus 7 nutzlos ist.

Die Tastatur selbst kommt ganz in schwarz und mit einem US-Layout daher. Sie wird per USB-Adapter, der übrigens nicht mitgeliefert wird, an das Tablet angeschlossen. Während der Benutzung ist es nicht möglich, das Tablet zu laden, da der USB-Port ja blockiert ist. Die Buchstabentasten sind 1,5cm breit und 1,3 cm hoch. Die Zahlen sind mit 1,3 x 1,1 etwas kleiner, ebenso wie einige andere Tasten. Die Oberfläche aller Tasten ist plan. Damit ist die komplette Oberfläche der Tastatur beim überfahren mit der Hand zwar schön glatt, allerdings drückt man daurch beim Tippen auch leicht die Nachbartasten mit runter.

USB-Tastatur-mit-Huelle-Belegung

Drei LEDs, die im freien Bereich rechts über der Tastatur in die Hülle eingelassen sind, zeigen den Status der Tastatur (Capslock, Numlock und Scrollock) an. Neben den Zahlen- bringt die Tastatur auch noch F-Tasten mit. Mit einer [Fn]-Taste, die sich links unten befindet, werden einige, wenige Drittbelegungen aktiviert. Die [Strg]- und [Alt]-Tasten gibt es nur linksseitig der Leertaste. Rechts davon gibts nur eine Menütaste. Der Ziffernblock läßt sich über die [Numlock]-Taste aktivieren. Wer plant, am Tablet zu programmieren, wird sich über die leichte Erreichbarkeit der Klammern (spitz, eckig und geschweift) freuen. Auch Punkt, Komma, Semikolon, Fragezeichen, Slash und Doppelpunkt sind leicht zu finden.

Bis hier hin ist die Tastatur/Hülle-Kombination ganz brauchbar. Alle Tasten, die benötigt werden, sind gut erreichbar und mit ein wenig Übung trifft man auch die richtigen Tasten. Was aber gar nicht geht, ist die Befestigung des Gerätes in der Hülle. Das Tablett wird zwischen drei Metallhalterungen geklemmt. Zwei davon halten das Gerät auf der Unterseite. Die dritte fungiert als Klammer, die das Gerät in Richtung der beiden anderen drückt. Das Nexus 7 ist ja relativ schmal, sodass die Klammer das Gerät gerade so hält. Im Querformat klappt das alles ganz hervorragend. Dreht man aber die zusammengeklappte Hülle ins Hochformat, um sie durch die Gegend zu tragen, dann rutscht das Tablet einfach unten raus. Das liegt daran, dass das Tablet eben nur (im Hochformat gesehen) seitlich fixiert ist, aber nicht oben und unten. Im Video zeige ich das mal:

Ich frage mich wirklich, was derjenige geraucht hat, der diese Hülle entworfen hat. Einfach unglaublich! Aber vielleicht ist die Hülle mit rund 13 € deshalb so preiswert?

Fazit

Mit ein wenig Übung läßt sich die Tastatur selbst recht gut beherrschen. Die Einarbeitung ins englische Layout ist mir überraschend leicht gefallen. Durch den eingebauten Zehnerblock können auch Zahlenkolonnen zügig eingegeben werden. Dennoch ist das Gesamtpaket unbrauchbar, da die Halterungen das Tablet nicht in der Hülle halten. Ist es nicht der Sinn einer Hülle, das Gerät zu schützen? Schade, denn die Idee einer Hülle mit Tastatur finde ich sehr gut. Nur an der Umsetzung haperts eben.

Hier geht es zu allen getesteten Tastaturen.






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Michael SonntagMichael Sonntag beschäftigt sich mit allem, was mit dem Lesen ohne Papier als Trägermaterial zu tun hat. Also mit eBook-Readern, Tablets und dem ganzen Drumherum.
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3 Kommentare

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  1. Steffen sagt:

    Da nutze ich lieber meine jetzige Kunstlederhülle von EasyAcc und eine Bluetoothtastatur im “Apple-Design” als das Nexus diesem “Monster” anzuvertrauen ;)

  2. Manox sagt:

    Wie immer ein super Test von dir Michael, aber für mich währe diese art von “Verpackung” für mein N7 nichts. Die Idee ist zwar super aber wie du schon sagst ist die Umsetzung dann doch wieder eine 4-.
    Ich frage mich echt wieso mal eine USB-Tastatur da einbaut eine Bluetooth wäre da um einiges besser und der aufpreis würde sich noch in grenzen halten. Dann würde ich das N7 nicht mit klammern festhalten sondern ihm eine art “zweite Haut” geben wie es bei meiner Hülle ist wo das N7 von allen 4 Seiten umschlossen ist.

  3. Shinsei sagt:

    Ich bin etwas skeptisch, was Schutzhüllen angeht, so habe Ich schon viele iPad Besitzer jammern gehört, dass die Rückseite zerkratzt wurde und in einem Fall ist sogar die Halterung nach und nach auseinander gesprungen (und das bei einem stolzen Preis von 35 Euro).
    Der beigelegte Stylus ist eher fragwürdig, die fehlenden Halterungen sind ein schlechter Scherz. Vielleicht bietet der Hersteller ja eine Hülle für diese Hülle an, damit das Tablet geschützt ist?

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